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❓Was ist Autismus❓

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53 Beiträge 12 Kommentatoren 0 Aufrufe
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  • erdstern@nrw.socialE erdstern@nrw.social

    @nd_netzwerk @somlu1968

    Du trittst hier nicht als Individuum auf, sondern als Organisation.

    Damit geht eine besondere Verantwortung einher.

    Ich sage es nochmal: wer die Deutungshoheit über die Begriffe hat, die uns beschreiben, ist wichtig. Wenn ein Großteil von Autist:innen nicht als “gestört” bezeichnet werden will, sollte uns das nicht von “der Medizin” übergestülpt werden.

    Nothing about us without us.

    Das ist nicht internalisierter Ableismus, sonder Selbstbestimmung.

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    nd_netzwerk@kanoa.de
    schrieb zuletzt editiert von
    #37

    @erdstern @somlu1968 wir haben uns aber als Verein von betroffenen Menschen darauf verständigt, uns an dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu orientieren und dementsprechend auch an den Begrifflichkeiten. Das ist unsere Entscheidung als Betroffene.
    Du kannst den Begriff für dich ablehnen. Aber du wirst uns nicht vorschreiben wie wir über uns als Betroffene reden. Und wenn wir wissenschaftliche Aufklärung betreiben, verwenden wir wissenschaftliche Begriffe.
    Und ich finde es wirklich vermessen von dir zu behaupten du würdest für die Mehrheit der Betroffenen sprechen. Und dabei ging es im Übrigen nicht um den Begriff gestört sondern um den Begriff Störung und der ist nun mal wissenschaftlich korrekt und darauf legen übrigens sehr viele autistische Menschen wert, inklusive aller in unserem Verein tätigen.

    erdstern@nrw.socialE 1 Antwort Letzte Antwort
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    • nd_netzwerk@kanoa.deN nd_netzwerk@kanoa.de

      ❓Was ist Autismus❓

      🧠 Autismus ist eine tiefgreifende neuronale Entwicklungsstörung, die ein Leben lang fortbesteht.

      1️⃣ Hauptkriterium bei Autismus sind Defizite in der sozialen Interaktion und Kommunikation.

      2️⃣ Nebenkriterien bei Autismus sind u.a. Über- oder Untersensibilität auf Reize, Probleme mit Veränderungen und intensive Spezialinteressen.

      📌 Früher hat man Autismus in 3 Typen eingeteilt: frühkindlicher Autismus, Asperger und atypischer Autismus.

      👨🏼‍⚕️ Auch heute werden noch Diagnosen nach diesen Kategorien vergeben, da in Deutschland noch nach der ICD 10 diagnostiziert wird.

      ♾️ Wissenschaftlich gelten sie aber als veraltet. In der ICD 11 wird deshalb von Autismus Spektrum Störung (ASS) gesprochen.

      ☝🏼Autismus ist genetisch bedingt. Autismus ist nicht heilbar. Autismus hat kein Aussehen.

      ➡️ Du möchtest mehr Fakten zu Autismus, ADHS und Neurodivergenz? Dann folge unseren Kanälen

      #ndnetzwerk #neurodivergentesnetzwerk #neurodivergent #autismus #Autismusspektrumstörung

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      pando@inne.city
      schrieb zuletzt editiert von
      #38

      @nd_netzwerk

      In der Evolution überleben wird, wer sich am besten an die Umelt anpassen kann.
      Je weniger das gelingt, um so schwieriger wird es.
      Ist logisch, oder? So ist es eben doch auch bei der "entwicklung" , das Gehirn lernt gut, wenn es sich anpassen kann, neue Verknüpfungen erstellen und bestehende ändern, alte lösen kann.
      Anpassen ist bekanntlich ja etwas problematisch bei Autismus. Es fällt schwer.

