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  3. In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.

In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.

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barrierefreiheit
120 Beiträge 33 Kommentatoren 1 Aufrufe
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  • anyakarl@norden.socialA anyakarl@norden.social

    In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.

    Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.

    Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?

    Bitte teilen!

    #Barrierefreiheit

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    schrieb zuletzt editiert von
    #61

    @AnyaKarl @WestphalDenn Ich bin zwiegespalten. Als Betroffene freut es mich auf der einen Seite, dass das Thema immer wieder auf dem Schirm landet. Auf der anderen Seite habe ich tatsächlich das Gefühl, dass es wenig bringt. Ich bin einfach sehr müde. Egal, ob es um Bildbeschreibungen im Fedeverse geht, barrierefreie Haushaltsgeräte oder um die Barrierefreiheit von Apps großer Firmen, ständig gegen Mauern zu rennen kostet unglaublich viel Energie. Klar, ohne diese Energie ändert sich nicht einmal etwas kleines und auch klar: wenn WIR sie nicht aufbringen, wird es niemand für uns tun. Aber... *Seufz!*

    W anyakarl@norden.socialA 2 Antworten Letzte Antwort
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    • anyakarl@norden.socialA anyakarl@norden.social

      In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.

      Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.

      Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?

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      #Barrierefreiheit

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      schrieb zuletzt editiert von
      #62

      @AnyaKarl bin mir nicht sicher ob ich es gut finde. Könnte sein das Menschen von Hinweisen nur genervt sind, aber ihr Verhalten nicht ändern (was man wiederum kritisieren kann, aber auch das wird mglw. nichts verändern.)

      Klar, sind Bildbeschreibungen wichtig um Menschen, die darauf angewiesen sind, teilhaben zu lassen. Nur die die es nicht wollen, wollen (so meine Wahrnehmung) auch nach einer Bitte eher selten Bildbeschreibungen erstellen. Warum auch immer. Aus Trotz. Aus Überlegenheitsgefühl. Aus Ignoranz. 🤷

      Ob da ein Bitten hilft vermag ich anzuzweifeln. (Arschloch bleibt nicht selten ein Arschloch, auch wenn man größtenteils freundlich bittet keines mehr zu sein, da hilft auch kein Don Quijote.)

      seitansbraten@chaos.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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      • brailly615@caneandable.socialB brailly615@caneandable.social

        @AnyaKarl @WestphalDenn Ich bin zwiegespalten. Als Betroffene freut es mich auf der einen Seite, dass das Thema immer wieder auf dem Schirm landet. Auf der anderen Seite habe ich tatsächlich das Gefühl, dass es wenig bringt. Ich bin einfach sehr müde. Egal, ob es um Bildbeschreibungen im Fedeverse geht, barrierefreie Haushaltsgeräte oder um die Barrierefreiheit von Apps großer Firmen, ständig gegen Mauern zu rennen kostet unglaublich viel Energie. Klar, ohne diese Energie ändert sich nicht einmal etwas kleines und auch klar: wenn WIR sie nicht aufbringen, wird es niemand für uns tun. Aber... *Seufz!*

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        westphaldenn@freiburg.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #63

        @Brailly615 @AnyaKarl Da stimme ich zu. Insbesondere, weil in letzter Zeit die interessiert mich nicht Fraktion mehr oder zumindest lauter geworden ist, sage ich kaum noch was. Es macht nämlich einfach müde. Aktuell stimmen acht Prozent der Aussage zu, dass das Thema nur noch nerven würde. Vermutlich bei einem Kreis der Angesprochenen, der recht reflektiert ist. Bei mir führt das dazu, dass ich mich nach und nach zurückziehe. Zumindest beobachte ich bei mir selbst, dass ich mich nahezu gar nicht mehr in Mastodon beteilige. Ob es nur mir so geht, vermag ich nicht zu sagen.

        marcozehe@norden.socialM brailly615@caneandable.socialB anyakarl@norden.socialA 3 Antworten Letzte Antwort
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        • W westphaldenn@freiburg.social

