❓Was ist Autismus❓
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@somlu1968 @erdstern ist dir eigentlich bewusst dass du Störung hier gerade als beleidigenden Begriff verwendest also als Abwertung? Das ist aber genau NICHT die Definition von Störung im wissenschaftlichen Kontext. Es liegt also nicht an dem Begriff, sondern an deiner Definition davon.
Das ist genauso wie Menschen die Behinderung als Beleidigung verwenden oder kennen und dann behaupten man dürfte nicht von behinderten Menschen sprechen weil das so ein schlimmes Wort ist.
Es ist ein abwertender Begriff, der auch nicht nicht abwertend gemacht werden kann:
https://www.dwds.de/wb/St%C3%B6rung
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@nd_netzwerk Wenn Autismus "genetisch bedingt" ist (wie es im ursprünglichen Post heißt), dann ist er auch keine Störung, sondern einfach eine Eigenschaft. Rote Haare sind ja auch keine Störung.
Danke.
Eine Diskussion für
Begriffsbestimmungen ist ja in vielen Lebensbereichen hilfreich. -
@nd_netzwerk möchte dazu anmerken, dass “Störung“ in diesem Kontext eine klischeehafte und unhinterfragte pauschale Abwertung aus einem neurotypischen Framing heraus darstellt.
Unter Autisten stören diese Dinge zum Beispiel viel weniger und können daher eher als die charakterliche Eigenschaften betrachtet werden, die sie sind und weniger als störende Aberration von neurotypischen Normen.@danimo @nd_netzwerk
Mag sein, das Du das als "Abwertend wahr nimmst, wissenschaftlich ist es eben eine Störung, da die recht und linke Hirnhälte nicht in dem Maaße zusammenarbeitet wie bei Neurotypischen Menschen.Dein sogenanntes "Framing" ist eine auf Emotionen und Selbstwahrnemung berunhende Ablehung der Bezeichnung, und durchaus verständlich.
Die Benennung als Störung, wie sie in dem Beitrag gemeint ist, beruht auf Wissenschaflicher Benennung der Fakten.
Dies kann man durchaus unangenehm empfinden, ändert aber nichts daran, das durch eine Genetische Veranlagung das Gehirn sich nicht entwickelt wie bei Menschen , ohne die Genetische disposition.Beispiel:
Studien zeigen eine verminderte linksgerichtete funktionelle Asymmetrie im Sprachnetzwerk bei Personen mit Autismus.
Während bei nicht-autistischen Personen die Asymmetrie über verschiedene Altersgruppen hinweg variiert, bleibt sie bei Autisten stabil – was auf veränderte Entwicklungsverläufe hindeutet.
Ergo, eine Entwicklungsstörung.
Neurotypische Menschen lernen und entwickeln sich so z.B. auch subtile Merkmale zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen etc..Bei Autismus ist dies eben in unterschiedlichen Ausprägungen gestört. Damit kommt eben jeder unterschiedlich klar. Manchen stört es kaum, manche Leiden darunter.
So wie bei allen Symptomen die Auftreten können.
Manche nehmen es als behinderung wahr, weil sie im Alltag behindert werden.
Andere kommen gut klar, weil z.B. die Symptomatik nicht sehr ausgeprägt ist.
Dementsprechend empfindet jeder es anders als "Störend" oder eben Nicht.Informations Quelle:
mpg.de/20766067/funktionale-or… -
Es ist ein abwertender Begriff, der auch nicht nicht abwertend gemacht werden kann:
https://www.dwds.de/wb/St%C3%B6rung
@somlu1968 @erdstern schön dass du die Definition vom Duden als Quelle anführst. Dort steht etwas von beeinträchtigter Funktionstüchtigkeit. Und ich weiß ja nicht ob du Autismus als etwas siehst was quirky oder eine Superpower ist, aber ich bin in meiner Funktion als Mensch mit Autismus und ADHS beeinträchtigt. Ich kann nicht leben wie ich will und das liegt nicht nur an der Gesellschaft. Ja die Gesellschaft schadet mir massiv. Es wäre definitiv einfacher wenn die Gesellschaft anders wäre. Aber auch wenn sie es wäre, wäre ich immer noch in meiner Funktion beeinträchtigt denn ich kann nicht leben wie ich möchte aufgrund meiner Beeinträchtigung.
