Mastodon Skip to content
  • Home
  • Aktuell
  • Tags
  • Über dieses Forum
Einklappen
Grafik mit zwei überlappenden Sprechblasen, eine grün und eine lila.
Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

Kostenlos. Werbefrei. Menschlich. Dein Abnehmforum.

  1. Home
  2. Uncategorized
  3. Neuengamme – Ein Besuch im Winter

Neuengamme – Ein Besuch im Winter

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Uncategorized
blogbloggengedenkenmuseumneuengammeniewieder
2 Beiträge 2 Kommentatoren 0 Aufrufe
  • Älteste zuerst
  • Neuste zuerst
  • Meiste Stimmen
Antworten
  • In einem neuen Thema antworten
Anmelden zum Antworten
Dieses Thema wurde gelöscht. Nur Nutzer mit entsprechenden Rechten können es sehen.
  • blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
    blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
    blogangela@angela-carstensen.de
    schrieb zuletzt editiert von
    #1

    Im Januar 26 habe ich mit einer Freundin die KZ-Gedenkstätte Neuengamme besucht. Ich versuche, jeden Monat eine Ausstellung oder ein Museum in der Region anzusehen und dieses Ziel war mir besonders wichtig und Teil meiner ToWants. Ich hatte vorher einmal während der Hochphase der Corona-Pandemie einen Livestream gesehen und mir vorher grob heraus gesucht, wo Neuengamme liegt, aber ich war auf einige Punkte nicht vorbereitet.

    Inhalt Verbergen
    Erster Eindruck
    Das Klinkerwerk in Neuengamme
    Die Lager-SS-Ausstellung
    Unser nächster Besuch in Neuengamme

    Erster Eindruck

    Das ehemalige Lager ist wie erwartet deutlich außerhalb des Ortes im Südosten Hamburgs gelegen. Das Gelände ist deutlich größer, als wir gedacht hatten und die Parkplätze waren nur sparsam ausgeschildert. Daher sind wir erst einmal ziemlich weit vorgefahren, dann ungefähr einen Kilometer zurück gegangen, nur um festzustellen, dass der Eingang beim Auto uns zur Hauptausstellung geführt hätte. Beim nächsten Besuch werden wir das einkalkulieren.

    Eine flache, offene Landschaft, im Hintergrund Baracken, zum Teil aus roten Klinkerziegeln.Eine flache, offene Landschaft, im Hintergrund Baracken, zum Teil aus roten Klinkerziegeln.

    Wegen der Größe der Anlage gibt es mehrere Bushaltestellen bei den jeweiligen Eingängen. Zu Fuß haben wir ziemlich gefroren, und wenn es mir schon kalt ist, will das etwas heißen. Die Gegend ist flach und relativ offen, sodass der Wind sich frei austoben konnte. Das sorgte in Kombination mit dem grauen Winterhimmel für eine passende Atmosphäre. Und es machte auch deutlich, wie die Häftlinge damals im Winter gefroren haben müssen.

    Der Besuch in Neuengamme ist kostenlos. Einer meiner Schüler war zufällig in der gleichen Woche dort, allerdings mit einer Führung, wie er erzählte. Das war vermutlich eine gute Idee, denn auch die Hinweisschilder für die einzelnen Gebäude sind eher unauffällig. Ich würde im Vorlauf wenigstens eine gründlichere Planung empfehlen.

    Das Klinkerwerk in Neuengamme

    Als erstes kamen wir an einer sehr großen, zugigen Halle an. Wie wir lernten, war dies die Produktionsstätte für rote Klinkerziegel. Ich wohne selbst in einem Haus mit diesen typischen dunkelroten Steinen und hatte sie bisher immer mit einem positiven Gefühl verbunden. Adolf Hitler hatte für Hamburg und speziell Altona große architektonische Pläne. Zu diesem Zweck und für spätere durch Bombenangriffe notwendige Reparaturen sollten in Neuengamme eine große Menge Klinker hergestellt werden.

    Diese für mich neuen Informationen haben mein Bild von den typischen norddeutschen Häusern ein bisschen anders eingefärbt. Es ist nicht dokumentiert, wo genau in Hamburg die Klinker aus Neuengamme verbaut wurden. Ich lebe in Schleswig-Holstein und unser Haus ist aus den Nullerjahren dieses Jahrhunderts. Trotzdem sehe ich unsere roten Steine jetzt mit anderen Augen und denke dabei an die damaligen Zwangsarbeiter. Immerhin wurden die pompösen Pläne für Altona am Ende nicht umgesetzt.

