Egal in welchem Zusammenhang, ob witzig, "das ist normaler Sprachgebrauch" bis hin zu "stell dich nicht so an"...
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Egal in welchem Zusammenhang, ob witzig, "das ist normaler Sprachgebrauch" bis hin zu "stell dich nicht so an"... Ich habe ein riesiges Problem - und ja, ICH habe das Problem - den Ausspruch "Stock im Arsch" zu lesen oder zu hören.
Das habe ich buchstäblich im Alter von 8 Jahren aufwärts bis zu meinem 10. Lebensjahr öfter erfahren. Und erst zwei Jahre später, mit 12 war der regelmäßige Horror vorbei - zumindest körperlich.
Das macht was mit mir... und es ist etwas, was ich bis heute noch nicht verarbeiten konnte.
Wenn ich's lese bin ich wieder ein kleiner Junge.
Spüre es körperlich und die Angst, Panik und Scham steigen in mir hoch.
Vielleicht sollten alle mal überlegen, was RapeCulture alles beinhaltet und wie Menschen damit klar kommen müssen - auch wenn es "nur" Sprache ist.
#PTSD #Missbrauch #Retraumatisierung #RapeCulture@nocci Ich finde es immer wieder schlimm zu lesen, was dir damals passiert ist. Trotzdem möchte ich dir einmal dafür danken, dass du so etwas mitteilst.
Dass unsere alltägliche Sprache viele einfach verletzt ist etwas, was ich erst in meiner Zeit hier im Fedi so richtig begriffen habe. Und ich bin sehr dankbar für all dieses Hinweise. Sie helfen mir dabei, bewusster mit Sprache umzugehen und meine eigene Wortwahl zu hinterfragen.
Das ist total anstrengend, keine Frage. Und ich falle auch immer mal wieder in "alte Muster" zurück, weil die neuen noch nicht genug einstudiert sind. Aber es lohnt sich einfach.
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Egal in welchem Zusammenhang, ob witzig, "das ist normaler Sprachgebrauch" bis hin zu "stell dich nicht so an"... Ich habe ein riesiges Problem - und ja, ICH habe das Problem - den Ausspruch "Stock im Arsch" zu lesen oder zu hören.
Das habe ich buchstäblich im Alter von 8 Jahren aufwärts bis zu meinem 10. Lebensjahr öfter erfahren. Und erst zwei Jahre später, mit 12 war der regelmäßige Horror vorbei - zumindest körperlich.
Das macht was mit mir... und es ist etwas, was ich bis heute noch nicht verarbeiten konnte.
Wenn ich's lese bin ich wieder ein kleiner Junge.
Spüre es körperlich und die Angst, Panik und Scham steigen in mir hoch.
Vielleicht sollten alle mal überlegen, was RapeCulture alles beinhaltet und wie Menschen damit klar kommen müssen - auch wenn es "nur" Sprache ist.
#PTSD #Missbrauch #Retraumatisierung #RapeCulture@nocci
Du mutiger toller Mensch.Höchster Respekt vor deiner Lebensgeschichte und dem, was du daraus gemacht hast.
Ich verbeuge mich vor dir.
️ -
@nocci
Du mutiger toller Mensch.Höchster Respekt vor deiner Lebensgeschichte und dem, was du daraus gemacht hast.
Ich verbeuge mich vor dir.
️@RitaWerner@mastodon.social
Danke.... irgendwann hatte ich mal vor das alles und noch viel mehr in ein "echtes Buch" zu gießen.
Vielleicht irgendwann mal. -
Egal in welchem Zusammenhang, ob witzig, "das ist normaler Sprachgebrauch" bis hin zu "stell dich nicht so an"... Ich habe ein riesiges Problem - und ja, ICH habe das Problem - den Ausspruch "Stock im Arsch" zu lesen oder zu hören.
Das habe ich buchstäblich im Alter von 8 Jahren aufwärts bis zu meinem 10. Lebensjahr öfter erfahren. Und erst zwei Jahre später, mit 12 war der regelmäßige Horror vorbei - zumindest körperlich.
Das macht was mit mir... und es ist etwas, was ich bis heute noch nicht verarbeiten konnte.
Wenn ich's lese bin ich wieder ein kleiner Junge.
Spüre es körperlich und die Angst, Panik und Scham steigen in mir hoch.
Vielleicht sollten alle mal überlegen, was RapeCulture alles beinhaltet und wie Menschen damit klar kommen müssen - auch wenn es "nur" Sprache ist.
#PTSD #Missbrauch #Retraumatisierung #RapeCulture@nocci@punk.cyber77.de Danke, dass du das so offen aussprichst - so kann unsereins darauf eingehen. Diese Redensart wurde umgehend aus meinem Sprachgebrauch gelöscht. Ich kann das vollkommen nachvollziehen - ich habe ähnliches erlebt. Wir sind Überlebende, wir sind stark. Danke für deinen Mut.

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@nocci@punk.cyber77.de Danke, dass du das so offen aussprichst - so kann unsereins darauf eingehen. Diese Redensart wurde umgehend aus meinem Sprachgebrauch gelöscht. Ich kann das vollkommen nachvollziehen - ich habe ähnliches erlebt. Wir sind Überlebende, wir sind stark. Danke für deinen Mut.

@daswarkeinhuhn@netzkae.se
Bin froh, dass ich zumindest manchmal den Mut für solche Dinge finde. -
@nocci Ich finde es immer wieder schlimm zu lesen, was dir damals passiert ist. Trotzdem möchte ich dir einmal dafür danken, dass du so etwas mitteilst.
Dass unsere alltägliche Sprache viele einfach verletzt ist etwas, was ich erst in meiner Zeit hier im Fedi so richtig begriffen habe. Und ich bin sehr dankbar für all dieses Hinweise. Sie helfen mir dabei, bewusster mit Sprache umzugehen und meine eigene Wortwahl zu hinterfragen.