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@nd_netzwerk Wenn Autismus "genetisch bedingt" ist (wie es im ursprünglichen Post heißt), dann ist er auch keine Störung, sondern einfach eine Eigenschaft. Rote Haare sind ja auch keine Störung.
@franz_e das ist eine wirklich absurde Schlussfolgerung. Dann haben Kinder die aufgrund einer genetischen Erkrankung vielleicht nur wenige Monate leben also auch nur eine "andere Eigenschaft"?
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@nd_netzwerk
ach so ein profil bist du. lol.
ja. nein. nichts davon.
Aber ein liebgemeintes "Fick dich, Arschloch". Ich werde die community davon in Kenntnis setzen, dass du ein toxischer Fake bist.@danimo @nd_netzwerk
Diese Antwort und diese Wortwahl liest sich für mich sehr Toxisch, unangebracht und unsachlich und zeigt eine nicht bereitschaft zu einer sachlichen diskussion. Sich war/wirkt die Antwort von ND-Netzwerk etwas harsch. dennoch eine Beleidigung zu unterstellen in dieser Wortwahl sagt mehr über Dich aus, als über die Gegenseite! -
@franz_e das ist eine wirklich absurde Schlussfolgerung. Dann haben Kinder die aufgrund einer genetischen Erkrankung vielleicht nur wenige Monate leben also auch nur eine "andere Eigenschaft"?
@nd_netzwerk Eben darum geht es *nicht*. Das ist m. E. etwas völlig anderes. Von Autismus Betroffene Menschen müssen sich genau so wenig krank fühlen, wie rothaarige Menschen, wohingegen das sehr kurze Leben von genetisch kranken Kindern sehr großes Leid verursacht, für die betroffenen Kinder und ihre Angehörigen. Hinzu kommt, dass genetische Varianten, die sich halten, meist auch evolutionäre Vorteile haben.
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@somlu1968 @erdstern es gibt keine Geschlechtsidentitätsstörung mehr in der ICD11 und die bildet den aktuellen wissenschaftlichen Stand ab. So viel dazu. Ich bin übrigens selber trans, liebe Grüße daher.
Und das ist nicht lange her ist dass Homosexualität als Krankheit gegolten hat, ich weiß ja nicht wie man "nicht lange her" hier definiert aber das sind 36 Jahre seit es abgeschafft wurde.@nd_netzwerk @somlu1968 @erdstern
Man darf auch nicht vergessen, dass Homosexualität nur deshalb in die internationale Klassifikation der Erkrankungen aufgenommen wurde, um Homosexualität zu entkriminalisieren. Damals galt Homosexualität noch als strafbar. Es ist ganz lohnenswert, sich da geschichtlich einzulesen. Wenn man darüber etwas nachdenkt, kann man zu keinem anderen Schluss kommen als dass die Einstufung als seelische Störung, die über Jahrzehnte geführt wurde, wissenschaftlich falsch war.
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@somlu1968 @erdstern schön dass du die Definition vom Duden als Quelle anführst. Dort steht etwas von beeinträchtigter Funktionstüchtigkeit. Und ich weiß ja nicht ob du Autismus als etwas siehst was quirky oder eine Superpower ist, aber ich bin in meiner Funktion als Mensch mit Autismus und ADHS beeinträchtigt. Ich kann nicht leben wie ich will und das liegt nicht nur an der Gesellschaft. Ja die Gesellschaft schadet mir massiv. Es wäre definitiv einfacher wenn die Gesellschaft anders wäre. Aber auch wenn sie es wäre, wäre ich immer noch in meiner Funktion beeinträchtigt denn ich kann nicht leben wie ich möchte aufgrund meiner Beeinträchtigung.
Du trittst hier nicht als Individuum auf, sondern als Organisation.
Damit geht eine besondere Verantwortung einher.
Ich sage es nochmal: wer die Deutungshoheit über die Begriffe hat, die uns beschreiben, ist wichtig. Wenn ein Großteil von Autist:innen nicht als “gestört” bezeichnet werden will, sollte uns das nicht von “der Medizin” übergestülpt werden.
Nothing about us without us.
Das ist nicht internalisierter Ableismus, sonder Selbstbestimmung.
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@nd_netzwerk Eben darum geht es *nicht*. Das ist m. E. etwas völlig anderes. Von Autismus Betroffene Menschen müssen sich genau so wenig krank fühlen, wie rothaarige Menschen, wohingegen das sehr kurze Leben von genetisch kranken Kindern sehr großes Leid verursacht, für die betroffenen Kinder und ihre Angehörigen. Hinzu kommt, dass genetische Varianten, die sich halten, meist auch evolutionäre Vorteile haben.