    Blick in zwei hell erleuchtete Räume mit horizontalen Schienen aus Steinen an den Seitenwänden. In diese sind Tafeln hinein geschoben, auf denen einzelne Ziegelsteine stehen. Der  Vordergrund ist dunkel und mit einem Metallgitter abgesperrt, das durch die Kameraeinstellung unscharf erscheint.Blick in zwei hell erleuchtete Räume mit horizontalen Schienen aus Steinen an den Seitenwänden. In diese sind Tafeln hinein geschoben, auf denen einzelne Ziegelsteine stehen. Der  Vordergrund ist dunkel und mit einem Metallgitter abgesperrt, das durch die Kameraeinstellung unscharf erscheint.
    In diesen Öfen wurden die Klinker gebrannt.

    Bei den Infotafeln im Klinkerwerk haben wir uns trotz der Kälte lange aufgehalten. Die Strategie, Baumaterial herzustellen, das repräsentativ und von guter Qualität sein soll, und dann gleichzeitig auf Zwangsarbeit zu setzen und dann noch die Arbeiter so zu drangsalieren, ist so irrational wie bösartig. Diese Haltung zog sich wie ein roter Faden durch unseren Besuch, nicht überraschend und trotzdem hatten wir immer wieder Redebedarf. Natürlich haben die Häftlinge die Produktion sabotiert, wo sie konnten. Aber auch die Aufseher sorgten mit ihrem ständigen „Schneller, schneller!“ für denkbar schlechte Produktionsbedingungen.

    Blick in eine große leere Halle mit offenem Balkenwerk im Dachbereich. Im Vordergrund ist ein Kreis aus Stühlen und einem Tisch.Blick in eine große leere Halle mit offenem Balkenwerk im Dachbereich. Im Vordergrund ist ein Kreis aus Stühlen und einem Tisch.

    Die Halle steht heute größtenteils leer mit ein paar Stuhlkreisen für geführte Gruppen, zu besonderen Anlässen finden dort auch Konzerte statt. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an den Loren im Beitragsbild vorbei. Mit ihnen wurde auf dem Gelände abgebauter Ton transportiert, eine besonders harte Arbeit.

    Die Lager-SS-Ausstellung

    Als zweites betraten wir die ehemaligen SS-Garagen. Dort befindet sich die Dauerausstellung „Die Lager-SS“. Dazu gehören unter anderem Prozessunterlagen von britischen, bundesdeutschen und DDR-Gerichtsverhandlungen. Es widerspricht meinem Gerechtigkeitsempfinden extrem, wie viele Aufseher:innen letztlich freigesprochen wurden. Offensichtlich haben sie sich untereinander vernetzt und sich gegenseitig in der Verteidigung unterstützt.

    Blick in einen Museumsraum mit Balken an der Decke, Tischen mit Informationsmaterial, Projektionen an der Hinterwand und mehreren Stationen mit Kopfhörern. An der hinteren Wand steht "Rauchen verboten", da es sich hierbei um eine ehemalige Garage im KZ Neuengamme handelt.Blick in einen Museumsraum mit Balken an der Decke, Tischen mit Informationsmaterial, Projektionen an der Hinterwand und mehreren Stationen mit Kopfhörern. An der hinteren Wand steht "Rauchen verboten", da es sich hierbei um eine ehemalige Garage im KZ Neuengamme handelt.

    Es ist natürlich richtig und sinnvoll, dass Gerichte jeden Fall einzeln betrachten. Und ich habe in dieser Ausstellung eine Tonaufnahme einer Frau gehört, die zur Aufseherin in Neuengamme rekrutiert und verpflichtet wurde. Nach ihren Aussagen hatte sie die Optionen, diese Tätigkeit anzunehmen oder eventuell die Seite zu wechseln und selbst in Haft zu kommen. Wie viel Wahrheit darin steckt, kann ich nicht beurteilen und die Vorstellung, zur zwangsweise Aufsicht in einem KZ zu sein, ist auch beklemmend. Gleichzeitig sah ich Photos von freigesprochenen Menschen, die ich als Verbrecher bezeichnen würde.