      Dazu mal ein Link:

      mpg.de/25962024/alter-autismus…

      newstrujew@autistics.lifeN 1 Antwort Letzte Antwort
      0
      • nd_netzwerk@kanoa.deN nd_netzwerk@kanoa.de

        @erdstern @somlu1968 wir haben uns aber als Verein von betroffenen Menschen darauf verständigt, uns an dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu orientieren und dementsprechend auch an den Begrifflichkeiten. Das ist unsere Entscheidung als Betroffene.
        Du kannst den Begriff für dich ablehnen. Aber du wirst uns nicht vorschreiben wie wir über uns als Betroffene reden. Und wenn wir wissenschaftliche Aufklärung betreiben, verwenden wir wissenschaftliche Begriffe.
        Und ich finde es wirklich vermessen von dir zu behaupten du würdest für die Mehrheit der Betroffenen sprechen. Und dabei ging es im Übrigen nicht um den Begriff gestört sondern um den Begriff Störung und der ist nun mal wissenschaftlich korrekt und darauf legen übrigens sehr viele autistische Menschen wert, inklusive aller in unserem Verein tätigen.

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        erdstern@nrw.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #39

        @nd_netzwerk @somlu1968

        Bitte sehr. Dann respektiere aber auch, dass sich Betroffene wie ich mit dem Begriff nicht identifizieren. Und ich werde selbstverständlich in keinen Verein eintreten, der mein Anliegen so schlecht vertritt. Das Neurodiversity Movement wollte nämlich von Anfang an, dass Autismus als •Variante• innerhalb einer •Diversität• begriffen wird. Daher der Name!

        Hier trennen sich unsere Wege, denn für fruchtlose Diskussionen ist mir mein Sonntag zu schade.

        nd_netzwerk@kanoa.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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        • nd_netzwerk@kanoa.deN nd_netzwerk@kanoa.de

          @franz_e @hunderoute ich habe hier lediglich deine Argumentation aufgegriffen das ist ja keine Störung sein kann wenn es genetisch ist.
          Und nein autistische Menschen müssen sich nicht krank fühlen, weil Autismus keine Krankheit ist, sondern eine Störung.
          Und auch Autismus verursacht Leid. Und genau das ist mein Problem dass ich nämlich das Gefühl habe dass uns Betroffenen hier das Leid abgesprochen wird in dieser Diskussion.

          franz_e@libori.socialF This user is from outside of this forum
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          franz_e@libori.social
          schrieb zuletzt editiert von
          #40

          @nd_netzwerk Habe ich nicht. Bin selbst von Neurodivergenz betroffen. (Vielleicht sogar von Autismus, aber das ohne Diagnose.) Und ich weiß also, wie es ist, in dieser Gesellschaft strukturell benachteiligt zu sein. Aber gestört bin ich nicht. In Anlehnung an Rosa von Praunheim möchte ich sagen: Gestört ist nicht der/die von Neurodivergenz Betroffene, sondern die Situation, in die er/sie lebt.

          @hunderoute

          nd_netzwerk@kanoa.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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          • erdstern@nrw.socialE erdstern@nrw.social

            @nd_netzwerk @somlu1968

            Bitte sehr. Dann respektiere aber auch, dass sich Betroffene wie ich mit dem Begriff nicht identifizieren. Und ich werde selbstverständlich in keinen Verein eintreten, der mein Anliegen so schlecht vertritt. Das Neurodiversity Movement wollte nämlich von Anfang an, dass Autismus als •Variante• innerhalb einer •Diversität• begriffen wird. Daher der Name!

            Hier trennen sich unsere Wege, denn für fruchtlose Diskussionen ist mir mein Sonntag zu schade.

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            nd_netzwerk@kanoa.de
            schrieb zuletzt editiert von
            #41

            @erdstern @somlu1968 wir haben niemals ein Problem damit gehabt, wenn sich Betroffene nicht mit dem Begriff identifizieren. Aber wir haben einen aufklärenden Beitrag zur Autismus gemacht und da ist "neuronale Entwicklungsstörung" nun mal der korrekte Begriff und dafür wurden wir angegriffen.
            Wenn du deshalb der Meinung bist, dass wir unser Anliegen so schlecht vertreten, dann ist das so. Ich werde dich nicht umstimmen können denn du hast bereits deine Meinung dazu.
            Ich finde es nur traurig, wenn Betroffene nicht hinterfragen, wieso sie den Begriff ablehnen, der wissenschaftlich keine Wertung enthält.
            Trotzdem noch einen schönen Sonntag.

