Nach #CransMontana habe ich beschlossen, hier mal eine Sammlung von Dingen zu machen, die in der #Schweiz schief laufen.
-
@needlesslivemore deine Freiheit, nicht zu planen und vorzusorgen beschneidet dann meine Freiheit. Solidarität mit Kranken, Kindern etc ja, aber ich mag nicht (zu viel) für die einstehen, die jetzt oder früher im Leben ‚keinen Bock‘ hatten und falsche Entscheidungen getroffen haben.
@BioSchweiz jetzt finde ich das bisschen komisch, wir kennen uns glaub nicht, für mich muss keine sorgen, bin gut versorgt, auch mit zahlreichen Privilegien.
Mir geht es aber genau darum, jene die keine oder wenig Privilegien haben, sollten dennoch Gleicheit erhalten. Menschenrecht. ( nicht alle exakt gleichviel haben, sondern im Sinn von Rechte und Pflichten und Möglichkeiten entfalten. Bezüglich Materiellem aber doch mit Minimum und Maximum, die politisch auszuhandeln wären und Mechanismen, die nicht wieder zum Anstieg der Ungleichheit führen).
Das Narrativ, dass alle könnten die wollten ist halt auch politisch und teile ich nicht... -
@nelement @sibylle naja, besser als die Schulden mir zu übergeben? Wer soll sie sonst zahlen? Dafür gibts ja KK : damit man was einzahlt und bei Bedarf was rauskriegt. Ohne Einzahler funktioniert das halt nicht. Und wenn sie am Ende eben doch behandelt werden, finde ich das im prinzip ok (wie gesagt, kenne das Thema gar nicht)
@BioSchweiz @sibylle
Warum sollten Kinder Schulden übernehmen, die Eltern gemacht haben?Lieber übernehme ich als Teil der Gesellschaft übrigens die Investitionen in die Gesundheit der Gesamtbevölkerung als zB Banken zu retten und steuerfreie Erbschaften für Superreiche zu ermöglichen. Würden wir es anders handhaben, wäre die Kostendeckung und nötige Investitionen ohne Weiteres möglich. Eine Einheitskasse würde auch das Geld bei uns halten, statt es nach oben zu verteilen.
-
@BioSchweiz ja, aber manchmal sind die Folgen halt so gross, dass der sich dann wegduckt und wiederum die Gemeinschaft betroffen ist
@needlesslivemore manchmal, dann muss die Gemeinschaft die Folgen mindern helfen. Aber das finde ich trotzdem besser als vorausschauend alle zu gängeln.
-
@BioSchweiz im ersten post schriebst du von halbherziger Organisation und fehlender Kontrolle. Beides könnte eine Politik verbessern
@needlesslivemore ja, könnte sie. Zumindest teilweise. Aber es ist ja nicht so, als ob in Staaten mit mehr Kontrollinstanzen keine Fehler gemacht werden, keine Korruption herrscht. Geht es den Leuten ‚overall‘ besser mit mehr Kontrollen? Oder wird am Ende nur mehr Geld ausgegeben für mehr Kontrolleute, und die Probleme häufen sich woanders an?
-
@BioSchweiz jetzt finde ich das bisschen komisch, wir kennen uns glaub nicht, für mich muss keine sorgen, bin gut versorgt, auch mit zahlreichen Privilegien.
Mir geht es aber genau darum, jene die keine oder wenig Privilegien haben, sollten dennoch Gleicheit erhalten. Menschenrecht. ( nicht alle exakt gleichviel haben, sondern im Sinn von Rechte und Pflichten und Möglichkeiten entfalten. Bezüglich Materiellem aber doch mit Minimum und Maximum, die politisch auszuhandeln wären und Mechanismen, die nicht wieder zum Anstieg der Ungleichheit führen).
Das Narrativ, dass alle könnten die wollten ist halt auch politisch und teile ich nicht...@needlesslivemore das war ein übertragendes ‚du‘, sorry! Ich kenne dich ja nicht. Recht auf Gleichheit ist übrigens kein Menschenrecht,das hast du dir ausgedacht! Es gibt das Menschenrecht auf Arbeit und Bildung: da müsste man ansetzen. Hol dir die beste Ausbildung,zu der du fähig bist, und dann gehe arbeiten und verdiene was du kannst. Nur wer das nicht kann, braucht Hilfe von der Gemeinschaft.