          @Brailly615 @AnyaKarl Da stimme ich zu. Insbesondere, weil in letzter Zeit die interessiert mich nicht Fraktion mehr oder zumindest lauter geworden ist, sage ich kaum noch was. Es macht nämlich einfach müde. Aktuell stimmen acht Prozent der Aussage zu, dass das Thema nur noch nerven würde. Vermutlich bei einem Kreis der Angesprochenen, der recht reflektiert ist. Bei mir führt das dazu, dass ich mich nach und nach zurückziehe. Zumindest beobachte ich bei mir selbst, dass ich mich nahezu gar nicht mehr in Mastodon beteilige. Ob es nur mir so geht, vermag ich nicht zu sagen.

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          marcozehe@norden.social
          schrieb zuletzt editiert von
          #64

          @WestphalDenn @Brailly615 @AnyaKarl Dieses Muster wiederholt sich seit Anbeginn der Barrierefreiheitsthematik immer wieder und ist auch ein wesentlicher Faktor, warum ich heute in EM-Rente bin. Selbst in Firmen, denen das Thema angeblich wichtig ist, fällt es letztendlich einigen wenigen Einzelkämpfer*innen zu, das Thema technisch oder thematisch zu beackern. Und im Kleinen und Privaten ist es bis auf wenige Ausnahmen noch schwieriger. (1/2)

          marcozehe@norden.socialM 1 Antwort Letzte Antwort
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          • marcozehe@norden.socialM marcozehe@norden.social

            @WestphalDenn @Brailly615 @AnyaKarl Dieses Muster wiederholt sich seit Anbeginn der Barrierefreiheitsthematik immer wieder und ist auch ein wesentlicher Faktor, warum ich heute in EM-Rente bin. Selbst in Firmen, denen das Thema angeblich wichtig ist, fällt es letztendlich einigen wenigen Einzelkämpfer*innen zu, das Thema technisch oder thematisch zu beackern. Und im Kleinen und Privaten ist es bis auf wenige Ausnahmen noch schwieriger. (1/2)

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            marcozehe@norden.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #65

            Lediglich wenn Menschen MMB im familiären Umfeld haben, haben sie das Thema automatisch parat und achten drauf. Alle anderen müssen immer wieder drauf gestoßen werden. (2/2)

            brailly615@caneandable.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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            • W westphaldenn@freiburg.social

              @Brailly615 @AnyaKarl Da stimme ich zu. Insbesondere, weil in letzter Zeit die interessiert mich nicht Fraktion mehr oder zumindest lauter geworden ist, sage ich kaum noch was. Es macht nämlich einfach müde. Aktuell stimmen acht Prozent der Aussage zu, dass das Thema nur noch nerven würde. Vermutlich bei einem Kreis der Angesprochenen, der recht reflektiert ist. Bei mir führt das dazu, dass ich mich nach und nach zurückziehe. Zumindest beobachte ich bei mir selbst, dass ich mich nahezu gar nicht mehr in Mastodon beteilige. Ob es nur mir so geht, vermag ich nicht zu sagen.

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              brailly615@caneandable.social
              schrieb zuletzt editiert von
              #66

              @WestphalDenn @AnyaKarl Es ist nicht so, dass ich mich aus Mastodon zurückziehe, es gibt ja viele Themen, nicht nur die Barrierefreiheit. Aber an Diskussionen dazu beteilige ich mich kaum noch. Als neulich der eine CDU-Politiker uns die Nutzung veralteter Software unterstellt hat, war ich mal wieder kurz davor. Aber dann habe ich es doch gelassen. Man muss einfach immer so viel kämpfen, wenn man zu einer Minderheit gehört. Oft um Selbstverständlichkeiten, die aber notwendig sind, um den Alltag/die Arbeit/den Haushalt so selbstbestimmt wie möglich zu organisieren. Ich lebe ausserdem noch mit einem Partner mit einer anderen Behinderung zusammen, der auch meine Unterstützung einfordert mich für seine Bedürfnise mit einzusetzen und gegen das mit vorzugehen, was ihm den Alltag erschwert. (Er hilft mir natürlich auch, meinen zu erleichtern). Meine Energiereserven sind allerdings auch begrenzt. Und wenn ich schon mobil mache, ohne mit großem Erfolg zu rechnen, dann doch am ehesten für die Dinge, die er oder ich am notwendigsten brauchen...