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • franz_e@libori.socialF franz_e@libori.social

              @nd_netzwerk Habe ich nicht. Bin selbst von Neurodivergenz betroffen. (Vielleicht sogar von Autismus, aber das ohne Diagnose.) Und ich weiß also, wie es ist, in dieser Gesellschaft strukturell benachteiligt zu sein. Aber gestört bin ich nicht. In Anlehnung an Rosa von Praunheim möchte ich sagen: Gestört ist nicht der/die von Neurodivergenz Betroffene, sondern die Situation, in die er/sie lebt.

              @hunderoute

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              nd_netzwerk@kanoa.de
              schrieb zuletzt editiert von
              #42

              @franz_e @hunderoute wir haben nie das Wort gestört benutzt sondern das Wort Störung. Der Begriff ist nicht nur fachlich korrekt, sondern auch überhaupt nicht abwertend.
              Er wird von der Gesellschaft als abwertend benutzt, genau wie der Begriff behindert. Du benutzt sogar gerade diesen Begriff abwertend. Und da liegt das Problem. Nicht in der Wissenschaft.

              hunderoute@ruhr.socialH 1 Antwort Letzte Antwort
              0
              • nd_netzwerk@kanoa.deN nd_netzwerk@kanoa.de

                @franz_e @hunderoute wir haben nie das Wort gestört benutzt sondern das Wort Störung. Der Begriff ist nicht nur fachlich korrekt, sondern auch überhaupt nicht abwertend.
                Er wird von der Gesellschaft als abwertend benutzt, genau wie der Begriff behindert. Du benutzt sogar gerade diesen Begriff abwertend. Und da liegt das Problem. Nicht in der Wissenschaft.

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                hunderoute@ruhr.social
                schrieb zuletzt editiert von
                #43

                @nd_netzwerk

                Da kann ich mitgehen.

                Eine Störung bei der Deutschen Bahn wird vielfach unerfreulich empfunden, weil es meistens ein nicht eingehaltenes Versprechen ist.

                Der Kontext spielt dabei eine große Rolle.

                Die Frage ist auch: welche Worte wären geeigneter, in Bezug auf Menschen?

                Die Vielfalt als "normal" einzuordnen, bei Anderen, und auch mit Blick auf die eigene persönliche Einzigartigkeit, könnte ein freundliches Tool sein.

                💐

                @franz_e

                1 Antwort Letzte Antwort
                0
                • somlu1968@mastodon.socialS somlu1968@mastodon.social

                  @nd_netzwerk Okay, also ihr taucht hier auf, als Interessenvertretung für Neurodivergente mit einem Verein in Gründung. Es ist also unklar, wen ihr vertretet, außer erst einmal euch selbst. Und wenn euch dann neurodivergente Menschen sagen, dass sie mit der Art, wie ihr Neurodivergente darstellt, nicht einverstanden sind, rollte ihr mit "offziellen" Definitionen üebr sie drüber?

                  Hier die Seite zum Verein, der derzeit nicht Mastodonprofil verlinkt ist:

                  https://www.nd-netzwerk.de

                  @erdstern

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                  pando@troet.cafe
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #44

                  @somlu1968@mastodon.social @nd_netzwerk @erdstern

                  Du hast nicht verstanden, das
                  ausschließlich Neurodivergente in diesem Verein sind und ihn gegründet haben.
                  Und Unterschiede in der genutzten Begrifflichkeit nicht verstehest oder verstehen willst. .
                  Und du kreidest an, das in der entstehung befindlicher Verein, der neu hier ist, deren Website in entstehung, diese noch nicht verlinkt hat.

                  pando@troet.cafeP 1 Antwort Letzte Antwort
                  0
                  • pando@troet.cafeP pando@troet.cafe

