@energisch_ Thats my point. Ja, einige Stellen der Technik waren Scheiße, es hätte aber Funktioniert. Wenn die Verantwortlichen nicht gepennt hätten. Ich sitz ~20km weiter und hab im Ahrtal Standorte. "Weit weg vom Fluss", aber das ist immer Relativ - halt teils sehr Flach. Wir hatten Tage vorher schon ne Erinnerung für die Rufbereitschaft, weil Vorhersagen sehr fishy aussahen. Wir haben bei den ersten Radarbildern auf echte Bereitschaft hochgeschaltet. Immer mehr Bundessysteme wurden rot. Stunden vorher kamen dann die ersten Bilder vom Zulauf, in denen Häuser schwammen. Daten wurden auf andere Standorte verschoben und sichergestellt, dass das Personal vor Ort da weg kommt. Und am Ende hört man, dass ein paar Straßen weiter Leute nicht mehr rauskamen, weil es keine offizielle Warnung vor Ort gab. Wer also nicht aktiv die Bundeskanäle beobachtete wusste nur etwas von "ja, regnet, könnte *direkt am Fluss* etwas nass werden. Daher der Punkt: Du kannst Warneinrichtungen bauen wie du willst - wenn sie Keiner auslöst sind sie wirkungslos.
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Der #Stromausfall in #Berlin zeigt leider wieder viele Stellen, die seit Jahren eigentlich klar sind oder IMO nicht hätten sein müssen. -
Der #Stromausfall in #Berlin zeigt leider wieder viele Stellen, die seit Jahren eigentlich klar sind oder IMO nicht hätten sein müssen.@echopapa @ralph @energisch_ @tk Moment, moment. Zumindest an meinen Standorten im Ahrtal war die Versorgung mit Mobilfunk extrem schnell wieder da. Nicht gut, aber da. Da haben einige Anbieter extrem gute Arbeit geleistet. Dort war ja auch nicht das Warnsystem das Problem, sondern die Warnkette. Wenn Verantwortliche lieber Feierabend machen als genug Arsch in der Hose zu haben den "großen, roten Knopf" auch mal zu nutzen, hilft das beste Warnsystem nix. Ich bin immer noch der Auffassung, dass es deutlich mehr Tote gegeben hätte, wenn nicht Kräfte vor Ort eigenmächtig Alarm geschlagen hätten. Dafür gab es dann keinen Orden, sondern ne Rüge. Das Lob ging nicht selten an diejenigen, die eher Teil des Problems waren…
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Der #Stromausfall in #Berlin zeigt leider wieder viele Stellen, die seit Jahren eigentlich klar sind oder IMO nicht hätten sein müssen.@energisch_ @echopapa @ralph @tk Menschen mit Einschränkungen ind in Notsituationen eh gearscht. Inklusion und Barrierefreiheit gibt es nur, wenn es wenig Aufwand ist und gute Presse gibt.
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Der #Stromausfall in #Berlin zeigt leider wieder viele Stellen, die seit Jahren eigentlich klar sind oder IMO nicht hätten sein müssen.Der #Stromausfall in #Berlin zeigt leider wieder viele Stellen, die seit Jahren eigentlich klar sind oder IMO nicht hätten sein müssen.
* Eine Kabelbrücke als einzige Zuleitung ist an sich schon eine sehr dumme Idee, solche Stellen müssen weg. Das dauert leider - man kann Sparmaßnahmen von Jahrzehnten nicht über Nacht ausbügeln. Insbesondere, wenn jedes Kabelprojekt mehr Bürgerinitiationen als Leiter nach sich zieht.
* Wir brauchen Notstrom für Kommunikationsnetze. Ja, sicher, Bandbreite runter, mehr auf einen Mast, fein, aber in Zeiten, in denen Warnungen über CB und Apps rein kommen, sollte das Netz auch bei längeren Ausfällen noch funktionieren
* Wenn dein Betrieb dir wichtig ist, dann hab einen Notfallplan. Ja, sicher, man wird keine Großanlagen ersatzversorgen, aber grade ein brauchbarer Notbetrieb von Büros, Lebensmittelhandel (ggf. abzgl. Kühlung und Bäckerei) oder Tankstellen klingt zumindest auf der Serviette einfach lösbar.
* Ersatzanlagen müssen getestet werden. Vernünftig. Teile der DB-Infra sind wohl ausgefallen, da zwar die Signale des Stellwerks an einem Diesel hängen, der Rest aber nicht. Ein Signal ohne Leitstand, Funk & Co. ist doch eher witzlos.
* Die Empfehlungen des BBK sind nicht zum Spaß da. Wenn du in weniger als 24h kurz vorm Verhungern bist, dann machst du etwas falsch.In Berlin hat man grade - mal wieder - sehr viel Glück, dass da Personal und Material greifbar ist und man den Fehler voraussichtlich innerhalb weniger Tage beheben kann. Wer sich auskennt weiß, dass an anderen Stellen ein "Upsi" deutlich längere Ausfälle produzieren kann. Und das wissen Akteure, die destabilisierende Upsis mögen auch. Wir brauchen deutlich mehr Redundanz und Resilienz - sowohl im Netz als auch von den Betreibern hintendran.