-
@BioSchweiz @sibylle
Warum sollten Kinder Schulden übernehmen, die Eltern gemacht haben?Lieber übernehme ich als Teil der Gesellschaft übrigens die Investitionen in die Gesundheit der Gesamtbevölkerung als zB Banken zu retten und steuerfreie Erbschaften für Superreiche zu ermöglichen. Würden wir es anders handhaben, wäre die Kostendeckung und nötige Investitionen ohne Weiteres möglich. Eine Einheitskasse würde auch das Geld bei uns halten, statt es nach oben zu verteilen.
@nelement @sibylle umgekehrt: warum sollte die Gemeinschaft Schulden von wildfremden Leuten übernehmen, wenn sie gewählt haben, mit ihrem Leben/ ihrem Geld was anderes zu machen als Zuwendungen an die Gemeinschaft zu leisten? Ich finde es nicht gut, mit ‚wir‘ und ‚die da oben‘ zu argumentieren. Wenn ‚die da oben‘ sich nicht mehr als Teil des ‚wir’ empfinden würden, wäre weniger Geld für alle da. Deine/ meine Steuern könnten jedenfalls nicht unseren öffentlichen Wohlstand bezahlen.
-
@needlesslivemore das war ein übertragendes ‚du‘, sorry! Ich kenne dich ja nicht. Recht auf Gleichheit ist übrigens kein Menschenrecht,das hast du dir ausgedacht! Es gibt das Menschenrecht auf Arbeit und Bildung: da müsste man ansetzen. Hol dir die beste Ausbildung,zu der du fähig bist, und dann gehe arbeiten und verdiene was du kannst. Nur wer das nicht kann, braucht Hilfe von der Gemeinschaft.
@BioSchweiz denke wir reden aneinander vorbei, ob unabsichtlich mag ich nicht beurteilen, aber mir geht jetzt die Debattierlust aus. Vielleicht magst du dir auch nur nicht vorstellen, dass es auch in der Schweiz Menschen gibt, die unverschuldet armutsbetroffen sind oder aus anderen Gründen nicht gleich behandelt werden und daher andere (schlechtere) Chancen bekommen. So bisschen kommen mir deine Einträge in der Bio von Mastodon vor. Trotzdem schönen Abend und gute Zeit.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
https://unric.org/de/allgemeine-erklaerung-menschenrechte/
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichheit -
@nelement @sibylle umgekehrt: warum sollte die Gemeinschaft Schulden von wildfremden Leuten übernehmen, wenn sie gewählt haben, mit ihrem Leben/ ihrem Geld was anderes zu machen als Zuwendungen an die Gemeinschaft zu leisten? Ich finde es nicht gut, mit ‚wir‘ und ‚die da oben‘ zu argumentieren. Wenn ‚die da oben‘ sich nicht mehr als Teil des ‚wir’ empfinden würden, wäre weniger Geld für alle da. Deine/ meine Steuern könnten jedenfalls nicht unseren öffentlichen Wohlstand bezahlen.
@BioSchweiz @sibylle
Ich kann nur annehmen, dass du wenig Ahnung hast von der Lebensrealität vieler Menschen, die in der Schweiz leben.
Dir kommt offenbar nicht in den Sinn, dass die "Wahl" nicht selten ist: essen oder KK-Beiträge? Kleider für die Kinder oder KK-Beiträge? Oder ähnlich.Man kann in solchen Situationen auch nicht einfach zum Sozialdienst. Ich zB habe in Armut gelebt, um eine Ausbildung machen zu können. (Bei den heutigen Beiträgen an die KK wäre das vlt nicht mehr möglich.)
/1
-
@BioSchweiz @sibylle
Ich kann nur annehmen, dass du wenig Ahnung hast von der Lebensrealität vieler Menschen, die in der Schweiz leben.