                    @somlu1968@mastodon.social @nd_netzwerk @erdstern

                    Du hast nicht verstanden, das
                    ausschließlich Neurodivergente in diesem Verein sind und ihn gegründet haben.
                    Und Unterschiede in der genutzten Begrifflichkeit nicht verstehest oder verstehen willst. .
                    Und du kreidest an, das in der entstehung befindlicher Verein, der neu hier ist, deren Website in entstehung, diese noch nicht verlinkt hat.

                    pando@troet.cafeP This user is from outside of this forum
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                    pando@troet.cafe
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #45

                    @nd_netzwerk @erdstern
                    Das fühlt sich für mich an, das dir der Verein nicht gefällt und du jetzt mit allem an negativen versuchst zu argumentieren um den Verein schlecht zu machen, und nicht an einer konstruktiven Diskussion interessiert bist.

                    Das erninnert mich an Soziale Plattformen die alles andere als Sozial sind...

                    1 Antwort Letzte Antwort
                    0
                    • pando@inne.cityP pando@inne.city

                      @danimo @nd_netzwerk
                      Mag sein, das Du das als "Abwertend wahr nimmst, wissenschaftlich ist es eben eine Störung, da die recht und linke Hirnhälte nicht in dem Maaße zusammenarbeitet wie bei Neurotypischen Menschen.

                      Dein sogenanntes "Framing" ist eine auf Emotionen und Selbstwahrnemung berunhende Ablehung der Bezeichnung, und durchaus verständlich.

                      Die Benennung als Störung, wie sie in dem Beitrag gemeint ist, beruht auf Wissenschaflicher Benennung der Fakten.
                      Dies kann man durchaus unangenehm empfinden, ändert aber nichts daran, das durch eine Genetische Veranlagung das Gehirn sich nicht entwickelt wie bei Menschen , ohne die Genetische disposition.

                      Beispiel:
                      Studien zeigen eine verminderte linksgerichtete funktionelle Asymmetrie im Sprachnetzwerk bei Personen mit Autismus.
                      Während bei nicht-autistischen Personen die Asymmetrie über verschiedene Altersgruppen hinweg variiert, bleibt sie bei Autisten stabil – was auf veränderte Entwicklungsverläufe hindeutet.
                      Ergo, eine Entwicklungsstörung.
                      Neurotypische Menschen lernen und entwickeln sich so z.B. auch subtile Merkmale zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen etc..

                      Bei Autismus ist dies eben in unterschiedlichen Ausprägungen gestört. Damit kommt eben jeder unterschiedlich klar. Manchen stört es kaum, manche Leiden darunter.

                      So wie bei allen Symptomen die Auftreten können.
                      Manche nehmen es als behinderung wahr, weil sie im Alltag behindert werden.
                      Andere kommen gut klar, weil z.B. die Symptomatik nicht sehr ausgeprägt ist.
                      Dementsprechend empfindet jeder es anders als "Störend" oder eben Nicht.

                      Informations Quelle:
                      mpg.de/20766067/funktionale-or…

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                      newstrujew@autistics.life
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #46

                      @pando Derartige Studien sind leider kein Beweis für irgendetwas. Es gibt konkret im Bereich des Autismus extrem viele qualitativ schlechte, voreingenommene Studien. Wenn man davon ausgeht, dass Autismus ein Defekt ist (und das tut diese Studie, wie schon in der Einleitung ersichtlich), dann wird man auch vermeintliche Defekte finden.

                      Konkret zur Studie, der Text ist im Original hier zu sehen: https://www.nature.com/articles/s41380-023-02220-x

                      Erstes Warnzeichen: "All participants were male". Ein Grund dafür wird nicht genannt. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass hier mit einer veralteten Autismusdefinition gearbeitet wird, bei der größtenteils Männer diagnostiziert wurden. Das wäre eine sehr deutliche Stichprobenverzerrung.

