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Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

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    blogangela@angela-carstensen.deB
    Und wieder ist der Tag, an dem Glitzer-GIFs und fertige Blumensträuße verschenkt werden. An dem Männer glauben, es reicht, den „lieben Frauen“ ein paar Komplimente zu machen, wie sozial sie doch sind. Dabei geht es (nicht nur) heute immer noch und immer wieder um grundlegende Systemkritik. Statt Blümchen ist heute die passende Gelegenheit darüber zu scheiben, was Feminismus für mich bedeutet.Schon als Jugendliche in den späten Achtzigern habe ich Bücher über feministische Linguistik gelesen. Mich haben schon damals Ungleichbehandlungen aufgeregt. Und mit den Jahren bin ich nicht gelassener geworden, was unter anderem daran liegt, dass die Veränderungen sehr langsam und zäh verlaufen und regelmäßig reaktionäre Gegenwellen stattfinden. Inhalt Verbergen Warum wir den Feminismus immer noch brauchen Andere Arten der Diskriminierung Solidarität hilft uns allen Was können wir tun? Demonstrieren gehen Uns informieren Streiken Andere solidarische Stimmen verstärken Wie hältst du es mit dem intersektionalen Feminismus? Warum wir den Feminismus immer noch brauchenDas Gemisch aus Kapitalismus und Patriarchat braucht systemische Ungleichheit. Wenn ich vorhätte, umfassend alle Schieflagen aufzulisten, würde ich heute garantiert nicht fertig mit diesem Blogartikel. Daher hier nur ein paar Beispiele:Noch immer bringen regelmäßig Männer Frauen um, wenn diese eine Beziehung beenden. Fälle wie von Gisèle Pelicot zeigen uns den Abgrund, den wir nur bemerken, wenn Täter umständehalber auffliegen. Jede Frau in meinem Umfeld hat eine Geschichte von Übergriffen zu erzählen. Andrew Windsor droht Gefängnis, aber nicht für Missbrauch, sondern für Ausplaudern von Staatgeheimnissen. Dass wir das hinnehmen, ohne jeden Tag wütend zu protestieren, gibt mir zu denken. Dabei gibt es auch Schieflagen ohne körperliche Gewalt. Heute las ich zum erstem Mal vom Thomas-Kreislauf. 2017 zeigte eine Studie der Allbright-Stiftung, dass in Unternehmen, die an der Frankfurter Börse notiert waren, mehr Männer namens Thomas oder Michael im Vorstand waren als Frauen. Die Studien in den Folgejahren bis heute lesen sich nicht bedeutend vielversprechender.In meinen Jahren im Schuldienst war mir sehr klar, dass ich im Vergleich mit männlichen Kollegen immer härter dafür kämpfen musste, dass die Kinder und Jugendlichen mich ernst nahmen. Immerhin bin ich für eine Frau relativ groß. Meine kürzeren Kolleginnen mit helleren Stimmen hatten es noch schwerer. Und da sind wir schon mitten in der Intersektionalität.Andere Arten der DiskriminierungDer Begriff „intersektional“ geht zurück auf die Juristin Kimberlé Crenshaw. Er steht für Überschneidungen verschiedener Diskriminierungsformen. Neben den bekannteren Varianten Sexismus und Rassismus gibt es viele weitere Annahmen, eine spezielle Gruppe sei mehr wert als andere. Hier einige Beispiele:Ableismus: Menschen ohne körperliche oder geistige Behinderungen wird mehr Aufmerksamkeit und Teilhabe zugestanden.Klassismus: Menschen aus gebildeteren und wohlhabenderen Schichten werden als wertvoller gesehen.Ageismus: Menschen die als zu jung oder zu alt eingestuft werden, erhalten weniger Mitspracherecht.Queerfeindlichkeit: Damit fasse ich Diskriminierungen zusammen, die von der cis-heterosexuellen Mehrheit abweichende Menschen erfahen.Speziesismus: Eine Sonderform, die Menschen allen anderen Tierarten gegenüber mehr Wert und Sonderrechte verleiht. Die dahinter liegende Ideologie wird auch als