Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.
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Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.
Der Vergleich zum Glücksspiel ist treffender, als diejenigen ahnen, die ihn verwenden:
* zutiefst korruptes Geschäftsmodell
* große Schäden für die Gesellschaft
* Mindestalter LEGITIMIERT das Geschäftsmodell und seine Opfer sind „selbst schuld.“
So wird der Missstand zementiert, statt an der Wurzel eliminiert.@linuzifer Es ist egal welches Netzwerk gewählt wird, sobald Menschen miteinander kommunizieren können, wird es Werbung, Sexuelle Inhalte, Hass, extremistisches Gedankengut etc geben. Es ist irrelevant ob es einen Algorithmus oder gar ein Geschäftsmodell gibt. Das Alter ist ein guter Wert, um bestimmte Dinge zu verbieten. Diese Art der Regulation funktioniert auch für andere Dinge.(Medien Ratings, Alkohol, Zigaretten, Fahrzeuge führen, als Erwachsen gelten, Arbeitszeitgesetze, Schulpflicht uvm)
In der Zeit in der es verboten ist, muss kontrolliert Kompetenz mit Hilfe erfahrener Personen gebildet werden.
Ansonsten bliebe nur, SoMe komplett zu verbieten.
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Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.
Der Vergleich zum Glücksspiel ist treffender, als diejenigen ahnen, die ihn verwenden:
* zutiefst korruptes Geschäftsmodell
* große Schäden für die Gesellschaft
* Mindestalter LEGITIMIERT das Geschäftsmodell und seine Opfer sind „selbst schuld.“
So wird der Missstand zementiert, statt an der Wurzel eliminiert.@linuzifer Wie soll das Verbot eigentlich enforced werden?
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@linuzifer
"die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf"
Darum geht es doch auch nicht. Es geht darum, dass diese Gefahren einen viel stärkeren Einfluss auf Kinder in bestimmten Entwicklungsphasen und Selbstwahrnehmung haben. Vielleicht diese sogar bremsen. Deswegen sind Alkohol und Zigaretten für Kinder verboten.
Mir liegt in dieser Argumentation zu viel Aufmerksamkeit auf die eigenen Bedürfnisse, als auf die Expertise über Pädagogik und Psychologie.@t_robinart
Und diese Kinder und Jugendlichen brauch Plätze wo der Austausch in diesen Entwicklungsphasen der Selbstwahrnehmung haben. Und der ist inzwischen fast nur noch in Onlinenetzwerken zu finden. Oder sollen die sich alle in diese eingezäunten Minispielplatzzellen mit einem Schaukelgerät zwängen um sich auf die Erwachsenenwelt vorzubereiten?
@linuzifer -
Ein Kollege hat mir dazu erklärt, dass es beim Rauchen in der USA damals wohl folgendermaßen ablief:
Man hat das gesellschaftliche Problem erkannt, kam aber zu dem Schluss, dass man es nicht allen verbieten kann. Der Aufschrei wäre zu groß - und das eben auch bei Wahlberechtigten. Deshalb hat man das Verbot erst bei Kindern und Jugendlichen umgesetzt.
Die Hoffnung war aber wohl schon auch, dass es eine gesellschaftliche Debatte auslöst und die Gefahr des Rauchens für alle unterstrichen wird. Und das dadurch schlussendlich auch weniger Erwachsene Rauchen würden.Ich weiß nicht, ob das so stimmt. Aber ich finde schon, dass durch das Verbot in Australien eine ernstere Debatte auch unter Erwachsenen geführt wird. In meinem Umfeld sagen viele Erwachsene, dass ihr Umgang mit Social Media und dem Smartphone nicht gesund ist - und eher an Suchtverhalten erinnert. Und viele geben auch zu, dass sie aktiv versuchen dagegen zu kämpfen.
Ich bin schon auch gegen das Verbot, gerade wegen der Ausweispflicht. Aber die Entwicklung der Debatte - auch unter Erwachsenen - empfinde ich als positiv.
@davidbeck Meine Rede. Ich denke man wird Social Media irgendwann als das Rauchen unserer Zeit ansehen. Aufgefallen ist mir das mal als ich bemerkt habe, dass früher Leute in Werbungen und auf Plakaten geraucht haben. Heute werden sie mit Handy in der Hand abgebildet.
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A alsternerd@akkoma.alster.space shared this topic
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Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.
Der Vergleich zum Glücksspiel ist treffender, als diejenigen ahnen, die ihn verwenden:
* zutiefst korruptes Geschäftsmodell
* große Schäden für die Gesellschaft
* Mindestalter LEGITIMIERT das Geschäftsmodell und seine Opfer sind „selbst schuld.“
So wird der Missstand zementiert, statt an der Wurzel eliminiert.nicht das eine gegen das andere ausspielen! beides geht
* kontrolle von bigtech nicht nur auf algo ebene.