                      Das zweite Warnzeichen sind die Rohdaten. Wenn man sich die Tabelle S2 anschaut: man hat 180 (!) Messpunkte genommen. Bei den meisten schwankte die Abweichung der ASD-Gruppe von der Kontrollgruppe ein wenig um den Nullpunkt. Bei einigen gab es eine deutliche Abweichung - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Für das Studienergebnis hat man nur die Werte genommen, wo die ASD-Gruppe eine deutliche Abweichung hin zu Asymmetrie gezeigt hat. Das mutet stark nach p-Hacking an: https://de.wikipedia.org/wiki/P-Hacking

                      Schließlich lässt die Interpretation der Ergebnisse auf ein veraltetes Autismusbild schließen. Da ist von Verzögerungen in der Sprachentwicklung die Rede - diese gibt es bei Autist*innen, aber sie sind nicht einmal ansatzweise so häufig, wie es veraltete diagnostische Methoden suggerierten.

                      Ich habe keine Zeit, um jede solche Studie im Detail auseinander zu nehmen. Aber es zeigt sich immer wieder deutlich: Trash In, Trash Out. Studien, die mit "Autismus ist ein Defekt" anfangen (und das ist die Mehrzahl), führen immer nur zu Ergebnissen, die die Vorurteile der Forschenden bestätigen.

                      @danimo @nd_netzwerk

                      newstrujew@autistics.lifeN 1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • newstrujew@autistics.lifeN newstrujew@autistics.life

                        @pando Derartige Studien sind leider kein Beweis für irgendetwas. Es gibt konkret im Bereich des Autismus extrem viele qualitativ schlechte, voreingenommene Studien. Wenn man davon ausgeht, dass Autismus ein Defekt ist (und das tut diese Studie, wie schon in der Einleitung ersichtlich), dann wird man auch vermeintliche Defekte finden.

                        Konkret zur Studie, der Text ist im Original hier zu sehen: https://www.nature.com/articles/s41380-023-02220-x

                        Erstes Warnzeichen: "All participants were male". Ein Grund dafür wird nicht genannt. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass hier mit einer veralteten Autismusdefinition gearbeitet wird, bei der größtenteils Männer diagnostiziert wurden. Das wäre eine sehr deutliche Stichprobenverzerrung.

                        Das zweite Warnzeichen sind die Rohdaten. Wenn man sich die Tabelle S2 anschaut: man hat 180 (!) Messpunkte genommen. Bei den meisten schwankte die Abweichung der ASD-Gruppe von der Kontrollgruppe ein wenig um den Nullpunkt. Bei einigen gab es eine deutliche Abweichung - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Für das Studienergebnis hat man nur die Werte genommen, wo die ASD-Gruppe eine deutliche Abweichung hin zu Asymmetrie gezeigt hat. Das mutet stark nach p-Hacking an: https://de.wikipedia.org/wiki/P-Hacking

                        Schließlich lässt die Interpretation der Ergebnisse auf ein veraltetes Autismusbild schließen. Da ist von Verzögerungen in der Sprachentwicklung die Rede - diese gibt es bei Autist*innen, aber sie sind nicht einmal ansatzweise so häufig, wie es veraltete diagnostische Methoden suggerierten.

                        Ich habe keine Zeit, um jede solche Studie im Detail auseinander zu nehmen. Aber es zeigt sich immer wieder deutlich: Trash In, Trash Out. Studien, die mit "Autismus ist ein Defekt" anfangen (und das ist die Mehrzahl), führen immer nur zu Ergebnissen, die die Vorurteile der Forschenden bestätigen.

                        @danimo @nd_netzwerk

                        newstrujew@autistics.lifeN This user is from outside of this forum
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                        newstrujew@autistics.life
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #47

                        @pando Nachtrag: Allgemein sind Studien, die auf bildgebenden Verfahren des Gehirns basieren, sehr mit Vorsicht zu genießen. Das ist ein Ansatz, mit dem sich recht einfach interessant klingende Ergebnisse produzieren lassen, weswegen er sich großer Beliebtheit erfreut. Allerdings ist eine seriöse Interpretation dieser Ergebnisse meist sehr schwierig bis hin zu unmöglich.