Das ist total anstrengend, keine Frage. Und ich falle auch immer mal wieder in "alte Muster" zurück, weil die neuen noch nicht genug einstudiert sind. Aber es lohnt sich einfach.
@vger@gts.necronomi.co
Weisst Du... vieles sitzt einfach so fest in der Sprache.
Ich kann lediglich manchmal einen Einblick geben, was dieses oder jenes in mir auslöst.
In der weitestgehenden Anonymität dieser Plattform traue ich mich das sogar.
Es gibt Dinge, die meine Therapeutin auch noch nicht gehört hat, auch wenn ich mich bei ihr total sicher fühle.
... und wenn es hier und da Leute anregt ein bisschen über sich und die Welt nachzudenken, vielleicht auch einen Blick durch meine Augen bekommen, dann ist das schon etwas, was ich sehr schätze. -
@RitaWerner@mastodon.social
Danke.... irgendwann hatte ich mal vor das alles und noch viel mehr in ein "echtes Buch" zu gießen.
Vielleicht irgendwann mal.Dann schreiben wir beide ein Buch.
🫂 -
Egal in welchem Zusammenhang, ob witzig, "das ist normaler Sprachgebrauch" bis hin zu "stell dich nicht so an"... Ich habe ein riesiges Problem - und ja, ICH habe das Problem - den Ausspruch "Stock im Arsch" zu lesen oder zu hören.
Das habe ich buchstäblich im Alter von 8 Jahren aufwärts bis zu meinem 10. Lebensjahr öfter erfahren. Und erst zwei Jahre später, mit 12 war der regelmäßige Horror vorbei - zumindest körperlich.
Das macht was mit mir... und es ist etwas, was ich bis heute noch nicht verarbeiten konnte.
Wenn ich's lese bin ich wieder ein kleiner Junge.
Spüre es körperlich und die Angst, Panik und Scham steigen in mir hoch.
Vielleicht sollten alle mal überlegen, was RapeCulture alles beinhaltet und wie Menschen damit klar kommen müssen - auch wenn es "nur" Sprache ist.
#PTSD #Missbrauch #Retraumatisierung #RapeCulture@nocci
Uff. Danke fürs Teilen.
In dem Kontext, in dem mir der Ausdruck heute begegnet ist, war es soo ätzend, aber ich konnte das nicht in Worte fassen.
Ich hoffe, das lesen und kapieren die Betreffenden. -
Dann schreiben wir beide ein Buch.
🫂Das Buch wird dann bestimmt verboten, weil unzumutbar für die Leute. [Sarkasm off].
Wüsste zu gern, wie mensch das verarbeiten soll, wenn‘s fünfzig Jahre nicht geklappt hat und Therapeuten ständig die Vorgehensweise ändern. Erfolglos. Die Betroffenen bleiben traumatisiert zurück. Immer. Kenne bis heute keine(n) der es geschafft hat, das wirklich abzuschütteln und drüber zu stehen. Es kommt immer wieder zurück. -
Das Buch wird dann bestimmt verboten, weil unzumutbar für die Leute. [Sarkasm off].
Wüsste zu gern, wie mensch das verarbeiten soll, wenn‘s fünfzig Jahre nicht geklappt hat und Therapeuten ständig die Vorgehensweise ändern. Erfolglos. Die Betroffenen bleiben traumatisiert zurück. Immer. Kenne bis heute keine(n) der es geschafft hat, das wirklich abzuschütteln und drüber zu stehen. Es kommt immer wieder zurück.@JohnMeils@mastodon.social
Ganz verarbeiten geht meines Erachtens nicht, da einracz in frühen Jahren unglaublich viel kaputt gemacht worden ist.
Es geht ja zB schon mit Vertrauen los, die jede soziale Interaktion betrifft.
Ich hatte "das Glück", dass es nicht in der Familie war, auch wenn ich aus Gründen 15 Jahre lang geschwiegen habe.
Sie wissen bis heute nur einen kleinen Bruchteil. Wer einer der Täter war zB. - ich weiß es ja selbst nicht mal komplett, wer wann usw.
Ich weiß, dass es Aufnahmen gibt, die die Runde gemacht haben.
Das alles macht vieles im Leben schwer bis unmöglich.
Ich selbst kann versuchen an Stellen hier und da öffentlich zu sagen, was war bzw was ist. In der Hoffnung, dass Menschen sensibilisiert werden.
Auch in Bezug auf ihr persönliches Umfeld. Aber wir Opfer wissen sehr schnell, wie wir unentdeckt bleiben (müssen) um irgendwie zu überleben.
Zumindest ist das meine Wahrnehmung.
Bis vor ca. 25 Jahren habe ich noch "versteckt" gelebt und mir und der Welt vorspielen können, dass alles fein ist.
Seit dem bricht jeden Tag ein bisschen mehr auf... ich kann davon schreiben. Alleine das, so verletzbar ich in diesem Moment bin, hilft mir. Irgendwie
@RitaWerner@mastodon.social -
@nocci
Uff. Danke fürs Teilen.
In dem Kontext, in dem mir der Ausdruck heute begegnet ist, war es soo ätzend, aber ich konnte das nicht in Worte fassen.
Ich hoffe, das lesen und kapieren die Betreffenden.@Rhabarberbaer@norden.social
Worte sind in solchen und ähnlichen Kontexten schwer, glaube ich.
Es geht darum, dass einem vielleicht bewusst wird, wie unvorstellbar grausam Menschen sein können.
Das es sich in der Sprache wiederspiegelt ist auch ein Teil. Es ist... schwierig sich selbst und anderen zu zeigen, was Menschen so machen.