              anyakarl@norden.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
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              • marcozehe@norden.socialM marcozehe@norden.social

                Lediglich wenn Menschen MMB im familiären Umfeld haben, haben sie das Thema automatisch parat und achten drauf. Alle anderen müssen immer wieder drauf gestoßen werden. (2/2)

                brailly615@caneandable.socialB This user is from outside of this forum
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                brailly615@caneandable.social
                schrieb zuletzt editiert von
                #67

                @marcozehe Es ist ja auch normal irgendwie. Mensch hat halt nur begrenzte Energie, begrenztes Fassusvermögen und einen eigenen Überlebenstrieb, klar, dass er sich vorrangig für das interessiert, was ihn selbst betrifft. Aber — auch wenn das resigniert klingt — genau das ist der Grund, warum Inklusion immer ein Ideal bleiben und nie vollständig gelingen wird.

                marcozehe@norden.socialM 1 Antwort Letzte Antwort
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                • brailly615@caneandable.socialB brailly615@caneandable.social

                  @marcozehe Es ist ja auch normal irgendwie. Mensch hat halt nur begrenzte Energie, begrenztes Fassusvermögen und einen eigenen Überlebenstrieb, klar, dass er sich vorrangig für das interessiert, was ihn selbst betrifft. Aber — auch wenn das resigniert klingt — genau das ist der Grund, warum Inklusion immer ein Ideal bleiben und nie vollständig gelingen wird.

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                  marcozehe@norden.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #68

                  @Brailly615 Ja, das befürchte ich auch. Ich habe immer versucht, auch andere Bedürfnisse mit zu berücksichtigen, nicht nur die Barrierefreiheit für Blinde zu machen, obwohl das bei Software durchaus meist den Löwenanteil ausmacht. Zumindest zu erklären versucht habe ich z. B. Dinge wie Kontraste, zoombarkeit, oder die Notwendigkeit, dass man auch mit anderen Geräten als Tastatur und Maus Dinge bedienen können muss. (1/2)

                  marcozehe@norden.socialM 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • marcozehe@norden.socialM marcozehe@norden.social

                    @Brailly615 Ja, das befürchte ich auch. Ich habe immer versucht, auch andere Bedürfnisse mit zu berücksichtigen, nicht nur die Barrierefreiheit für Blinde zu machen, obwohl das bei Software durchaus meist den Löwenanteil ausmacht. Zumindest zu erklären versucht habe ich z. B. Dinge wie Kontraste, zoombarkeit, oder die Notwendigkeit, dass man auch mit anderen Geräten als Tastatur und Maus Dinge bedienen können muss. (1/2)

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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #69

                    Aber allein für die Screen-Reader-Funktionalität ist vieles so komplex, dass das viel Energie verbraucht. (2/2)

                    1 Antwort Letzte Antwort
                    0
                    • viviana@hessen.socialV viviana@hessen.social

                      @AnyaKarl Schwierig zu sagen, ich habe schon oft Kommentare gelesen, die nicht freundlich waren, mehr "Fingerzeig besserwisserisch" ... Ich bemühe mich meine Sachen so gut zu beschreiben, wie es geht und oft über Barrierefreiheit zu posten (ist Teil meiner Arbeit als Webentwicklerin) in der Hoffnung, dass diejenigen, die bis jetzt keine Alt-Texte genutzt haben, anfangen umzudenken.

                      seitansbraten@chaos.socialS This user is from outside of this forum
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                      seitansbraten@chaos.social
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #70

                      @viviana @AnyaKarl ein 'da fehlt noch der Alt-text/Bildbeschreibung' ist neutral. Kann ergänzt werden durch 'ich würde das nämlich gern boosten, aber'

                      Gar nichts zu schreiben bringt halt weder den Erstellenden was, die manchmal gar nichts von der Funktion wissen oder es manchmal einfach vergessen haben, noch den Menschen mit Sehbehinderung, denn eine Bildbeschreibung bekommen sie so ja trotzdem nicht.