    Wir erfuhren eine Menge erschütternder Informationen. Unter anderem, dass ehemalige Aufseher die Jahre im Lager für ihre Rente anrechnen lassen konnten, während Häftlinge für den gleichen Zeitraum für eine Anerkennung kämpfen mussten. Die Darstellung der SS als großenteils sadistischer Männerverein macht besonders im Blick auf die aktuelle politische Lage sehr nachdenklich. Es gibt einen Typ Mensch, der ohne Skrupel und ohne jegliche Weitsicht vorgeht, sobald er nur einen Fitzel Macht in die Hand bekommt.

    Eine Wand in einer Halle, mit Balken verstärkt. Eine Reihe von Fenstern lässt nur den leuchtend grauen Himmel draußen sehen.Eine Wand in einer Halle, mit Balken verstärkt. Eine Reihe von Fenstern lässt nur den leuchtend grauen Himmel draußen sehen.

    Im Nachhinein scheint es manchmal, als hätte der Großteil der damaligen Zivilbevölkerung nichts mitbekommen oder sei im Widerstand gewesen. Aus den historischen Dokumenten dieser Ausstellung ergibt sich aber ein intensiver Austausch zwischen dem Lager und dem restlichen Ort. Die SS-Männer waren regelmäßig in den lokalen Wirtshäusern zu Gast und die Holstenbrauerei sowie landwirtschaftliche Betriebe lieferten regelmäßige Verpflegung.

    Unser nächster Besuch in Neuengamme

    Wir haben fest vor, dieses Jahr noch einmal wiederzukommen. Voraussichtlich ab April, wenn es nicht mehr so kalt ist. Dann werden wir am anderen Ende mit der Hauptausstellung beginnen. Aber sehr wahrscheinlich wird auch das nicht unser letzter Termin bei der Gedenkstätte bleiben, denn es gibt mehr zu sehen, als sich in einem schnellen Durchgang wirklich wahrnehmen lässt. Ich bin sehr dankbar, dass es Organisationen gibt, die diese Verbrechen für uns dokumentieren und präsentieren. Auch wenn ich mir aktuell um die gesellschaftliche Entwicklung große Sorgen mache.

    Weitere Beiträge darüber, was mir zum Stichwort „Nie Wieder“ wichtig ist, findest du in der Kategorie „Haltung“.

    bauhausmensch@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
    2
    0
    • angelacarstensen@mastodon.onlineA angelacarstensen@mastodon.online shared this topic
      bauhausmensch@norden.socialB bauhausmensch@norden.social shared this topic
    • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

      Im Januar 26 habe ich mit einer Freundin die KZ-Gedenkstätte Neuengamme besucht. Ich versuche, jeden Monat eine Ausstellung oder ein Museum in der Region anzusehen und dieses Ziel war mir besonders wichtig und Teil meiner ToWants. Ich hatte vorher einmal während der Hochphase der Corona-Pandemie einen Livestream gesehen und mir vorher grob heraus gesucht, wo Neuengamme liegt, aber ich war auf einige Punkte nicht vorbereitet.

      Inhalt Verbergen
      Erster Eindruck
      Das Klinkerwerk in Neuengamme
      Die Lager-SS-Ausstellung
      Unser nächster Besuch in Neuengamme

      Erster Eindruck

      Das ehemalige Lager ist wie erwartet deutlich außerhalb des Ortes im Südosten Hamburgs gelegen. Das Gelände ist deutlich größer, als wir gedacht hatten und die Parkplätze waren nur sparsam ausgeschildert. Daher sind wir erst einmal ziemlich weit vorgefahren, dann ungefähr einen Kilometer zurück gegangen, nur um festzustellen, dass der Eingang beim Auto uns zur Hauptausstellung geführt hätte. Beim nächsten Besuch werden wir das einkalkulieren.

      Eine flache, offene Landschaft, im Hintergrund Baracken, zum Teil aus roten Klinkerziegeln.Eine flache, offene Landschaft, im Hintergrund Baracken, zum Teil aus roten Klinkerziegeln.

      Wegen der Größe der Anlage gibt es mehrere Bushaltestellen bei den jeweiligen Eingängen. Zu Fuß haben wir ziemlich gefroren, und wenn es mir schon kalt ist, will das etwas heißen. Die Gegend ist flach und relativ offen, sodass der Wind sich frei austoben konnte. Das sorgte in Kombination mit dem grauen Winterhimmel für eine passende Atmosphäre. Und es machte auch deutlich, wie die Häftlinge damals im Winter gefroren haben müssen.