Karnismus bezeichnet.In allen Fällen gibt es eine Gruppe, die systemisch privilegiert lebt. Oft sind sich diese Menschen ihrer Vorteile gar nicht bewusst. Intersektional gesehen kommt es beispielsweise vor, dass ein cis Mann rassistisch und ableistisch diskriminiert wird, im Punkt Sexismus aber Frauen gegenüber privilegiert ist. Eine weiße, heterosexualle cis Frau erfährt dagegen zum Beispiel keine Queerfeindlichkeit. Der feministische Kampftag richtet sich nicht gegen andere von Diskriminierung Betroffene. Sondern gegen das System an sich, das unter anderem auf allen diesen Ismen aufbaut.In der Bio meines Mastodonprofils steht nicht ohne Grund „Grundgesetzultra“. Die Würde des Menschen ist unantastbar, und das gilt für alle von uns gleichermaßen.Solidarität hilft uns allenWenn wohlhabende weiße Frauen nicht sehen, welchen zusätzlichen Ungerechtigkeiten andere Menschen ausgesetzt sind, gewinnt niemand durch einen Demonstrationstag dazu. Es bringt uns nicht grundlegend voran, wenn wir uns untereinander um Krümel streiten, während die wenigen mehrfach Privilegierten noch von dieser gesellschaftlichen Polarisierung profitieren. Was ich damit meine, liest du in diesen Beiträgen:Gendersprache? Meine Meinung dazu!Bürgergeld, Stadtbild, Brandmauer – Was können wir tun?Vegane Würstchen – Wo ist das Problem?42 ist die Antwort – Von Memes und DesinformationWoke – Bin ich das?Das Thema Scheindebatten beschäftigt mich schon lange. Immer wieder tauchen sie in verschiedenen Zusammenhängen auf und dann blogge ich dazu. Weil es so existenziell wichtig ist, dass wir uns nicht aufspalten lassen und dadurch unsere Zeit, Aufmerksamkeit und Energie im Streit mit anderen von Diskriminierung Betroffenen verschwenden.Wie Maya Angelou es so richtig sagte:“The truth is, no one of us can be free until everybody is free.”Maya AngelouErst wenn wir uns gegenseitig wahrnehmen und solidarisch unterstützen, werden wir effektiv an all den Baustellen ansetzen können. Und wir werden keine Energie mehr nutzlos verpulvern, sondern feststellen, dass der Kampf gemeinsam leichter und nachhaltiger wird.Was können wir tun?Demonstrieren gehenAm 9. März finden an vielen Orten in Deutschland Aktionen zum Frauenkampftag statt. Alles gute Gelegenheiten, um unsere Feminismusmuskeln wieder zu trainieren. Und andere Frauen, Gruppen oder ganz allgemein Menschen kennen zu lernen, die genau wie wir von einer gerechteren Welt für alle träumen. Allerdings haben nicht alle von uns haben die Möglichkeit, auf die Straße zu gehen. Auch das ist eine Frage der Privilegien und der Solidarität. Vielleicht können sie stattdessen Politiker:innen anschreiben, um so ihren Protest auszudrücken.Uns informierenWeißt du, was der Ausdruck Flinta* bedeutet? Wann hast du zum letzten Mal ein Buch oder ein Interview zum Thema Feminismus gelesen? Bist du dir deiner Privilegien bewusst? Wie viel weißt du über systematischen Rassismus in Deutschland? Wie viel über historische und aktuelle Diskriminierung gegenüber Menschen mit Behinderungen? Heutzutage steht uns zum Glück eine Fülle an Informationen zur Verfügung, nutzen wir sie!StreikenAuch wer nicht angestellt arbeitet, kann sich trotzdem dem System entziehen. Nein sagen, nicht ans Telephon gehen, nicht zur Verfügung stehen, die Social Media Präsenz für deutliche Botschaften nutzen. Weitere Ideen für den 9. März 2026 und natürlich folgende Frauenkampftage findest du in Frau Noras Podcast.Andere solidarische Stimmen verstärkenGemeinsamkeit erzeugen wir, indem wir uns gegenseitig mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Nicht nur heute lohnt es sich, Botschaften für eine gerechtere Welt zu