                      1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • expertenkommision_cyberunfall@mastodon.socialE expertenkommision_cyberunfall@mastodon.social

                        @AnyaKarl

                        Menschen suchen sich gerne ihresgleichen. Immer wieder daran erinnert zu werden, das das eigene Realiätserleben bei anderen (teilweise gänzlich) anders ist, ist für viele anstrengend.
                        Das macht inklusives Verhalten anstrengend, regelmässig darauf angesprochen zu werden noch anstrengender.
                        Dauernde, wellenartige Belehrungsorgien, gefühltes wegmobben von hilfreichen Tools (altbot) und unterschiedlichste Bewertungen der Texte hinterlassen ein schales Gefühl.

                        seitansbraten@chaos.socialS This user is from outside of this forum
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                        seitansbraten@chaos.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #71

                        @expertenkommision_cyberunfall @AnyaKarl Belehrungsorgien. Aha.

                        Ich sag's mal so: wer halt trotz Hinweisen keine Bildbeschreibungen macht, wird halt auch immer wieder drauf hingewiesen. Das ist auch keine Belehrung, das fühlt sich nur so an weil 'ich wär gern perfekt & jetzt erzählt die mir, dass ich es nicht bin's

                        Mach einfach Bildbeschreibungen und gut is

                        expertenkommision_cyberunfall@mastodon.socialE 1 Antwort Letzte Antwort
                        0
                        • exiltoaster@fedifreu.deE exiltoaster@fedifreu.de

                          @AnyaKarl bin mir nicht sicher ob ich es gut finde. Könnte sein das Menschen von Hinweisen nur genervt sind, aber ihr Verhalten nicht ändern (was man wiederum kritisieren kann, aber auch das wird mglw. nichts verändern.)

                          Klar, sind Bildbeschreibungen wichtig um Menschen, die darauf angewiesen sind, teilhaben zu lassen. Nur die die es nicht wollen, wollen (so meine Wahrnehmung) auch nach einer Bitte eher selten Bildbeschreibungen erstellen. Warum auch immer. Aus Trotz. Aus Überlegenheitsgefühl. Aus Ignoranz. 🤷

                          Ob da ein Bitten hilft vermag ich anzuzweifeln. (Arschloch bleibt nicht selten ein Arschloch, auch wenn man größtenteils freundlich bittet keines mehr zu sein, da hilft auch kein Don Quijote.)

                          seitansbraten@chaos.socialS This user is from outside of this forum
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                          seitansbraten@chaos.social
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #72

                          @exiltoaster @AnyaKarl Aha. Und ich weiß dann vorher warum genau, wie mein Gegenüber so drauf ist? Soll ich jetzt bei jeder fehlenden Bildbeschreibung erstmal recherchieren, ob die Person schon mal drauf aufmerksam gemacht wurde und wie die Resonanz darauf war?

                          Mal abgesehen davon, dass es ja erst eine 'Belehrung' wird, wenn das Gegenüber anfängt, lang & breit zu erklären, wieso es keine Lust & Zeit für Barrierefreiheit hat. Dann muss ich nämlich erklären, wieso es die braucht.

                          exiltoaster@fedifreu.deE 1 Antwort Letzte Antwort
                          0
                          • anyakarl@norden.socialA anyakarl@norden.social

                            In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.

                            Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.

                            Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?

