Liebe Freunde der Wochentage und des #DNIPBriefing|s: Es ist wieder Dienstag!
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Ganz offensichtlich setzt Bending Spoons auf die Trägheit der Benutzerinnen, welche lieber bei einem sich graduell verschlechternden Produkt bleiben (und dafür bezahlen) als sich die Mühe eines Wechsels zu einer Alternative zu nehmen. Datenmigrationen sind, sofern sie überhaupt möglich sind, oft aufwändig und unvollständig, und man verliert durch den Wechsel auf etwas Neues wie so oft auch eine Community.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Applikations-Kuehe-melkenIn einem anderen Zusammenhang formulierte es @pluralistic wie folgt:
«So lange dein Schmerz durch Nutzung des Dienstes kleiner ist als der Schmerz durch verlassen des Dienstes, können die Firmen die Daumenschrauben an den Nutzern immer mehr anziehen, um deren Leben immer schlechter zu machen, um mehr Profit aus ihnen zu schlagen. Deshalb löschte Musk den Blockieren-Button und Zuck feuerte alle seine Moderatoren.»
https://pluralistic.net/2025/01/14/contesting-popularity/#everybody-samba
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In einem anderen Zusammenhang formulierte es @pluralistic wie folgt:
«So lange dein Schmerz durch Nutzung des Dienstes kleiner ist als der Schmerz durch verlassen des Dienstes, können die Firmen die Daumenschrauben an den Nutzern immer mehr anziehen, um deren Leben immer schlechter zu machen, um mehr Profit aus ihnen zu schlagen. Deshalb löschte Musk den Blockieren-Button und Zuck feuerte alle seine Moderatoren.»
https://pluralistic.net/2025/01/14/contesting-popularity/#everybody-samba
3️⃣ Unter dem Titel KI – Der Tod des Internets zeigt SRF einen ZDF-/Arte-Film, der die dunklen Hintergründe der glänzenden KI-Welt zusammenfasst. Für regelmässige DNIP-Leserinnen ist vieles davon nicht neu, doch es ist kompakt und zugänglich. In den 50 Minuten wird aufgezeigt, wie das Internet, unsere Bücher und andere Medien durch KI-generierten Slop zugemüllt wird. Und wie Leute mit wenigen Klicks Geld an uns und anderen Dummen verdienen, die darauf hereinfallen.
https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/ki---der-tod-des-internets?urn=urn%3Asrf%3Avideo%3A59498230-c2df-4ecc-af55-50b17af007a6 -
3️⃣ Unter dem Titel KI – Der Tod des Internets zeigt SRF einen ZDF-/Arte-Film, der die dunklen Hintergründe der glänzenden KI-Welt zusammenfasst. Für regelmässige DNIP-Leserinnen ist vieles davon nicht neu, doch es ist kompakt und zugänglich. In den 50 Minuten wird aufgezeigt, wie das Internet, unsere Bücher und andere Medien durch KI-generierten Slop zugemüllt wird. Und wie Leute mit wenigen Klicks Geld an uns und anderen Dummen verdienen, die darauf hereinfallen.
https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/ki---der-tod-des-internets?urn=urn%3Asrf%3Avideo%3A59498230-c2df-4ecc-af55-50b17af007a6Und schliesst mit ein paar zuversichtlichen Worten.
Schaut diesen Film doch gemeinsam mit jemandem an, der oder die nicht regelmässig DNIP liest
.
https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/ki---der-tod-des-internets?urn=urn%3Asrf%3Avideo%3A59498230-c2df-4ecc-af55-50b17af007a6 -
Und schliesst mit ein paar zuversichtlichen Worten.