                        @danimo @nd_netzwerk

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • pando@inne.cityP pando@inne.city

                          @nd_netzwerk

                          In der Evolution überleben wird, wer sich am besten an die Umelt anpassen kann.
                          Je weniger das gelingt, um so schwieriger wird es.
                          Ist logisch, oder? So ist es eben doch auch bei der "entwicklung" , das Gehirn lernt gut, wenn es sich anpassen kann, neue Verknüpfungen erstellen und bestehende ändern, alte lösen kann.
                          Anpassen ist bekanntlich ja etwas problematisch bei Autismus. Es fällt schwer.

                          Dazu mal ein Link:

                          mpg.de/25962024/alter-autismus…

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                          newstrujew@autistics.life
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #48

                          RE: https://autistics.life/@Newstrujew/116114558984258540

                          @pando Noch eine Quatschstudie? Die schaue ich mir aber nicht mehr an. Ich verweise einfach auf meine vorherige Aussage: die Ergebnisse von Studien, die mit bildgebenden Verfahren des Gehirns arbeiten, sind kaum seriös interpretierbar. Außerdem: Studien, die mit der Annahme "Autismus ist ein Defekt" anfangen, bestätigen meist lediglich die Vorurteile der Forschenden (Trash In, Trash Out).

                          @nd_netzwerk

                          nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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                          • newstrujew@autistics.lifeN newstrujew@autistics.life

                            RE: https://autistics.life/@Newstrujew/116114558984258540

                            @pando Noch eine Quatschstudie? Die schaue ich mir aber nicht mehr an. Ich verweise einfach auf meine vorherige Aussage: die Ergebnisse von Studien, die mit bildgebenden Verfahren des Gehirns arbeiten, sind kaum seriös interpretierbar. Außerdem: Studien, die mit der Annahme "Autismus ist ein Defekt" anfangen, bestätigen meist lediglich die Vorurteile der Forschenden (Trash In, Trash Out).

                            @nd_netzwerk

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #49

                            @Newstrujew@autistics.life
                            Das ist alles nicht nur fachlich falsch, sondern einfach auch verletzend und deine Art eine Diskussion zu führen ist unterirdisch.

                            Den Block hast Du dir redlich verdient.

                            @pando@inne.city @nd_netzwerk@kanoa.de

                            newstrujew@autistics.lifeN 1 Antwort Letzte Antwort
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                              @Newstrujew@autistics.life
                              Das ist alles nicht nur fachlich falsch, sondern einfach auch verletzend und deine Art eine Diskussion zu führen ist unterirdisch.

                              Den Block hast Du dir redlich verdient.

                              @pando@inne.city @nd_netzwerk@kanoa.de

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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #50

                              @nocci Das war jetzt nicht an mich gerichtet, oder? 🤔

                              nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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                              • newstrujew@autistics.lifeN newstrujew@autistics.life

                                @nocci Das war jetzt nicht an mich gerichtet, oder? 🤔

                                nocci@punk.cyber77.deN This user is from outside of this forum
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #51

                                @Newstrujew@autistics.life

                                Oh nein... definitiv die anderen beiden.
                                Sorry... hab vergessen, die @ richtig zu setzen.

                                newstrujew@autistics.lifeN 1 Antwort Letzte Antwort
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                                • nocci@punk.cyber77.deN nocci@punk.cyber77.de

                                  @Newstrujew@autistics.life

                                  Oh nein... definitiv die anderen beiden.
                                  Sorry... hab vergessen, die @ richtig zu setzen.

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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #52

                                  @nocci Ok, bei jemand, der einfach mal den Sozialdarwinismus schwingt, kann ich das tatsächlich nachvollziehen.

                                  nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • newstrujew@autistics.lifeN newstrujew@autistics.life

                                    @nocci Ok, bei jemand, der einfach mal den Sozialdarwinismus schwingt, kann ich das tatsächlich nachvollziehen.

                                    nocci@punk.cyber77.deN This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #53

                                    @Newstrujew@autistics.life

                                    Verzeihung, dass ich da nicht aufgepasst hatte.

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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