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                            #Barrierefreiheit

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #73

                            @AnyaKarl Meine Mama war 25 Jahre lang schwerbehindert. Der Begriff Ableismus hat sie irgendwann nur noch wütend gemacht. Sie meinte, sie habe unter diesem Begriff nie konstruktive und zielführende Gespräche gehabt. Stattdessen ging es meist am Thema vorbei (bzw kaprizierte sich auf kleine Einzelthemen und blendete viel zu viel aus) und hatte ihr zu viele erhobene Zeigefinger.
                            Beispiel Ableismus in der Sprache: Die Diskussion darüber ist selbst ableistisch, weil sie ausblendet, dass Menschen, die auf leichte Sprache angewiesen sind, nicht einordnen können, weshalb "toll" oder "sich taub stellen" etc. schwierig sind. Diese trauen sich dann gar nicht mehr, zu sprechen, weil sie fürchten, angegangen zu werden.
                            Auch bei Bildbeschreibungen gibt es so Gründe, die selten in Betracht gezogen werden.
                            Da finde ich den Diskurs nicht offen genug mit Hang zum dogmatischen. Die Kritik daran verstehe und teile ich.

                            Ich finde Inklusion sehr wichtig. Nur die Art, wie sie oft eingefordert wird, alles andere als zielführend.

                            1 Antwort Letzte Antwort
                            0
                            • anyakarl@norden.socialA anyakarl@norden.social

                              @HerrKlamauk
                              Danke für die Antwort. Leider sorgen auch freundliche Bitten meist nicht dafür. Vielleicht verlieren einige dann auch mal die Geduld. Es gibt also unfreundliche Ausnahmen, die vielen freundlichen scheinen dafür leider nicht im Gedächtnis zu bleiben.

                              Dein erstes Beispiel ist zumindest eine sachliche Info, die ja einen Grund hat, der immer wieder untergeht: die Bedürfnisse behinderter Menschen.

                              Das mit Mastodon & Bluesky halte ich für übertrieben. Wie oft kam das wirklich vor?

                              angelacarstensen@mastodon.onlineA This user is from outside of this forum
                              angelacarstensen@mastodon.onlineA This user is from outside of this forum
                              angelacarstensen@mastodon.online
                              schrieb zuletzt editiert von
                              #74

                              @AnyaKarl @HerrKlamauk

                              Das ist ein wichtiger Punkt, dass unsere Wahrnehmung nicht unbedingt immer der Realität entsprechen muss. Die einen sehen anscheinend permanent Bilder ohne Beschreibung und werden häufig angeblafft, wenn sie bewusst höflich darum bitten.

                              Die anderen nehmen es so wahr, dass ihnen dauernd sofort auf die Füße getreten wird.

                              Weil die negativen Interaktionen intensiver im Gedächtnis bleiben.

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              0
                              • anyakarl@norden.socialA anyakarl@norden.social

                                @HerrKlamauk
                                Beim letzten Teil hast du mich missverstanden.

                                Meinte nicht, dass du dich gegen das Engagement entschieden hättest, sondern dass du schriebst, dass der Hinweis auf Alttexte nicht für diese gesorgt hätte, "sondern nur dafür, dass die Leute sich von Mastodon in Richtung Bluesky verabschiedeten, weil sie sich bevormundet fühlten".

                                Da du auf Nachfrage gar nicht sicher warst, dass diese 2 Fälle wirklich deshalb gingen, finde ich es schwierig, anhand dieser hier zu urteilen.

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                                angelacarstensen@mastodon.onlineA This user is from outside of this forum
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                                angelacarstensen@mastodon.online
                                schrieb zuletzt editiert von
                                #75

                                @AnyaKarl

                                Ich habe das Gefühl, dass an die Menschen, die sich um soziale Dinge Gedanken machen und darüber sprechen, deutlich höhere Ansprüche angelegt werden, wie sie sich auszudrücken und zu benehmen haben.