Schaut diesen Film doch gemeinsam mit jemandem an, der oder die nicht regelmässig DNIP liest
.
https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/ki---der-tod-des-internets?urn=urn%3Asrf%3Avideo%3A59498230-c2df-4ecc-af55-50b17af007a6Übrigens: Etwas verwirrend ist, dass bei einem KI-kritischen Film in den ersten Sekunden die Nachricht «Dieser Film enthält KI-generierte Sequenzen» aufpoppt. Ab Minute 19:30 wird erklärt, dass man den von den KI-Systemen produzierte massenhafte Müll aussortieren müsse und die wenigen guten Resultate gezielt weiterverarbeiten soll. Drücken wir da ein Auge zu; denn irgendwie passen die Grafiken und Videosequenzen auch sehr gut zum Thema.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#KI-und-der-Tod-des-Internets -
Übrigens: Etwas verwirrend ist, dass bei einem KI-kritischen Film in den ersten Sekunden die Nachricht «Dieser Film enthält KI-generierte Sequenzen» aufpoppt. Ab Minute 19:30 wird erklärt, dass man den von den KI-Systemen produzierte massenhafte Müll aussortieren müsse und die wenigen guten Resultate gezielt weiterverarbeiten soll. Drücken wir da ein Auge zu; denn irgendwie passen die Grafiken und Videosequenzen auch sehr gut zum Thema.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#KI-und-der-Tod-des-Internets4️⃣ Suchmaschinen wollen immer mehr Verkehr bei sich behalten. Schon seit vielen Jahren werden nicht nur Titel und ein Ausschnitt aus den Webseiten wiedergegeben, sondern eine ständig steigende Anzahl weitere Informationen.
Seit einigen Monaten gehören auch diese „KI-Übersichten“ dazu, die versuchen, die Nutzeranfrage gleich direkt zu beantworten. Laut eigener Erfahrung sind – besonders bei etwas exotischeren Themen – diese Zusammenfassungen nicht immer korrekt.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Dr-Google-empfiehlt-Mr-Youtube -
4️⃣ Suchmaschinen wollen immer mehr Verkehr bei sich behalten. Schon seit vielen Jahren werden nicht nur Titel und ein Ausschnitt aus den Webseiten wiedergegeben, sondern eine ständig steigende Anzahl weitere Informationen.
Seit einigen Monaten gehören auch diese „KI-Übersichten“ dazu, die versuchen, die Nutzeranfrage gleich direkt zu beantworten. Laut eigener Erfahrung sind – besonders bei etwas exotischeren Themen – diese Zusammenfassungen nicht immer korrekt.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Dr-Google-empfiehlt-Mr-YoutubeKeine Überraschung, wenn man die Funktionsweise der dahinterliegenden Sprachmodelle kennt.
https://dnip.ch/2024/09/25/ki-chatbots-llm-chatgpt-fehler-entstehen-korrigieren/ -
Keine Überraschung, wenn man die Funktionsweise der dahinterliegenden Sprachmodelle kennt.
https://dnip.ch/2024/09/25/ki-chatbots-llm-chatgpt-fehler-entstehen-korrigieren/Nun gibt es eine Studie der SEO-Firma „SE Ranking“, woher die Informationen zu diesen sogenannten „AI overviews“ stammen, wie The Guardian berichtet. Untersucht wurden dabei 50’000 Google-Anfragen zu Gesundheitsthemen. Fragen, bei denen Falschinformationen schnell einmal gefährlich werden können. Resultat: YouTube ist die häufigste Datenquelle; medizinische Fachseiten erfolgen erst mindestens um den Faktor 2-3 abgeschlagen.
https://www.theguardian.com/technology/2026/jan/24/google-ai-overviews-youtube-medical-citations-study -
Nun gibt es eine Studie der SEO-Firma „SE Ranking“, woher die Informationen zu diesen sogenannten „AI overviews“ stammen, wie The Guardian berichtet. Untersucht wurden dabei 50’000 Google-Anfragen zu Gesundheitsthemen. Fragen, bei denen Falschinformationen schnell einmal gefährlich werden können. Resultat: YouTube ist die häufigste Datenquelle; medizinische Fachseiten erfolgen erst mindestens um den Faktor 2-3 abgeschlagen.