* regeln und verbote für under age -
@t_robinart
Und diese Kinder und Jugendlichen brauch Plätze wo der Austausch in diesen Entwicklungsphasen der Selbstwahrnehmung haben. Und der ist inzwischen fast nur noch in Onlinenetzwerken zu finden. Oder sollen die sich alle in diese eingezäunten Minispielplatzzellen mit einem Schaukelgerät zwängen um sich auf die Erwachsenenwelt vorzubereiten?
@linuzifer@stubenhocker
Das wahrgewordene Waffeln - Pfannkuchen - Meme. Ich habe nirgendwo behauptet, dass wir keine Ausweichmöglichkeiten schaffen müssen, sondern lediglich die Argumentation infrage gestellt. Aber davon mal abgesehen, ist auch dieses Argument BS. Vor Social Media haben wir das Erwachsenwerden auch hinbekommen Austausch in rl und so. Was bedeutet vorbereiten? Gibt es da Kurse? Ich bin nicht mal 100% für ein Verbot, aber die Gegenseite liefert bis jetzt nur spärlich gute Argumente. 1/2 -
@stubenhocker
Das wahrgewordene Waffeln - Pfannkuchen - Meme. Ich habe nirgendwo behauptet, dass wir keine Ausweichmöglichkeiten schaffen müssen, sondern lediglich die Argumentation infrage gestellt. Aber davon mal abgesehen, ist auch dieses Argument BS. Vor Social Media haben wir das Erwachsenwerden auch hinbekommen Austausch in rl und so. Was bedeutet vorbereiten? Gibt es da Kurse? Ich bin nicht mal 100% für ein Verbot, aber die Gegenseite liefert bis jetzt nur spärlich gute Argumente. 1/2@stubenhocker
Und mal gegengefragt: wie schützen wir denn Kinder vor so Sachen wie Epstein? Vor Menschen, die sich jedes Bild/ Video runterladen und damit machen was sie wollen? (Dank KI ja auch viel einfacher) Vor Chats, die genutzt werden, um Kinder zu beeinflussen, groomen etc. Was ist mit der "Sucht"? Die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne duch tiktok und co? Warum ist das Wort Smartphoneverbot eigentlich noch nicht gefallen? Das fände ich tatsächlich sinniger. -
@stubenhocker
Das wahrgewordene Waffeln - Pfannkuchen - Meme. Ich habe nirgendwo behauptet, dass wir keine Ausweichmöglichkeiten schaffen müssen, sondern lediglich die Argumentation infrage gestellt. Aber davon mal abgesehen, ist auch dieses Argument BS. Vor Social Media haben wir das Erwachsenwerden auch hinbekommen Austausch in rl und so. Was bedeutet vorbereiten? Gibt es da Kurse? Ich bin nicht mal 100% für ein Verbot, aber die Gegenseite liefert bis jetzt nur spärlich gute Argumente. 1/2@t_robinart
Die Argumente sind nicht spärlich, sie sind nur spärlich, und an der Primetimesendezeit vorbei, verbreitet. -
@t_robinart
Die Argumente sind nicht spärlich, sie sind nur spärlich, und an der Primetimesendezeit vorbei, verbreitet.@stubenhocker
Primetimesendezeit? Soll das irgendwie beleidigen, nachdem wir uns auf Social Media darüber austauschen? In einem Thread, in dessen Ausgangspost ein Video gezeigt wird, dessen Inhalt ich kritisiert habe? Wo sind sie denn, die guten Argumente? "Sie sind nicht spärlich, sondern nur spärlich", damit gewinnt man nun wirklich keine Argumentation über "Social Media hilft beim Erwachsen werden". -
@stubenhocker
Und mal gegengefragt: wie schützen wir denn Kinder vor so Sachen wie Epstein? Vor Menschen, die sich jedes Bild/ Video runterladen und damit machen was sie wollen? (Dank KI ja auch viel einfacher) Vor Chats, die genutzt werden, um Kinder zu beeinflussen, groomen etc. Was ist mit der "Sucht"? Die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne duch tiktok und co? Warum ist das Wort Smartphoneverbot eigentlich noch nicht gefallen? Das fände ich tatsächlich sinniger.@t_robinart
Ich muss nicht den richtigen Weg zum Ziel bereits kennen, wenn ich fastgestellt habe gerade in die völlig falsche Richtung zu laufen, und ich muss dafür auch nicht bereits am Ende des falschen Weges angekommen sein.Wenn ich mich in der Gegend nicht genug auskenne und mein Navi spinnt, muss ich halt schauen wo ich mich kompetent durchfrage, und diese Kompetenten reissen sich seit Jahren den Arsch für uns auf die digitalen Navis vernünftig zu programmieren, und wir ignorieren sie.
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Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.
Der Vergleich zum Glücksspiel ist treffender, als diejenigen ahnen, die ihn verwenden:
* zutiefst korruptes Geschäftsmodell
* große Schäden für die Gesellschaft
* Mindestalter LEGITIMIERT das Geschäftsmodell und seine Opfer sind „selbst schuld.“
So wird der Missstand zementiert, statt an der Wurzel eliminiert.@linuzifer na ist doch ganz einfach.
weniger minderjährige im Netz, also auch weniger kinderp*** im Netz.