                                Diejenigen, die sich eh schon dagegen entschieden haben, das zu machen, wovon sie eigentlich wissen dass es netter wäre, haben dagegen wohl einen Freifahrtschein dadurch.

                                Tone-Policing gibt es hauptsächlich von denen, die sich ansonsten von der Freundlichkeit her nicht zu reinhängen.

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • anyakarl@norden.socialA anyakarl@norden.social

                                  In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.

                                  Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.

                                  Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?

                                  Bitte teilen!

                                  #Barrierefreiheit

                                  anyakarl@norden.socialA This user is from outside of this forum
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                                  anyakarl@norden.social
                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #76

                                  Die Umfrage ist geschlossen. Eine allgemeine Aussage über das Ergebnis samt Diskussion wäre angesichts der Anzahl der Abstimmenden meiner Meinung nach unpassend.

                                  Repräsentative Ergebnisse waren natürlich nicht zu erwarten, das ist klar, mehr Stimmen hätten jedoch das Potential gehabt, die Gesamtstimmung besser einschätzen zu können.

                                  Für mich persönlich war die Umfrage wie der Umgang mit dem Thema sehr wichtig. Danke an alle, die sich mittels Teilen, Abstimmen & Kommentieren beteiligt haben.

                                  hope_n_beauty@mastodon.worldH 1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • seitansbraten@chaos.socialS seitansbraten@chaos.social

                                    @exiltoaster @AnyaKarl Aha. Und ich weiß dann vorher warum genau, wie mein Gegenüber so drauf ist? Soll ich jetzt bei jeder fehlenden Bildbeschreibung erstmal recherchieren, ob die Person schon mal drauf aufmerksam gemacht wurde und wie die Resonanz darauf war?

                                    Mal abgesehen davon, dass es ja erst eine 'Belehrung' wird, wenn das Gegenüber anfängt, lang & breit zu erklären, wieso es keine Lust & Zeit für Barrierefreiheit hat. Dann muss ich nämlich erklären, wieso es die braucht.

                                    exiltoaster@fedifreu.deE This user is from outside of this forum
                                    exiltoaster@fedifreu.deE This user is from outside of this forum
                                    exiltoaster@fedifreu.de
                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #77

                                    @Seitansbraten ob du vorher nachschaust oder nicht ist deine freie Entscheidung, ob du nach missfallen einer Antwort ins belehrende übergehst auch (im übrigen denke ich das du das nicht musst). Ob das dir und dem gegenüber guttut und ob es sinnbringend, wirkungsvoll ist sollte man mMn zusätzlich auch noch betrachten.

                                    Aber ja, kann als ein sehr emotionalisierendes Thema wahrgenommen werden.
                                    @AnyaKarl

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • brailly615@caneandable.socialB brailly615@caneandable.social

                                      @AnyaKarl @WestphalDenn Ich bin zwiegespalten. Als Betroffene freut es mich auf der einen Seite, dass das Thema immer wieder auf dem Schirm landet. Auf der anderen Seite habe ich tatsächlich das Gefühl, dass es wenig bringt. Ich bin einfach sehr müde. Egal, ob es um Bildbeschreibungen im Fedeverse geht, barrierefreie Haushaltsgeräte oder um die Barrierefreiheit von Apps großer Firmen, ständig gegen Mauern zu rennen kostet unglaublich viel Energie. Klar, ohne diese Energie ändert sich nicht einmal etwas kleines und auch klar: wenn WIR sie nicht aufbringen, wird es niemand für uns tun. Aber... *Seufz!*

                                      anyakarl@norden.socialA This user is from outside of this forum
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                                      anyakarl@norden.social
                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #78

                                      @Brailly615 @WestphalDenn
                                      Teile deine Meinung komplett. Es bringt wenig bis gar nichts, egal wo & worum man konkret kämpft, aber was wäre, wenn man damit aufhören würde? Es ist, wie du sagst.

