"Bewundert wird der Pinguin von den Nutzerinnen und Nutzern der sozialen Medien für seine Entschlossenheit und Einstellung, seinen Weg zu gehen, auch wenn der sichere Tod lauert. "Ich verstehe es nicht. Jeder der wie ich das Glück hat, in die Antarktis reisen zu dürfen, kennt die Situation - neben den üblichen "Spähtrupp" aus mehreren Pinguinen, die in der Nähe von Neumayer-III auftauchen, sieht man auch gelegentlich mal einzelne Exemplare, irgendwo im Nichts. Oder ein einzelner Adelie inmitten einer Kaiserpinguin Kolonie. Oder junge Kaiserpinguine, die noch nicht ihren Flaum abgelegt haben, obwohl die Saison bereits vorbei ist, und deswegen alleine zurückbleiben, weil sie im offenen Wasser untergehen würden. Und wüsste eigentlich niemanden, der bei so einem Anblick denkt "Toll, der macht das richtig, geht seinen eigenen Weg". Nein, es ist eigentlich immer nur tiefste Trauer und Mitgefühl vor einer Kreatur, der ich eigentlich helfen möchte, aber nicht darf. Das "Embrace the Penguin" Meme des Weißen Hauses ist unter diesem Hintergrund eigentlich weniger peinlich, als es die meisten Leute wahrhaben wollen. Klar, dass der Trumpster Arktis und Antarktis nicht unterscheiden kann ist jetzt keine Überraschung, aber darum geht es eigentlich gar nicht. Die Botschaft lautet "Ich habe keine Ahnung was ich tue, aber ich halte an meinen Zielen fest, und es interessiert mich kein bisschen, dass ich damit nicht nur mich ins Verderben stürze.". #trump #pinguin #grönland www.tagesspiegel.de/gesellschaft/social-media-werner-herzog-von-pinguin-hype-fasziniert-und-trump-15177492.html