@franz_e @hunderoute ich habe hier lediglich deine Argumentation aufgegriffen das ist ja keine Störung sein kann wenn es genetisch ist.
Und nein autistische Menschen müssen sich nicht krank fühlen, weil Autismus keine Krankheit ist, sondern eine Störung.
Und auch Autismus verursacht Leid. Und genau das ist mein Problem dass ich nämlich das Gefühl habe dass uns Betroffenen hier das Leid abgesprochen wird in dieser Diskussion. -
@somlu1968 @erdstern ist dir eigentlich bewusst dass du Störung hier gerade als beleidigenden Begriff verwendest also als Abwertung? Das ist aber genau NICHT die Definition von Störung im wissenschaftlichen Kontext. Es liegt also nicht an dem Begriff, sondern an deiner Definition davon.
Das ist genauso wie Menschen die Behinderung als Beleidigung verwenden oder kennen und dann behaupten man dürfte nicht von behinderten Menschen sprechen weil das so ein schlimmes Wort ist.
@nd_netzwerk @somlu1968 @erdstern
Die Beudtung eines Wortes wird Umgangssprachlich durch die Gesellschaft bestimmt.
Wissenschaftlich durch die ursprüngliche Bedeutung und herkunft.
Daher werden in der Wissenschaft und Medizien ja auch viel Lateinische Bezeichnungen genutzt um genaue angaben machen zu können und nicht Umgangssprachliche.Die abwertung von Worten wird einzig von Gesellschaftlichen Normentwicklungen bestimmt , nicht durch die Ursprüngliche Bedeutung.
Bestes Beispiel: Früher wurden Schuhe gewichst um sie auf hochglanz zu bringen. Heuteig Gesellschaft empfindet diese Wort als höchst unangemessen, trozallem ändert es nichts am Ursprung, nämlich "mit Wachs bestreichen"Somit ist eine Ablehung es als "Störung" zu bezeichnen eine gesellschaftliche Normdeutung eines Fachlich koreckten Wortes.
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@nd_netzwerk @somlu1968 @erdstern
Man darf auch nicht vergessen, dass Homosexualität nur deshalb in die internationale Klassifikation der Erkrankungen aufgenommen wurde, um Homosexualität zu entkriminalisieren. Damals galt Homosexualität noch als strafbar. Es ist ganz lohnenswert, sich da geschichtlich einzulesen. Wenn man darüber etwas nachdenkt, kann man zu keinem anderen Schluss kommen als dass die Einstufung als seelische Störung, die über Jahrzehnte geführt wurde, wissenschaftlich falsch war.
@fedinaut @somlu1968 @nd_netzwerk
ja, das Beispiel war vielleicht nicht so passend. Wir sollten beim Thema bleiben.
Und du hast Recht, es ist wichtig, zu verste, wo was herkommt und womit zusammen hängt!
Hier deshalb ein lohnender Exkurs in die Geschichte des Neurodiversity Movements. Wie die Eugenikbewegung in den USA bis heute nachwirkt. Wir können “offizielle“ Konzepte nicht einfach unhinterfragt übernehmen.
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@nd_netzwerk b) ohne Analyse und Widerstand wäre aber "Hysterie" oder die "Geschlechtsidentitätsstörung" (im Kontext mit lgbtqi#) nicht verschwunden. Deswegen ist es wichtig, den Umgang mit Begriffen wie "Störung" im autistischen Kontexten wichtig. Das wiederrum lehnt ihr ab, weil es grad "fachlich" ist. @erdstern
@nd_netzwerk Okay, also ihr taucht hier auf, als Interessenvertretung für Neurodivergente mit einem Verein in Gründung. Es ist also unklar, wen ihr vertretet, außer erst einmal euch selbst. Und wenn euch dann neurodivergente Menschen sagen, dass sie mit der Art, wie ihr Neurodivergente darstellt, nicht einverstanden sind, rollte ihr mit "offziellen" Definitionen üebr sie drüber?
Hier die Seite zum Verein, der derzeit nicht Mastodonprofil verlinkt ist:
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@nd_netzwerk @somlu1968 @erdstern
Die Beudtung eines Wortes wird Umgangssprachlich durch die Gesellschaft bestimmt.