                                      Der Umgang mit, viele Kommentare & das Ergebnis der Umfrage sind für mich in mehrfacher Hinsicht leider auch sehr aussagekräftig & komplett ernüchternd.

                                      Welche Konsequenzen ich daraus ziehe, weiß ich noch nicht, auch wenn ich sie sogar erstellt habe, weil mir der Rückzug bereits im Kopf herumgeisterte.

                                      1 Antwort Letzte Antwort
                                      0
                                      • W westphaldenn@freiburg.social

                                        @Brailly615 @AnyaKarl Da stimme ich zu. Insbesondere, weil in letzter Zeit die interessiert mich nicht Fraktion mehr oder zumindest lauter geworden ist, sage ich kaum noch was. Es macht nämlich einfach müde. Aktuell stimmen acht Prozent der Aussage zu, dass das Thema nur noch nerven würde. Vermutlich bei einem Kreis der Angesprochenen, der recht reflektiert ist. Bei mir führt das dazu, dass ich mich nach und nach zurückziehe. Zumindest beobachte ich bei mir selbst, dass ich mich nahezu gar nicht mehr in Mastodon beteilige. Ob es nur mir so geht, vermag ich nicht zu sagen.

                                        anyakarl@norden.socialA This user is from outside of this forum
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                                        anyakarl@norden.social
                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #79

                                        @WestphalDenn @Brailly615 Empfinde es wie du, es ist schlimmer geworden. Insbesondere weil die, die sich ableistisch verhalten haben, jetzt auch noch Verständnis & Unterstützung bekommen, sogar bemitleidet werden, die Opferrolle erfolgreich einnehmen können. Der Stellenwert, den behinderte Menschen in der Gesellschaft haben, wird hier in letzter Zeit schmerzhaft deutlich. Egal, wie verständnisvoll, geduldig & freundlich sie bleiben. Denke da auch an viele deiner Kommentare, die ignoriert wurden.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • brailly615@caneandable.socialB brailly615@caneandable.social

                                          @WestphalDenn @AnyaKarl Es ist nicht so, dass ich mich aus Mastodon zurückziehe, es gibt ja viele Themen, nicht nur die Barrierefreiheit. Aber an Diskussionen dazu beteilige ich mich kaum noch. Als neulich der eine CDU-Politiker uns die Nutzung veralteter Software unterstellt hat, war ich mal wieder kurz davor. Aber dann habe ich es doch gelassen. Man muss einfach immer so viel kämpfen, wenn man zu einer Minderheit gehört. Oft um Selbstverständlichkeiten, die aber notwendig sind, um den Alltag/die Arbeit/den Haushalt so selbstbestimmt wie möglich zu organisieren. Ich lebe ausserdem noch mit einem Partner mit einer anderen Behinderung zusammen, der auch meine Unterstützung einfordert mich für seine Bedürfnise mit einzusetzen und gegen das mit vorzugehen, was ihm den Alltag erschwert. (Er hilft mir natürlich auch, meinen zu erleichtern). Meine Energiereserven sind allerdings auch begrenzt. Und wenn ich schon mobil mache, ohne mit großem Erfolg zu rechnen, dann doch am ehesten für die Dinge, die er oder ich am notwendigsten brauchen...

                                          anyakarl@norden.socialA This user is from outside of this forum
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                                          anyakarl@norden.social
                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #80

                                          @Brailly615 @WestphalDenn
                                          Erneute Zustimmung zu allem. Insbesondere zu den letzten beiden Sätzen. Es kostet alles viel zu viel Kraft, da muss man priorisieren, um sich nicht komplett aufzureiben.
                                          Wie es sich hier in letzter Zeit entwickelt hat, ist nicht gut und tut nicht gut. Die Ereignisse rund um den blumigen Herren betrachte ich als eine Art Kipppunkt. Dabei geht es gar nicht mal um sein Verhalten, sondern die Folge dessen. Ihn kann man ignorieren, blocken, nicht aber die Gesamtstimmung.

                                          1 Antwort Letzte Antwort
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