Ab Mitte Februar beginnt für den #VogelDesJahres 2026 eine entscheidende Zeit: Rebhühner gehen auf Brautschau.
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Ab Mitte Februar beginnt für den #VogelDesJahres 2026 eine entscheidende Zeit: Rebhühner gehen auf Brautschau. In der Dämmerung hört man dann manchmal ein raues, scharrendes „Kirräck“ – ein Laut, der früher zum Alltag gehörte und heute selten geworden ist. Wer ihn noch hört, kann sich glücklich schätzen. Denn der Bestand des Rebhuhns ist in Bayern stark zurückgegangen.
Haben sich Hahn und Henne gefunden, bleiben sie sich meist treu. Erst im Mai kommt es zur Paarung, danach legt die Rebhenne bis zu 20 Eier. Wochenlang brütet sie gut verborgen in dichter Vegetation – immer auf der Hut vor Nesträubern. Ob der Nachwuchs eine Chance hat, hängt entscheidend von der Landschaft ab, in der das Rebhuhn lebt.
Was es braucht, ist Vielfalt: Felder, Wiesen, Hecken, Blühflächen und Brachen in einem kleinräumigen Mosaik. Genau diese Struktur geht vielerorts verloren. Umso problematischer ist es, dass wichtige Vorgaben für Brachflächen in der Landwirtschaft zuletzt aufgeweicht wurden. Für Arten wie das #Rebhuhn bedeutet das: weniger Rückzugsräume, weniger Nahrung, weniger Bruterfolg.
Deshalb fordern wir, Lebensräume in der Agrarlandschaft gezielt zu stärken – durch mehr Blüh- und Brachflächen, durch Gehölze und durch Förderprogramme, die Landwirtinnen und Landwirte wirklich unterstützen. Davon profitiert nicht nur die #Artenvielfalt. Eine lebendige #Kulturlandschaft ist auch für uns Menschen wertvoll: als #Erholungsraum, als Lernort, als Teil unserer #Heimat.
Wir alle können etwas beitragen. Wer beim Einkauf auf Bio-Produkte setzt, unterstützt eine #Landwirtschaft mit weniger Pestiziden und mehr Raum für #Natur. Davon profitieren Rebhühner und viele andere Feldvögel gleich mit.
Ein wichtiger Baustein für den Schutz des Rebhuhns ist das Wissen über seine Vorkommen. Deshalb führen wir in Bayern das Monitoring-Modul „Rebhuhn“ während der Balzzeit durch – ein idealer Einstieg ins Vogelmonitoring mit geringem Zeitaufwand und großer Wirkung.
Rebhühner zeigen uns, wie es um unsere Landschaft steht. Ob ihr „Kirräck“ auch in Zukunft noch zu hören ist, entscheidet sich jetzt.
Habt ihr schon einmal ein Rebhuhn gehört?
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