Wissenschaftlich durch die ursprüngliche Bedeutung und herkunft.
Daher werden in der Wissenschaft und Medizien ja auch viel Lateinische Bezeichnungen genutzt um genaue angaben machen zu können und nicht Umgangssprachliche.Die abwertung von Worten wird einzig von Gesellschaftlichen Normentwicklungen bestimmt , nicht durch die Ursprüngliche Bedeutung.
Bestes Beispiel: Früher wurden Schuhe gewichst um sie auf hochglanz zu bringen. Heuteig Gesellschaft empfindet diese Wort als höchst unangemessen, trozallem ändert es nichts am Ursprung, nämlich "mit Wachs bestreichen"Somit ist eine Ablehung es als "Störung" zu bezeichnen eine gesellschaftliche Normdeutung eines Fachlich koreckten Wortes.
@somlu1968 @erdstern @nd_netzwerk
Lehnt man somit Worte wie Behinderung/behindert oder Störung als unangemessen ab, spielt man Menschen, die sowas abwertend und beleidigend nutzen recht.
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Du trittst hier nicht als Individuum auf, sondern als Organisation.
Damit geht eine besondere Verantwortung einher.
Ich sage es nochmal: wer die Deutungshoheit über die Begriffe hat, die uns beschreiben, ist wichtig. Wenn ein Großteil von Autist:innen nicht als “gestört” bezeichnet werden will, sollte uns das nicht von “der Medizin” übergestülpt werden.
Nothing about us without us.
Das ist nicht internalisierter Ableismus, sonder Selbstbestimmung.
@erdstern @somlu1968 wir haben uns aber als Verein von betroffenen Menschen darauf verständigt, uns an dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu orientieren und dementsprechend auch an den Begrifflichkeiten. Das ist unsere Entscheidung als Betroffene.
Du kannst den Begriff für dich ablehnen. Aber du wirst uns nicht vorschreiben wie wir über uns als Betroffene reden. Und wenn wir wissenschaftliche Aufklärung betreiben, verwenden wir wissenschaftliche Begriffe.
Und ich finde es wirklich vermessen von dir zu behaupten du würdest für die Mehrheit der Betroffenen sprechen. Und dabei ging es im Übrigen nicht um den Begriff gestört sondern um den Begriff Störung und der ist nun mal wissenschaftlich korrekt und darauf legen übrigens sehr viele autistische Menschen wert, inklusive aller in unserem Verein tätigen. -
Was ist Autismus
🧠 Autismus ist eine tiefgreifende neuronale Entwicklungsstörung, die ein Leben lang fortbesteht.
1️⃣ Hauptkriterium bei Autismus sind Defizite in der sozialen Interaktion und Kommunikation.
2️⃣ Nebenkriterien bei Autismus sind u.a. Über- oder Untersensibilität auf Reize, Probleme mit Veränderungen und intensive Spezialinteressen.
Früher hat man Autismus in 3 Typen eingeteilt: frühkindlicher Autismus, Asperger und atypischer Autismus.
️ Auch heute werden noch Diagnosen nach diesen Kategorien vergeben, da in Deutschland noch nach der ICD 10 diagnostiziert wird.♾️ Wissenschaftlich gelten sie aber als veraltet. In der ICD 11 wird deshalb von Autismus Spektrum Störung (ASS) gesprochen.

Autismus ist genetisch bedingt. Autismus ist nicht heilbar. Autismus hat kein Aussehen.
️ Du möchtest mehr Fakten zu Autismus, ADHS und Neurodivergenz? Dann folge unseren Kanälen#ndnetzwerk #neurodivergentesnetzwerk #neurodivergent #autismus #Autismusspektrumstörung
In der Evolution überleben wird, wer sich am besten an die Umelt anpassen kann.
Je weniger das gelingt, um so schwieriger wird es.
Ist logisch, oder? So ist es eben doch auch bei der "entwicklung" , das Gehirn lernt gut, wenn es sich anpassen kann, neue Verknüpfungen erstellen und bestehende ändern, alte lösen kann.
Anpassen ist bekanntlich ja etwas problematisch bei Autismus. Es fällt schwer.Dazu mal ein Link:
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@erdstern @somlu1968 wir haben uns aber als Verein von betroffenen Menschen darauf verständigt, uns an dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu orientieren und dementsprechend auch an den Begrifflichkeiten. Das ist unsere Entscheidung als Betroffene.
