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  3. Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte.

Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte.

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10 Beiträge 1 Kommentatoren 2 Aufrufe
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  • bojerlanski@norden.socialB This user is from outside of this forum
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    schrieb zuletzt editiert von
    #1

    Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte. Weil man nicht mehr so viel erklären muss, warum man lieber zuhört als redet, lieber früh geht als bis zum letzten Drink bleibt.

    bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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    • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

      Eine, die das sehr gut beschreibt, ist die US-Journalistin Olga Khazan. Sie bezeichnet sich selbst als introvertiert – und hat trotzdem ein Buch darüber geschrieben, wie und warum sie ihre Persönlichkeit bewusst verändert hat. „Me, but Better“ heißt es.

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      schrieb zuletzt editiert von
      #2

      Ausgangspunkt war keine Selbstoptimierungslaune, sondern Einsamkeit.

      Nach der Pandemie hatte Khazan weniger Freundinnen und Freunde als früher. Viele Kontakte waren lose und wenig erfüllend. Die meiste Zeit war sie allein. Nicht dramatisch einsam, eher zurückgezogen.

      bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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      • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

        Und trotzdem habe ich in den letzten Jahren gelernt: Auch Introvertierte brauchen es, mit Menschen zusammen zu sein. Und es ist sogar wichtig für sie, sich ab und zu extrovertiert zu verhalten.

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        bojerlanski@norden.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #3

        Eine, die das sehr gut beschreibt, ist die US-Journalistin Olga Khazan. Sie bezeichnet sich selbst als introvertiert – und hat trotzdem ein Buch darüber geschrieben, wie und warum sie ihre Persönlichkeit bewusst verändert hat. „Me, but Better“ heißt es.

        bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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        • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

          Ein Teil ihrer sozialen Interaktion lief über Social Media – was funktionieren kann, reale Begegnungen aber nicht ersetzt.

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          schrieb zuletzt editiert von
          #4

          Im Rückblick erkannte sie, dass sie ihre Introversion wie einen Freifahrtschein interpretiert hat. Ein inneres Argument, nicht rauszugehen, niemanden anzurufen, sich nicht zu überwinden.

          Dabei ist das Problem nicht Introversion. Das Problem ist Einsamkeit.

          bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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          • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

            Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte. Weil man nicht mehr so viel erklären muss, warum man lieber zuhört als redet, lieber früh geht als bis zum letzten Drink bleibt.

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            schrieb zuletzt editiert von
            #5

            Und trotzdem habe ich in den letzten Jahren gelernt: Auch Introvertierte brauchen es, mit Menschen zusammen zu sein. Und es ist sogar wichtig für sie, sich ab und zu extrovertiert zu verhalten.

            bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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            • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

              Ausgangspunkt war keine Selbstoptimierungslaune, sondern Einsamkeit.

              Nach der Pandemie hatte Khazan weniger Freundinnen und Freunde als früher. Viele Kontakte waren lose und wenig erfüllend. Die meiste Zeit war sie allein. Nicht dramatisch einsam, eher zurückgezogen.

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              schrieb zuletzt editiert von
              #6

              Ein Teil ihrer sozialen Interaktion lief über Social Media – was funktionieren kann, reale Begegnungen aber nicht ersetzt.

              bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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              • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

                Khazans Punkt ist deshalb nicht: Werde extrovertiert. Sondern: Sorge für ein Mindestmaß an Kontakt, auch wenn es Überwindung kostet. Nicht um jemand anderes zu werden, sondern um nicht langsam zu verschwinden.

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                bojerlanski@norden.social
                schrieb zuletzt editiert von
                #7

                In meinem nächsten Newsletter ist sie mit einem Text zu Gast. Darin geht es genau um diese Schwelle zwischen Rückzug und Verbindung. Und darum, wie man sie überschreiten kann, ohne sich selbst zu verraten.

                bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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                • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

                  Im Rückblick erkannte sie, dass sie ihre Introversion wie einen Freifahrtschein interpretiert hat. Ein inneres Argument, nicht rauszugehen, niemanden anzurufen, sich nicht zu überwinden.

                  Dabei ist das Problem nicht Introversion. Das Problem ist Einsamkeit.

                  bojerlanski@norden.socialB This user is from outside of this forum
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                  bojerlanski@norden.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #8

                  Mit Menschen interagieren zu wollen ist kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein Grundbedürfnis. Menschen müssen sich gesehen fühlen, und eingebunden. Fehlt das dauerhaft, wird Rückzug nicht erholsam, sondern leer.

                  bojerlanski@norden.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

                    In meinem nächsten Newsletter ist sie mit einem Text zu Gast. Darin geht es genau um diese Schwelle zwischen Rückzug und Verbindung. Und darum, wie man sie überschreiten kann, ohne sich selbst zu verraten.

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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #9

                    Der Newsletter erscheint am Mittwoch. Hier kannst du ihn kostenlos abonnieren: https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

                      Mit Menschen interagieren zu wollen ist kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein Grundbedürfnis. Menschen müssen sich gesehen fühlen, und eingebunden. Fehlt das dauerhaft, wird Rückzug nicht erholsam, sondern leer.

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                      schrieb zuletzt editiert von
                      #10

                      Khazans Punkt ist deshalb nicht: Werde extrovertiert. Sondern: Sorge für ein Mindestmaß an Kontakt, auch wenn es Überwindung kostet. Nicht um jemand anderes zu werden, sondern um nicht langsam zu verschwinden.

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                      • a_koschinski@nrw.socialA a_koschinski@nrw.social shared this topic
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