      Der Besuch in Neuengamme ist kostenlos. Einer meiner Schüler war zufällig in der gleichen Woche dort, allerdings mit einer Führung, wie er erzählte. Das war vermutlich eine gute Idee, denn auch die Hinweisschilder für die einzelnen Gebäude sind eher unauffällig. Ich würde im Vorlauf wenigstens eine gründlichere Planung empfehlen.

      Das Klinkerwerk in Neuengamme

      Als erstes kamen wir an einer sehr großen, zugigen Halle an. Wie wir lernten, war dies die Produktionsstätte für rote Klinkerziegel. Ich wohne selbst in einem Haus mit diesen typischen dunkelroten Steinen und hatte sie bisher immer mit einem positiven Gefühl verbunden. Adolf Hitler hatte für Hamburg und speziell Altona große architektonische Pläne. Zu diesem Zweck und für spätere durch Bombenangriffe notwendige Reparaturen sollten in Neuengamme eine große Menge Klinker hergestellt werden.

      Diese für mich neuen Informationen haben mein Bild von den typischen norddeutschen Häusern ein bisschen anders eingefärbt. Es ist nicht dokumentiert, wo genau in Hamburg die Klinker aus Neuengamme verbaut wurden. Ich lebe in Schleswig-Holstein und unser Haus ist aus den Nullerjahren dieses Jahrhunderts. Trotzdem sehe ich unsere roten Steine jetzt mit anderen Augen und denke dabei an die damaligen Zwangsarbeiter. Immerhin wurden die pompösen Pläne für Altona am Ende nicht umgesetzt.

      Blick in zwei hell erleuchtete Räume mit horizontalen Schienen aus Steinen an den Seitenwänden. In diese sind Tafeln hinein geschoben, auf denen einzelne Ziegelsteine stehen. Der  Vordergrund ist dunkel und mit einem Metallgitter abgesperrt, das durch die Kameraeinstellung unscharf erscheint.Blick in zwei hell erleuchtete Räume mit horizontalen Schienen aus Steinen an den Seitenwänden. In diese sind Tafeln hinein geschoben, auf denen einzelne Ziegelsteine stehen. Der  Vordergrund ist dunkel und mit einem Metallgitter abgesperrt, das durch die Kameraeinstellung unscharf erscheint.
      In diesen Öfen wurden die Klinker gebrannt.

      Bei den Infotafeln im Klinkerwerk haben wir uns trotz der Kälte lange aufgehalten. Die Strategie, Baumaterial herzustellen, das repräsentativ und von guter Qualität sein soll, und dann gleichzeitig auf Zwangsarbeit zu setzen und dann noch die Arbeiter so zu drangsalieren, ist so irrational wie bösartig. Diese Haltung zog sich wie ein roter Faden durch unseren Besuch, nicht überraschend und trotzdem hatten wir immer wieder Redebedarf. Natürlich haben die Häftlinge die Produktion sabotiert, wo sie konnten. Aber auch die Aufseher sorgten mit ihrem ständigen „Schneller, schneller!“ für denkbar schlechte Produktionsbedingungen.

      Blick in eine große leere Halle mit offenem Balkenwerk im Dachbereich. Im Vordergrund ist ein Kreis aus Stühlen und einem Tisch.Blick in eine große leere Halle mit offenem Balkenwerk im Dachbereich. Im Vordergrund ist ein Kreis aus Stühlen und einem Tisch.

      Die Halle steht heute größtenteils leer mit ein paar Stuhlkreisen für geführte Gruppen, zu besonderen Anlässen finden dort auch Konzerte statt. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an den Loren im Beitragsbild vorbei. Mit ihnen wurde auf dem Gelände abgebauter Ton transportiert, eine besonders harte Arbeit.

      Die Lager-SS-Ausstellung

      Als zweites betraten wir die ehemaligen SS-Garagen. Dort befindet sich die Dauerausstellung „Die Lager-SS“. Dazu gehören unter anderem Prozessunterlagen von britischen, bundesdeutschen und DDR-Gerichtsverhandlungen. Es widerspricht meinem Gerechtigkeitsempfinden extrem, wie viele Aufseher:innen letztlich freigesprochen wurden. Offensichtlich haben sie sich untereinander vernetzt und sich gegenseitig in der Verteidigung unterstützt.