https://www.theguardian.com/technology/2026/jan/24/google-ai-overviews-youtube-medical-citations-studyAuffällig auch, dass Youtube häufiger für KI-Übersichten herangezogen wird, als es in den „normalen“ Resultatlisten bei der Suche selbst auftaucht.
https://seranking.com/blog/health-ai-overviews-youtube-vs-medical-sites/ -
Auffällig auch, dass Youtube häufiger für KI-Übersichten herangezogen wird, als es in den „normalen“ Resultatlisten bei der Suche selbst auftaucht.
https://seranking.com/blog/health-ai-overviews-youtube-vs-medical-sites/Obwohl Google behauptet, dass sie für ihre KI-Überblicke „qualitativ hochwertige Resultate von vertrauenswürdigen Quellen“ verwenden, fand The Guardian in einer früheren Studie „gefährliche und alarmierende“ Fehlinformationen in den KI-Resultaten. Daraufhin deaktivierte Google die KI-Übersichten für viele medizinische Themen.
https://www.theguardian.com/technology/2026/jan/02/google-ai-overviews-risk-harm-misleading-health-information -
Obwohl Google behauptet, dass sie für ihre KI-Überblicke „qualitativ hochwertige Resultate von vertrauenswürdigen Quellen“ verwenden, fand The Guardian in einer früheren Studie „gefährliche und alarmierende“ Fehlinformationen in den KI-Resultaten. Daraufhin deaktivierte Google die KI-Übersichten für viele medizinische Themen.
https://www.theguardian.com/technology/2026/jan/02/google-ai-overviews-risk-harm-misleading-health-informationAlso: Wenn es wirklich wichtig ist, unbedingt die Quellen überprüfen. Auch wenn das eine Fähigkeit ist, die bei immer mehr Menschen durch die Nutzung von KI-Systeme immer mehr verloren geht.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Dr-Google-empfiehlt-Mr-Youtube -
Also: Wenn es wirklich wichtig ist, unbedingt die Quellen überprüfen. Auch wenn das eine Fähigkeit ist, die bei immer mehr Menschen durch die Nutzung von KI-Systeme immer mehr verloren geht.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Dr-Google-empfiehlt-Mr-YoutubeÜbrigens: Google hat auch begonnen, Titel von Webseiten durch kürzere, KI-generierte Titel zu ersetzen. Dass dabei auch mal der Sinn verloren geht, ein ganz anderer Sinn entsteht oder die Aussage ganz ins Gegenteil verkehrt wird, sollte erfahrende DNIP-Leser:innen nicht überraschen.
https://www.theverge.com/ai-artificial-intelligence/835839/google-discover-ai-headlines-clickbait-nonsense -
Also: Wenn es wirklich wichtig ist, unbedingt die Quellen überprüfen. Auch wenn das eine Fähigkeit ist, die bei immer mehr Menschen durch die Nutzung von KI-Systeme immer mehr verloren geht.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Dr-Google-empfiehlt-Mr-Youtube5️⃣ Grönland (und damit auch Dänemark) erlebten in den vergangenen Wochen sehr konkrete Drohungen gegen ihre Souveränität als selbstverwaltetes Gebiet bzw. als Staat. Auch hier kann Digitalisierung helfen. So haben findige Dänen eine Applikation entwickelt, mit denen man einfach Produkte mit US-Herkunft identifizieren kann. Diese kann dann genutzt werden, um gezielt die Produkte des Landes zu boykottieren, dass Grönland einfach mal so annektieren wollte.
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5️⃣ Grönland (und damit auch Dänemark) erlebten in den vergangenen Wochen sehr konkrete Drohungen gegen ihre Souveränität als selbstverwaltetes Gebiet bzw. als Staat. Auch hier kann Digitalisierung helfen. So haben findige Dänen eine Applikation entwickelt, mit denen man einfach Produkte mit US-Herkunft identifizieren kann. Diese kann dann genutzt werden, um gezielt die Produkte des Landes zu boykottieren, dass Grönland einfach mal so annektieren wollte.