Du kannst den Begriff für dich ablehnen. Aber du wirst uns nicht vorschreiben wie wir über uns als Betroffene reden. Und wenn wir wissenschaftliche Aufklärung betreiben, verwenden wir wissenschaftliche Begriffe.
Und ich finde es wirklich vermessen von dir zu behaupten du würdest für die Mehrheit der Betroffenen sprechen. Und dabei ging es im Übrigen nicht um den Begriff gestört sondern um den Begriff Störung und der ist nun mal wissenschaftlich korrekt und darauf legen übrigens sehr viele autistische Menschen wert, inklusive aller in unserem Verein tätigen.Bitte sehr. Dann respektiere aber auch, dass sich Betroffene wie ich mit dem Begriff nicht identifizieren. Und ich werde selbstverständlich in keinen Verein eintreten, der mein Anliegen so schlecht vertritt. Das Neurodiversity Movement wollte nämlich von Anfang an, dass Autismus als •Variante• innerhalb einer •Diversität• begriffen wird. Daher der Name!
Hier trennen sich unsere Wege, denn für fruchtlose Diskussionen ist mir mein Sonntag zu schade.
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@franz_e @hunderoute ich habe hier lediglich deine Argumentation aufgegriffen das ist ja keine Störung sein kann wenn es genetisch ist.
Und nein autistische Menschen müssen sich nicht krank fühlen, weil Autismus keine Krankheit ist, sondern eine Störung.
Und auch Autismus verursacht Leid. Und genau das ist mein Problem dass ich nämlich das Gefühl habe dass uns Betroffenen hier das Leid abgesprochen wird in dieser Diskussion.@nd_netzwerk Habe ich nicht. Bin selbst von Neurodivergenz betroffen. (Vielleicht sogar von Autismus, aber das ohne Diagnose.) Und ich weiß also, wie es ist, in dieser Gesellschaft strukturell benachteiligt zu sein. Aber gestört bin ich nicht. In Anlehnung an Rosa von Praunheim möchte ich sagen: Gestört ist nicht der/die von Neurodivergenz Betroffene, sondern die Situation, in die er/sie lebt.
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Bitte sehr. Dann respektiere aber auch, dass sich Betroffene wie ich mit dem Begriff nicht identifizieren. Und ich werde selbstverständlich in keinen Verein eintreten, der mein Anliegen so schlecht vertritt. Das Neurodiversity Movement wollte nämlich von Anfang an, dass Autismus als •Variante• innerhalb einer •Diversität• begriffen wird. Daher der Name!
Hier trennen sich unsere Wege, denn für fruchtlose Diskussionen ist mir mein Sonntag zu schade.
@erdstern @somlu1968 wir haben niemals ein Problem damit gehabt, wenn sich Betroffene nicht mit dem Begriff identifizieren. Aber wir haben einen aufklärenden Beitrag zur Autismus gemacht und da ist "neuronale Entwicklungsstörung" nun mal der korrekte Begriff und dafür wurden wir angegriffen.
Wenn du deshalb der Meinung bist, dass wir unser Anliegen so schlecht vertreten, dann ist das so. Ich werde dich nicht umstimmen können denn du hast bereits deine Meinung dazu.
Ich finde es nur traurig, wenn Betroffene nicht hinterfragen, wieso sie den Begriff ablehnen, der wissenschaftlich keine Wertung enthält.
Trotzdem noch einen schönen Sonntag. -
@nd_netzwerk Habe ich nicht. Bin selbst von Neurodivergenz betroffen. (Vielleicht sogar von Autismus, aber das ohne Diagnose.) Und ich weiß also, wie es ist, in dieser Gesellschaft strukturell benachteiligt zu sein. Aber gestört bin ich nicht. In Anlehnung an Rosa von Praunheim möchte ich sagen: Gestört ist nicht der/die von Neurodivergenz Betroffene, sondern die Situation, in die er/sie lebt.
@franz_e @hunderoute wir haben nie das Wort gestört benutzt sondern das Wort Störung. Der Begriff ist nicht nur fachlich korrekt, sondern auch überhaupt nicht abwertend.
Er wird von der Gesellschaft als abwertend benutzt, genau wie der Begriff behindert. Du benutzt sogar gerade diesen Begriff abwertend. Und da liegt das Problem. Nicht in der Wissenschaft.