Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte.
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Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte. Weil man nicht mehr so viel erklären muss, warum man lieber zuhört als redet, lieber früh geht als bis zum letzten Drink bleibt.
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Eine, die das sehr gut beschreibt, ist die US-Journalistin Olga Khazan. Sie bezeichnet sich selbst als introvertiert – und hat trotzdem ein Buch darüber geschrieben, wie und warum sie ihre Persönlichkeit bewusst verändert hat. „Me, but Better“ heißt es.
Ausgangspunkt war keine Selbstoptimierungslaune, sondern Einsamkeit.
Nach der Pandemie hatte Khazan weniger Freundinnen und Freunde als früher. Viele Kontakte waren lose und wenig erfüllend. Die meiste Zeit war sie allein. Nicht dramatisch einsam, eher zurückgezogen.
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Und trotzdem habe ich in den letzten Jahren gelernt: Auch Introvertierte brauchen es, mit Menschen zusammen zu sein. Und es ist sogar wichtig für sie, sich ab und zu extrovertiert zu verhalten.
Eine, die das sehr gut beschreibt, ist die US-Journalistin Olga Khazan. Sie bezeichnet sich selbst als introvertiert – und hat trotzdem ein Buch darüber geschrieben, wie und warum sie ihre Persönlichkeit bewusst verändert hat. „Me, but Better“ heißt es.
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Ein Teil ihrer sozialen Interaktion lief über Social Media – was funktionieren kann, reale Begegnungen aber nicht ersetzt.
Im Rückblick erkannte sie, dass sie ihre Introversion wie einen Freifahrtschein interpretiert hat. Ein inneres Argument, nicht rauszugehen, niemanden anzurufen, sich nicht zu überwinden.
Dabei ist das Problem nicht Introversion. Das Problem ist Einsamkeit.
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Ich war ehrlich erleichtert, als Introversion irgendwann ihren Imagewandel hatte. Weil man nicht mehr so viel erklären muss, warum man lieber zuhört als redet, lieber früh geht als bis zum letzten Drink bleibt.
Und trotzdem habe ich in den letzten Jahren gelernt: Auch Introvertierte brauchen es, mit Menschen zusammen zu sein. Und es ist sogar wichtig für sie, sich ab und zu extrovertiert zu verhalten.
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Ausgangspunkt war keine Selbstoptimierungslaune, sondern Einsamkeit.
Nach der Pandemie hatte Khazan weniger Freundinnen und Freunde als früher. Viele Kontakte waren lose und wenig erfüllend. Die meiste Zeit war sie allein. Nicht dramatisch einsam, eher zurückgezogen.
Ein Teil ihrer sozialen Interaktion lief über Social Media – was funktionieren kann, reale Begegnungen aber nicht ersetzt.
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Khazans Punkt ist deshalb nicht: Werde extrovertiert. Sondern: Sorge für ein Mindestmaß an Kontakt, auch wenn es Überwindung kostet. Nicht um jemand anderes zu werden, sondern um nicht langsam zu verschwinden.
In meinem nächsten Newsletter ist sie mit einem Text zu Gast. Darin geht es genau um diese Schwelle zwischen Rückzug und Verbindung. Und darum, wie man sie überschreiten kann, ohne sich selbst zu verraten.
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Im Rückblick erkannte sie, dass sie ihre Introversion wie einen Freifahrtschein interpretiert hat. Ein inneres Argument, nicht rauszugehen, niemanden anzurufen, sich nicht zu überwinden.
Dabei ist das Problem nicht Introversion. Das Problem ist Einsamkeit.
Mit Menschen interagieren zu wollen ist kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein Grundbedürfnis. Menschen müssen sich gesehen fühlen, und eingebunden. Fehlt das dauerhaft, wird Rückzug nicht erholsam, sondern leer.
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In meinem nächsten Newsletter ist sie mit einem Text zu Gast. Darin geht es genau um diese Schwelle zwischen Rückzug und Verbindung. Und darum, wie man sie überschreiten kann, ohne sich selbst zu verraten.
Der Newsletter erscheint am Mittwoch. Hier kannst du ihn kostenlos abonnieren: https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up
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Mit Menschen interagieren zu wollen ist kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein Grundbedürfnis. Menschen müssen sich gesehen fühlen, und eingebunden. Fehlt das dauerhaft, wird Rückzug nicht erholsam, sondern leer.
Khazans Punkt ist deshalb nicht: Werde extrovertiert. Sondern: Sorge für ein Mindestmaß an Kontakt, auch wenn es Überwindung kostet. Nicht um jemand anderes zu werden, sondern um nicht langsam zu verschwinden.
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A a_koschinski@nrw.social shared this topic