Über 1000 Aufrufe auf unser Video mit Einordnungen zum Barrierefreiheits-Vortrag vom diesjährigen #39c3 - und die Verantwortungsübernahme bleibt aus. Wie @kc und ich aufzeigen konnten, gab es in dem Vortrag nicht nur die Reproduktion gängiger ableistischer Narrative, sondern auch ungenaue, falsche und rechtswidrige Aussagen der Vortragenden. Natürlich haben wir die Vortragenden kontaktiert (danke an @kc dafür), aber bisher keine Reaktion erhalten. Ja, man kann jetzt sagen waren ja auch Feiertage, dies das. Aber sind wir mal ehrlich: Der Kongress fand auch zwischen den Feiertagen statt. Wenn ein Fachvortrag derartige Mängel aufweist (und auch bei der Froscon schon aufwies), dann ist es auch nicht nur in der Verantwortung der Vortragenden, sondern mindestens auch derjenigen, die entschieden haben, den Vortrag auch auf die CCC Bühne zu holen. Aber bisher nur Schweigen im Walde. Der Vortrag hat über media.ccc und youtube zusammen knapp 6500 Aufrufe. Es ist toll, das das Interesse an dem Thema so groß ist. Es ist nicht toll, dass der Großteil dieser Menschen jetzt aber mit falschen bis schädlichen Infos versorgt ist. All das ist auch Teil von strukturellem Ableismus: Man solle ja froh sein, dass das Thema überhaupt behandelt wird, Leute können (bisher) konsequenzlos behindertenfeindliche "Lösungen" in Fachtalks verbreiten und die Aufarbeitung bleibt bei Betroffenen, die selbst dafür kämpfen müssen, sich hier die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen. Das ist alles nicht ok.