Dies funktioniert zumindest solange, bis die US-Hersteller der beiden dominanten Handy-Betriebssysteme sich entscheiden, die App aus ihren Stores (oder direkt von euren Handys) zu löschen.
https://www.zdnet.com/article/android-malicious-apps-google-flicks-kill-switch/ -
Dies funktioniert zumindest solange, bis die US-Hersteller der beiden dominanten Handy-Betriebssysteme sich entscheiden, die App aus ihren Stores (oder direkt von euren Handys) zu löschen.
https://www.zdnet.com/article/android-malicious-apps-google-flicks-kill-switch/6️⃣ Dass man mittels Mobilfunk-Antennen geografisch getrackt werden kann, dürfte unterdessen allgemein bekannt sein. Gerade in urbanen Gebieten mit vielen Antennen sind die von der jeweiligen Antenne abgedeckten Bereiche klein genug, um schon rein aus dem Aufenthalt in einem solchen Bereich recht genau ableiten zu können, wo man sich aufgehalten (und mit wem man sich allenfalls getroffen) hat. https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Geotracking-fuer-Fortgeschrittene
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6️⃣ Dass man mittels Mobilfunk-Antennen geografisch getrackt werden kann, dürfte unterdessen allgemein bekannt sein. Gerade in urbanen Gebieten mit vielen Antennen sind die von der jeweiligen Antenne abgedeckten Bereiche klein genug, um schon rein aus dem Aufenthalt in einem solchen Bereich recht genau ableiten zu können, wo man sich aufgehalten (und mit wem man sich allenfalls getroffen) hat. https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Geotracking-fuer-Fortgeschrittene
Weniger bekannt ist, dass die gängigen Mobilfunk-Standards (2G-5G) auch die Möglichkeit beinhalten, den GPS-gestützten Standort eines Mobiltelefons zu erhalten. Dieser wird vom Mobiltelefon zwar nicht standardmässig an die Antenne und den Betreiber übermittelt. In den Mobilfunk-Protokollen ist aber eine Funktion enthalten, mit welcher der Betreiber ein Mobiltelefon bitten kann, dessen GPS-Koordinaten (falls vorhanden) zu übermitteln.
https://an.dywa.ng/carrier-gnss.html -
Weniger bekannt ist, dass die gängigen Mobilfunk-Standards (2G-5G) auch die Möglichkeit beinhalten, den GPS-gestützten Standort eines Mobiltelefons zu erhalten. Dieser wird vom Mobiltelefon zwar nicht standardmässig an die Antenne und den Betreiber übermittelt. In den Mobilfunk-Protokollen ist aber eine Funktion enthalten, mit welcher der Betreiber ein Mobiltelefon bitten kann, dessen GPS-Koordinaten (falls vorhanden) zu übermitteln.
https://an.dywa.ng/carrier-gnss.htmlDas mag den durchaus praktischen Zweck haben, die Netzabdeckung zu optimieren etc. Es stellt aber auch eine recht direkte Einladung für Überwachung aller Art dar.
Bisher bieten Mobiltelefone keine Möglichkeit, diese Art von Standortabfrage zu unterdrücken. Apple hat jetzt zumindest angekündigt, dies ab iOS 26.3 auf iPhones mit Apples eigenem Mobilfunk-Chip zu erlauben. Allen anderen bleibt nur die Möglichkeit, GPS insgesamt abzuschalten.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Geotracking-fuer-Fortgeschrittene -
Das mag den durchaus praktischen Zweck haben, die Netzabdeckung zu optimieren etc. Es stellt aber auch eine recht direkte Einladung für Überwachung aller Art dar.