Dir kommt offenbar nicht in den Sinn, dass die "Wahl" nicht selten ist: essen oder KK-Beiträge? Kleider für die Kinder oder KK-Beiträge? Oder ähnlich.Man kann in solchen Situationen auch nicht einfach zum Sozialdienst. Ich zB habe in Armut gelebt, um eine Ausbildung machen zu können. (Bei den heutigen Beiträgen an die KK wäre das vlt nicht mehr möglich.)
/1
Das war damals der einzige Weg, um langfristig genug Geld für mich und die Kinder zu generieren.
Wer aber eine Ausbildung macht, erhält keine Sozialhilfe. Wer sich beim Sozialdienst anmeldet, muss die Ausbildung abbrechen. Egal wie vielversprechend die Situation ist.Anderes Beispiel:
Wer bis und mit C-Ausweis hat, wird sich nicht auf dem Sozialdienst anmelden, wenn es irgendwie geht. Weil einem der Aufenthaltsstatus aberkannt werden kann, wenn man Sozialhilfe bezieht.
/2 -
Das war damals der einzige Weg, um langfristig genug Geld für mich und die Kinder zu generieren.
Wer aber eine Ausbildung macht, erhält keine Sozialhilfe. Wer sich beim Sozialdienst anmeldet, muss die Ausbildung abbrechen. Egal wie vielversprechend die Situation ist.Anderes Beispiel:
Wer bis und mit C-Ausweis hat, wird sich nicht auf dem Sozialdienst anmelden, wenn es irgendwie geht. Weil einem der Aufenthaltsstatus aberkannt werden kann, wenn man Sozialhilfe bezieht.
/2Ja. Auch mit einem C-Ausweis. Ja - auch wenn man schon in der 2. oder 3. Generation in der Schweiz lebt.
Und eine zukünftige Einbürgerung würde noch schwieriger werden.Dies sind nur zwei von vielen möglichen Beispielen, wo durchaus vernünftiges Handeln hinter solchen Geschichten steht.
Ich finde es erstaunlich, wie viele Schweizer*innen sehr wenig Ahnung haben von Lebensrealitäten in der Schweiz.
/3
-
Ja. Auch mit einem C-Ausweis. Ja - auch wenn man schon in der 2. oder 3. Generation in der Schweiz lebt.
Und eine zukünftige Einbürgerung würde noch schwieriger werden.Dies sind nur zwei von vielen möglichen Beispielen, wo durchaus vernünftiges Handeln hinter solchen Geschichten steht.
Ich finde es erstaunlich, wie viele Schweizer*innen sehr wenig Ahnung haben von Lebensrealitäten in der Schweiz.
/3
Man will zwar angeblich eine humanitäre, soziale Schweiz - .... aber ganz ganz schnell ist es zu sozial und man glaubt genau zu wissen, wer woran selber Schuld hat.
Die Schuldzuweisungen können wir uns sparen und stattdessen eine soziale, tragfähige Gesellschaft organisieren, die darauf vertraut, dass die allermeisten Menschen sehr wohl einen wertvollen Beitrag leisten - wenn man sie denn auch lässt und wenn wertvoll nicht allein durch die Wirtschaft diktiert wird.
/4
-
Man will zwar angeblich eine humanitäre, soziale Schweiz - .... aber ganz ganz schnell ist es zu sozial und man glaubt genau zu wissen, wer woran selber Schuld hat.
Die Schuldzuweisungen können wir uns sparen und stattdessen eine soziale, tragfähige Gesellschaft organisieren, die darauf vertraut, dass die allermeisten Menschen sehr wohl einen wertvollen Beitrag leisten - wenn man sie denn auch lässt und wenn wertvoll nicht allein durch die Wirtschaft diktiert wird.
/4
Manche eine*r ist so viel elitärer, als er*sie denkt. Aber dazu wird in der Schule halt auch sehr viel weniger gelernt, als es gut wäre für unsere gesellschaftliche Entwicklung.
Ach ja - und was die Höhe der Steuern anbelangt - wer tatsächlich wieviel beiträgt - dazu gibt es sicherlich bessere Quellen, als die, auf die Du dich beziehst. Das ist ein Narrativ, welches den Realitäten nicht standhält.
5/5