teilen, wo auch immer du sie liest, und wo immer du online oder in deinem Umfeld dazu Gelegenheit hast.Jeden Morgen lese ich zum Beispiel Blogartikel aus meinem RSS-Feedreader und dem Bloghexenforum. Heute fielen mir dabei drei auf, die sich auf den heutigen Kampftag beziehen:Pia schreibt einen liebevollen, weisen und bestärkenden Brief an ihre Töchter:„Was ich dir wünsche, ist die Unruhe der Denkenden. Den Mut zu fragen: Stimmt das? Wem nützt das? Was verliere ich, wenn ich jetzt schweige? Und dann nicht zu schweigen, auch wenn es unbequem wird. Auch wenn man dich dafür (eine Weile) nicht mag.“Pia HübingerLorenzo schreibt darüber, dass wir noch viel zu tun haben:„Ich finde es eigentlich schlimm genug, dass wir überhaupt einen Frauentag oder einen Tag der Menschen mit Behinderungen brauchen. Warum sind Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Inklusion heute immer noch nicht ganz normal?“LorenzoUnd Katja Diehl stellt klar, dass heute kein „Frauentag“ ist, der bitte nicht nerven soll:„Ich wünsche mir einen Feminismus, der nicht aufhört, wenn er die eigenen Privilegien erreicht hat. Der nicht sagt: „Wir haben das Sternchen, das reicht.“ Der nicht weißen Frauen das Podium gibt und alle anderen in die zweite Reihe schickt.“Katja DiehlWie hältst du es mit dem intersektionalen Feminismus?Bedeutet dir der 8. März etwas? Hast du vor, morgen demonstrieren zu gehen?Wie siehst du die Begriffe Privilegien und Intersektionalität?Und von was für einer Welt träumst du?Dir hat dieser Beitrag gefallen? Weitere ähnliche Texte findest du in derKategorie Haltung
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    thuenen_aktuell@wisskomm.socialT
    ️️ Der #GenderGap in der #Teilzeitarbeit wächst deutschlandweit.Egal ob Stadt oder Land, Ost oder West – über alle Regionen hinweg ist der Unterschied zwischen teilzeitarbeitenden Frauen und Männern in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Im #Osten ist er am größten.Zum #Weltfrauentag zeigt ein neuer Expertise-Artikel, wie sich die #Erwerbsbeteiligung in #Deutschland entwickelt: https://t1p.de/Thuenen_Teilzeit#Gleichstellung #GenderHoursGap #InternationalerFrauentag #Teilzeit
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    christine@literatur.socialC
    In #Wien demonstrierten gestern erstmals Männer für #Frauenrechte und gegen Gewalt. Gefordert wird mehr therapeutische Hilfe für gewaltbereite Männer (und Opfer) und ein Männernotruf zur Selbsthilfe, wenn bei überkochenden Emotionen Gefahr droht. DANKE, zusammen verändern wir unsere Gesellschaft ️#InternationalerFrauentag
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    gebrauchskunst@fedifreu.deG
    https://enoughgenug.org/de/#Idee : wir teilen hier #Bilder von geflochtenen Zöpfen.Aufruf : Haare flechten undzusätzlich Sicherheitsnadel mit geflochtenen Material, gerne in Farben von Kurdistan anstecken, wie eine Brosche. Natürlich auch öffentlich tragen. Wir erweitern den Internationalen Frauentag, Sonntag () 8. März 2026, um den Streiktag, Montag, 9. März 2026. GENUG! BASTA! ZEIT FÜR EINEN GLOBALEN FRAUEN* GENERALSTREIK Wie mitmachen?."..Wer kann, nimmt sich den ganzen Tag. Gemeinsam setzen wir einen globalen Moment von 12 bis 14 Uhr, dem Lauf der Sonne folgend.Jedes #ENOUGH! zählt. Mache bei einem der #Events mit, denke dir eine eigene #Streikaktion aus, finde deine #Regionalgruppe oder gründe eine eigene. Streik Event Kalender https://enoughgenug.org/de/#InternationalerFrauentag #FrauLebenFreiheit #AktionZöpfeflechten #Solidarität #rojava #Kurdistan #GENERALSTREIK #FLINTA #Frauen #Streik #Frauenstreik#8März #fkt2026 #8M26 #Demokratie#Gebrauchskunst