Bisher bieten Mobiltelefone keine Möglichkeit, diese Art von Standortabfrage zu unterdrücken. Apple hat jetzt zumindest angekündigt, dies ab iOS 26.3 auf iPhones mit Apples eigenem Mobilfunk-Chip zu erlauben. Allen anderen bleibt nur die Möglichkeit, GPS insgesamt abzuschalten.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Geotracking-fuer-Fortgeschrittene7️⃣ Heise betitelte einen Artikel mit «KI-Anonymisierungen bei Urteilen nur sinnvoll, wen sie den Menschen übertrifft» (inzwischen wurde der Titel leicht geändert). Und fasst damit die wichtigste Erkenntnis eigentlich schon zusammen, wenn man versucht, Dokumente mit personenidentifizierenden Merkmalen im grossen Stil anonymisiert zu veröffentlichen.
https://www.heise.de/hintergrund/KI-Anonymisierung-bei-Urteilen-nur-sinnvoll-wenn-sie-Menschen-uebertrifft-11153620.html -
7️⃣ Heise betitelte einen Artikel mit «KI-Anonymisierungen bei Urteilen nur sinnvoll, wen sie den Menschen übertrifft» (inzwischen wurde der Titel leicht geändert). Und fasst damit die wichtigste Erkenntnis eigentlich schon zusammen, wenn man versucht, Dokumente mit personenidentifizierenden Merkmalen im grossen Stil anonymisiert zu veröffentlichen.
https://www.heise.de/hintergrund/KI-Anonymisierung-bei-Urteilen-nur-sinnvoll-wenn-sie-Menschen-uebertrifft-11153620.htmlDiese Forderung nach besserer Qualität der KI-Anonymisierung im Vergleich zum rein menschlichen Anonymisierungsprozess ist vor allem dann wichtig, wenn die menschliche Kontrolle nur noch nachgelagerte ist («human in the loop»). Denn wenn jemand ein bereits anonymisiertes Dokument noch einmal durchliest, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass genau die wenigen verbliebenen Fehler gefunden werden. Dafür ist die Aufgabe zu monoton und zu fehleranfällig für Menschen.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Gerichtsurteile-anonymisieren-%E2%80%93-mit-KI -
Diese Forderung nach besserer Qualität der KI-Anonymisierung im Vergleich zum rein menschlichen Anonymisierungsprozess ist vor allem dann wichtig, wenn die menschliche Kontrolle nur noch nachgelagerte ist («human in the loop»). Denn wenn jemand ein bereits anonymisiertes Dokument noch einmal durchliest, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass genau die wenigen verbliebenen Fehler gefunden werden. Dafür ist die Aufgabe zu monoton und zu fehleranfällig für Menschen.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Gerichtsurteile-anonymisieren-%E2%80%93-mit-KI«Deshalb sagen wir: Wenn man ein System einsetzt, dann muss es vorher so gründlich evaluiert sein, dass es in einer klar definierten Domäne nachweislich besser ist als menschliche Arbeit. Erst dann ist ein vollautomatischer Einsatz verantwortbar.»
Prof. Stephanie Evert im Heise-Interview
https://www.heise.de/hintergrund/KI-Anonymisierung-bei-Urteilen-nur-sinnvoll-wenn-sie-Menschen-uebertrifft-11153620.html -
«Deshalb sagen wir: Wenn man ein System einsetzt, dann muss es vorher so gründlich evaluiert sein, dass es in einer klar definierten Domäne nachweislich besser ist als menschliche Arbeit. Erst dann ist ein vollautomatischer Einsatz verantwortbar.»
Prof. Stephanie Evert im Heise-Interview
https://www.heise.de/hintergrund/KI-Anonymisierung-bei-Urteilen-nur-sinnvoll-wenn-sie-Menschen-uebertrifft-11153620.htmlGrundsätzlich muss man sich immer Gedanken machen, wie hoch die akzeptable Fehlerquote jedes strukturierten Prozesses sein soll. Egal, ob er von einer mechanischen Maschine, einem Menschen, einem KI-System oder einer Kombination davon ausgeführt werden soll. Man sollte sich auch überlegen, welche Fehler denn auftreten könnten. Dabei sollte man ganz besonders an die Sonderfälle denken und auch mögliche böswillige Manipulationen berücksichtigen.
https://dnip.ch/2026/02/03/dnip-briefing-58-von-passwoertern-und-kuehen/#Gerichtsurteile-anonymisieren-%E2%80%93-mit-KI