Und wenn sie doch auftauchen dann kann man die Kinder Anzeigen, weil die halten sich ja unerlaubt im Netz auf.
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@t_robinart
Ich muss nicht den richtigen Weg zum Ziel bereits kennen, wenn ich fastgestellt habe gerade in die völlig falsche Richtung zu laufen, und ich muss dafür auch nicht bereits am Ende des falschen Weges angekommen sein.Wenn ich mich in der Gegend nicht genug auskenne und mein Navi spinnt, muss ich halt schauen wo ich mich kompetent durchfrage, und diese Kompetenten reissen sich seit Jahren den Arsch für uns auf die digitalen Navis vernünftig zu programmieren, und wir ignorieren sie.
@t_robinart
Wir sind hier genauso ignorant gegen die mit Expertisr wie beim Klimathema und bleiben der fossilen Lösung treu.
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@t_robinart
Ich muss nicht den richtigen Weg zum Ziel bereits kennen, wenn ich fastgestellt habe gerade in die völlig falsche Richtung zu laufen, und ich muss dafür auch nicht bereits am Ende des falschen Weges angekommen sein.Wenn ich mich in der Gegend nicht genug auskenne und mein Navi spinnt, muss ich halt schauen wo ich mich kompetent durchfrage, und diese Kompetenten reissen sich seit Jahren den Arsch für uns auf die digitalen Navis vernünftig zu programmieren, und wir ignorieren sie.
@stubenhocker
Und das bezieht sich jetzt auf welche meiner Aussagen? Gegenargumente funktionieren nur, wenn sie sich auf ein bereits vorhandenes beziehen. -
@t_robinart
Wir sind hier genauso ignorant gegen die mit Expertisr wie beim Klimathema und bleiben der fossilen Lösung treu.
️@stubenhocker
Das gilt aber auch für das analoge Leben. Wir haben seit vielen Jahren professionelle Menschen, die sich mit Pädagogik und der menschlichen Entwicklung auskennen und sie werden ignoriert. -
@stubenhocker
Primetimesendezeit? Soll das irgendwie beleidigen, nachdem wir uns auf Social Media darüber austauschen? In einem Thread, in dessen Ausgangspost ein Video gezeigt wird, dessen Inhalt ich kritisiert habe? Wo sind sie denn, die guten Argumente? "Sie sind nicht spärlich, sondern nur spärlich", damit gewinnt man nun wirklich keine Argumentation über "Social Media hilft beim Erwachsen werden".@t_robinart
Warum sollte der Verweis auf den Zeitraum die Tagesschau und anschliessenden Bullshitbingotalks eine Beleidigung an dich sein?Oder hast du da eine Verantwortlichkeit für?

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@stubenhocker
Primetimesendezeit? Soll das irgendwie beleidigen, nachdem wir uns auf Social Media darüber austauschen? In einem Thread, in dessen Ausgangspost ein Video gezeigt wird, dessen Inhalt ich kritisiert habe? Wo sind sie denn, die guten Argumente? "Sie sind nicht spärlich, sondern nur spärlich", damit gewinnt man nun wirklich keine Argumentation über "Social Media hilft beim Erwachsen werden".@t_robinart
"Sie sind nicht spärlich, sondern nur spärlich (..) verbreitet."Meine Güte nochmal..

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@t_robinart
Warum sollte der Verweis auf den Zeitraum die Tagesschau und anschliessenden Bullshitbingotalks eine Beleidigung an dich sein?Oder hast du da eine Verantwortlichkeit für?

@stubenhocker
"Hm, Du fühlst Dich durch eine versteckte Herabwürdigung beleidigt? Muss wohl an Dir liegen." Ist das diese Erwachsensein bei dem Dir Social Media geholfen hat? Man stelle sich vor, in der Debatte um das Social Media Verbot würde so argumentiert.Bullshitbingotalk, in der Tat.
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@stubenhocker
Das gilt aber auch für das analoge Leben. Wir haben seit vielen Jahren professionelle Menschen, die sich mit Pädagogik und der menschlichen Entwicklung auskennen und sie werden ignoriert.@t_robinart
Gut, das ist natürlich ein Argument, das konsequent in allen Bereichen durch zu ziehen.
Stark, beharrlich unbeirrt, Vertrauen erhärtend. -
Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.
Der Vergleich zum Glücksspiel ist treffender, als diejenigen ahnen, die ihn verwenden:
* zutiefst korruptes Geschäftsmodell
* große Schäden für die Gesellschaft
* Mindestalter LEGITIMIERT das Geschäftsmodell und seine Opfer sind „selbst schuld.“
So wird der Missstand zementiert, statt an der Wurzel eliminiert.@linuzifer Suchtstrukturen bilden sich im Kinder und Jugendalter. Als Erwachsene müssen wir dann gegen diese Suchtstrukturen ankämpfen.
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@linuzifer jep, social media ab 18 aufwärts ist wohl eher das Problem

@mnmlist @linuzifer Wie so oft hat #DerPostillon die Lösung:
https://www.der-postillon.com/2026/02/social-media-verbot-ue-40.html