      Blick in einen Museumsraum mit Balken an der Decke, Tischen mit Informationsmaterial, Projektionen an der Hinterwand und mehreren Stationen mit Kopfhörern. An der hinteren Wand steht "Rauchen verboten", da es sich hierbei um eine ehemalige Garage im KZ Neuengamme handelt.Blick in einen Museumsraum mit Balken an der Decke, Tischen mit Informationsmaterial, Projektionen an der Hinterwand und mehreren Stationen mit Kopfhörern. An der hinteren Wand steht "Rauchen verboten", da es sich hierbei um eine ehemalige Garage im KZ Neuengamme handelt.

      Es ist natürlich richtig und sinnvoll, dass Gerichte jeden Fall einzeln betrachten. Und ich habe in dieser Ausstellung eine Tonaufnahme einer Frau gehört, die zur Aufseherin in Neuengamme rekrutiert und verpflichtet wurde. Nach ihren Aussagen hatte sie die Optionen, diese Tätigkeit anzunehmen oder eventuell die Seite zu wechseln und selbst in Haft zu kommen. Wie viel Wahrheit darin steckt, kann ich nicht beurteilen und die Vorstellung, zur zwangsweise Aufsicht in einem KZ zu sein, ist auch beklemmend. Gleichzeitig sah ich Photos von freigesprochenen Menschen, die ich als Verbrecher bezeichnen würde.

      Wir erfuhren eine Menge erschütternder Informationen. Unter anderem, dass ehemalige Aufseher die Jahre im Lager für ihre Rente anrechnen lassen konnten, während Häftlinge für den gleichen Zeitraum für eine Anerkennung kämpfen mussten. Die Darstellung der SS als großenteils sadistischer Männerverein macht besonders im Blick auf die aktuelle politische Lage sehr nachdenklich. Es gibt einen Typ Mensch, der ohne Skrupel und ohne jegliche Weitsicht vorgeht, sobald er nur einen Fitzel Macht in die Hand bekommt.

      Eine Wand in einer Halle, mit Balken verstärkt. Eine Reihe von Fenstern lässt nur den leuchtend grauen Himmel draußen sehen.Eine Wand in einer Halle, mit Balken verstärkt. Eine Reihe von Fenstern lässt nur den leuchtend grauen Himmel draußen sehen.

      Im Nachhinein scheint es manchmal, als hätte der Großteil der damaligen Zivilbevölkerung nichts mitbekommen oder sei im Widerstand gewesen. Aus den historischen Dokumenten dieser Ausstellung ergibt sich aber ein intensiver Austausch zwischen dem Lager und dem restlichen Ort. Die SS-Männer waren regelmäßig in den lokalen Wirtshäusern zu Gast und die Holstenbrauerei sowie landwirtschaftliche Betriebe lieferten regelmäßige Verpflegung.

      Unser nächster Besuch in Neuengamme

      Wir haben fest vor, dieses Jahr noch einmal wiederzukommen. Voraussichtlich ab April, wenn es nicht mehr so kalt ist. Dann werden wir am anderen Ende mit der Hauptausstellung beginnen. Aber sehr wahrscheinlich wird auch das nicht unser letzter Termin bei der Gedenkstätte bleiben, denn es gibt mehr zu sehen, als sich in einem schnellen Durchgang wirklich wahrnehmen lässt. Ich bin sehr dankbar, dass es Organisationen gibt, die diese Verbrechen für uns dokumentieren und präsentieren. Auch wenn ich mir aktuell um die gesellschaftliche Entwicklung große Sorgen mache.

      Weitere Beiträge darüber, was mir zum Stichwort „Nie Wieder“ wichtig ist, findest du in der Kategorie „Haltung“.

      bauhausmensch@norden.socialB This user is from outside of this forum
      bauhausmensch@norden.socialB This user is from outside of this forum
      bauhausmensch@norden.social
      schrieb zuletzt editiert von
      #2

      @blogangela das habe ich auch noch vor.

      1 Antwort Letzte Antwort
      0
      Antworten
      • In einem neuen Thema antworten
      Anmelden zum Antworten
      • Älteste zuerst
      • Neuste zuerst
      • Meiste Stimmen



      Copyright (c) 2025 abSpecktrum (@abspecklog@fedimonster.de)

      Erstellt mit Schlaflosigkeit, Kaffee, Brokkoli & ♥

      Impressum | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen

      • Anmelden

      • Du hast noch kein Konto? Registrieren

      • Anmelden oder registrieren, um zu suchen
      • Erster Beitrag
        Letzter Beitrag
      0
      • Home
      • Aktuell
      • Tags
      • Über dieses Forum