Wenn wir schon bei "Das ist so irr!
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Wenn wir schon bei "Das ist so irr! Das darf nicht wahr sein" angekommen sind... Die Republik.ch ist ein kleines digitales Schweizer Magazin. Und das WAV Kollektiv ein ebenfalls tolles feines Recherchekollektiv.
Und trotzdem arbeitet sich Palantir an uns richtig richtig ab. Offenbar werden Kund:innen europaweit skeptisch, seit Guardian, Standard und weitere Medien unsere Recherchen aufgenommen haben. Und stellen Fragen.
Sie haben uns sogar die Ehre erwiesen und einen ganzen Blogbeitrag gewidmet, wo sie uns ganz vieler Falschaussagen bezichtigten.
Nun bei näherem Betrachten: alles Schall und Rauch. Palantir insinuiert vieles, was wir gar nicht geschrieben haben.
=> Wir haben im ganzen Text nie von öffentlichen Beschaffungen oder Ausschreibungen gesprochen. Sondern von informellen Kontaktversuchen, Verkaufsgesprächen, Austauschterminen... Wir haben nirgendwo geschrieben, dass Palantir bei einer offiziellen Ausschreibung teilgenommen hat.
=> Wir haben nie geschrieben, dass die Live-Demo von Palantir für die Schweizer Armee stattgefunden hat. Nur dass sie angeboten worden ist. Der interne Bericht des Armeestabs sowie die Annäherung an den Armeechef durch einen Palantir-Kader fand beides 2024 statt, beides in der zweiten Hälfte.
=> Ob jetzt die Architektur eines Pavillons am WEF in Davos eine Rolle spielt oder nicht für diskrete Verkaufsgespräche, ist irrelevant. Jedenfalls haben die Interieur-Architekten selber darauf hingewiesen, dass die negative Berichterstattung über das Unternehmen solche Séparés erfordere.
Der Rest von Palantirs Kritik richtet sich gegen die Schweizer Armee, die offensichtlich nichts verstanden habe...
Ein lustiges Weihnachtsmärchen oder einfach Gratis-Werbung?
Hier der "Faktencheck" durch Palantir.
https://blog.palantir.com/korrektur-wie-das-online-magazin-die-republik-einen-regierungsbericht-zu-palantir-verdrehte-9a1b399ae255Hier noch ein "Goodie" daraus:
"Der Bericht der Schweizer Armee und die anschließende Medienberichterstattung, wie vom Magazin Republik hervorgehoben, haben Skepsis geschürt. Diese basiert jedoch eher auf Vermutungen als auf Beweisen, einer direkten technischen Bewertung der Plattformen von Palantir oder den Ergebnissen tatsächlicher Ausschreibungen für Schweizer Regierungsaufträge. Solche Darstellungen sind nicht nur unfair gegenüber Palantir, sondern bergen auch die Gefahr, dass den öffentlichen Institutionen der Schweiz bewährte, sichere und effektive Technologien vorenthalten werden.
Wir fordern die Entscheidungsträger daher dringend auf, ihre Bewertungen auf Fakten, unabhängigen technischen Prüfungen sowie der internationalen Erfolgsbilanz von Palantir zu stützen. Wir sind weiterhin bereit, unsere Technologie allen interessierten Schweizer Behörden offen und transparent zu demonstrieren. Anhaltende Spekulationen ohne technische Grundlage untergraben sowohl unsere Bemühungen als Unternehmen als auch das öffentliche Interesse am Zugang zu weltweit führender Technologie."
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B bruno@federation.network shared this topic