So, ich sag's mal laut: Ich halte den Messenger für die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern/Schülerinnen am Gymnasium für ein Unding.
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So, ich sag's mal laut: Ich halte den Messenger für die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern/Schülerinnen am Gymnasium für ein Unding. Ja, das haben sich viele Lehrkräfte so gewünscht in der Schulschließungszeit. Und sie finden es auch jetzt so praktisch, weil man schnell alle erreichen kann. Das heißt aber auch, dass wir schon SuS daran gewöhnen, ständig erreichbar zu sein. Ich möchte das nicht und halte es für schädlich. #FediLZ
@herr_rau Sind eure Schüler über den Messenger immer erreichbar? Wir haben ihn, ich nutze ihn eigentlich gern, aber erreiche je nach Jgst. nur zwischen 30 und 60 Prozent meiner Schüler damit. Ist also immer mehr so ein "in den Nebel hineinrufen"...
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@herr_rau @DePaelzerBu Das kommt drauf an (also IMHO, verstehe Deinen Standpunkt). Für die Jahrgangsstufen unterhalb der ca. 9 würde ich das auch so sehen, da reicht die Reaktionszeit, die Lehrkräfte für „analoge Mitteilungen“ (in der Klasse) machen. Darüber beginnt z.B. in der RS ja bereits die Berufsvorbereitung. Auf der anderen Seite gilt ebenso, dass der Messender nicht dazu da ist, irgendwelchen trivialen Quark zu verteilen, der Wochen Zeit hat. Und wenn, dann dazuschreiben.

@Linkshaender @DePaelzerBu Ich habe mich nur aufs Gymnasium bezogen, weil das an anderen Schularten anders sein mag. Mich stören weniger die Sachen, die noch lange Zeit hätten, als die Sachen, die man im Unterricht vergessen hat und jetzt nachholt. So wie Columbo sich in der Tür umdreht. Bei uns sehen die meisten Lehrkräfte ihre Klasse zwei- bis dreimal in der Woche, eiliger darf selten etwas sein. manchmal auch nur einmal, stimmt, aber das Klassenzimmer ist im Schulgebäude stets erreichbar.
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@herr_rau Sind eure Schüler über den Messenger immer erreichbar? Wir haben ihn, ich nutze ihn eigentlich gern, aber erreiche je nach Jgst. nur zwischen 30 und 60 Prozent meiner Schüler damit. Ist also immer mehr so ein "in den Nebel hineinrufen"...
@againman "Sind eure Schüler über den Messenger immer erreichbar?" De facto nein. Manche ja, manche nicht, in allen Jahrgangsstufen. De jure, oder eher: Laut Hausregeln.... unklar, je nachdem, wen man fragt. Fingerspitzengefühl. Abwägung. Vielleicht.
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@Linkshaender @DePaelzerBu Ich habe mich nur aufs Gymnasium bezogen, weil das an anderen Schularten anders sein mag. Mich stören weniger die Sachen, die noch lange Zeit hätten, als die Sachen, die man im Unterricht vergessen hat und jetzt nachholt. So wie Columbo sich in der Tür umdreht. Bei uns sehen die meisten Lehrkräfte ihre Klasse zwei- bis dreimal in der Woche, eiliger darf selten etwas sein. manchmal auch nur einmal, stimmt, aber das Klassenzimmer ist im Schulgebäude stets erreichbar.
@herr_rau @DePaelzerBu Der gute Columbo stand aber physisch vor den Leuten. Ich stelle beim eigenen Kind fest, dass die Reaktionszeit auf die Wichtigkeit „Papa schreibt“ in einem sehr breiten Spektrum zu finden ist.
Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich aber sagen, wenn es schnell gehen soll, frag jemand aus der peer group, die sollen eine Nachricht mit dem pers. Messenger schicken, dann kommt innerhalb von Minuten eine Antwort. 
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@Linkshaender @DePaelzerBu Ich habe mich nur aufs Gymnasium bezogen, weil das an anderen Schularten anders sein mag. Mich stören weniger die Sachen, die noch lange Zeit hätten, als die Sachen, die man im Unterricht vergessen hat und jetzt nachholt. So wie Columbo sich in der Tür umdreht. Bei uns sehen die meisten Lehrkräfte ihre Klasse zwei- bis dreimal in der Woche, eiliger darf selten etwas sein. manchmal auch nur einmal, stimmt, aber das Klassenzimmer ist im Schulgebäude stets erreichbar.
@herr_rau @Linkshaender @DePaelzerBu Ich bin da ganz bei dir. Wenn ich was vergessen habe, dann ist das mein Problem und sollte nicht in Stress für andere gewandelt werden.
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@herr_rau @Linkshaender @DePaelzerBu Ich bin da ganz bei dir. Wenn ich was vergessen habe, dann ist das mein Problem und sollte nicht in Stress für andere gewandelt werden.
@mikebarkmin @Linkshaender @DePaelzerBu Exakt das.
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@herr_rau @DePaelzerBu Der gute Columbo stand aber physisch vor den Leuten. Ich stelle beim eigenen Kind fest, dass die Reaktionszeit auf die Wichtigkeit „Papa schreibt“ in einem sehr breiten Spektrum zu finden ist.
Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich aber sagen, wenn es schnell gehen soll, frag jemand aus der peer group, die sollen eine Nachricht mit dem pers. Messenger schicken, dann kommt innerhalb von Minuten eine Antwort. 
@Linkshaender @DePaelzerBu In einer Schule, wie ich sie gerne hätte, darf sehr wenig so eilig sein. Aber weiß schon, kein Ponyschlecken.
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@againman "Sind eure Schüler über den Messenger immer erreichbar?" De facto nein. Manche ja, manche nicht, in allen Jahrgangsstufen. De jure, oder eher: Laut Hausregeln.... unklar, je nachdem, wen man fragt. Fingerspitzengefühl. Abwägung. Vielleicht.
@herr_rau Ähnlich hier. Einige KuK haben daher bei dem Thema kapituliert, andere bleiben dran. Wirklich Wichtiges würde ich daher nicht (nur) über den Messenger kommunizieren.
Antworten erwarte ich dort auch selten, meist sind es nur Erinnerungen wie "Morgen die Lektüre nicht vergessen" oder so. -
@herr_rau Ähnlich hier. Einige KuK haben daher bei dem Thema kapituliert, andere bleiben dran. Wirklich Wichtiges würde ich daher nicht (nur) über den Messenger kommunizieren.
Antworten erwarte ich dort auch selten, meist sind es nur Erinnerungen wie "Morgen die Lektüre nicht vergessen" oder so.@againman Ja, nun, das heißt im Umkehrschluss: wir belästigen die SuS mit "nicht wirklich Wichtigem"? Als freiwilliges Zusatuangebot oder verpflichtend... weiß schon, weiß schon.
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@Linkshaender @DePaelzerBu In einer Schule, wie ich sie gerne hätte, darf sehr wenig so eilig sein. Aber weiß schon, kein Ponyschlecken.
Zwischen "die Schüler müssen immer schnell reagieren" und "ich gebe Infos schnell weiter", aber auch "manchmal MUSS es eben schnell gehen" liegen aber noch Welten.
Ich nutze unsere Mail hauptsächlich für Infos, die alle angehen. Darauf muss niemand reagieren außer sie zur Kenntnis zu nehmen.
Ausnahmen, bei denen es wirklich schnell gehen muss wären dann sowas wie "schick mir dringend deine AU, dein Betrieb hat gerade angerufen, du stehst vor der 3. Abmahnung"...
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Zwischen "die Schüler müssen immer schnell reagieren" und "ich gebe Infos schnell weiter", aber auch "manchmal MUSS es eben schnell gehen" liegen aber noch Welten.
Ich nutze unsere Mail hauptsächlich für Infos, die alle angehen. Darauf muss niemand reagieren außer sie zur Kenntnis zu nehmen.
Ausnahmen, bei denen es wirklich schnell gehen muss wären dann sowas wie "schick mir dringend deine AU, dein Betrieb hat gerade angerufen, du stehst vor der 3. Abmahnung"...
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...oder auch "ich habe nach zwei Wochen Hinterherrennen endlich deine Noten für den Antrag zur vorzeitigen Prüfung zusammen. Bitte hol Deinen Antrag diese Woche noch ab, nächste Woche ist Stichtag".
Da erwarte ich - im Sinne der Schüler - durchaus eine zeitige Reaktion.
Allerdings seh ich meine Klassen ja je nach Stundenplan auch nur alle zwei Wochen. Noch ein Tag krank und/oder ne Prüfung und/oder ne Konferenz zwischendrin, zack sind's sechs bis acht.
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@againman Ja, nun, das heißt im Umkehrschluss: wir belästigen die SuS mit "nicht wirklich Wichtigem"? Als freiwilliges Zusatuangebot oder verpflichtend... weiß schon, weiß schon.
@herr_rau Wer es als Belästigung empfindet, kann ja eine Ruhezeit einstellen.
Wie gesagt würde ich keine Antwort in X Stunden erwarten... -
...oder auch "ich habe nach zwei Wochen Hinterherrennen endlich deine Noten für den Antrag zur vorzeitigen Prüfung zusammen. Bitte hol Deinen Antrag diese Woche noch ab, nächste Woche ist Stichtag".
Da erwarte ich - im Sinne der Schüler - durchaus eine zeitige Reaktion.
Allerdings seh ich meine Klassen ja je nach Stundenplan auch nur alle zwei Wochen. Noch ein Tag krank und/oder ne Prüfung und/oder ne Konferenz zwischendrin, zack sind's sechs bis acht.
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@DePaelzerBu @Linkshaender Bei mehreren Wochen verstehe ich den Wunsch nach einem solchen Kanal!
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...oder auch "ich habe nach zwei Wochen Hinterherrennen endlich deine Noten für den Antrag zur vorzeitigen Prüfung zusammen. Bitte hol Deinen Antrag diese Woche noch ab, nächste Woche ist Stichtag".
Da erwarte ich - im Sinne der Schüler - durchaus eine zeitige Reaktion.
Allerdings seh ich meine Klassen ja je nach Stundenplan auch nur alle zwei Wochen. Noch ein Tag krank und/oder ne Prüfung und/oder ne Konferenz zwischendrin, zack sind's sechs bis acht.
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@DePaelzerBu @herr_rau Ah, BBS. Dort, wo Realität und Schule zusammenfließen.
Ja, sowas hatte ich mit „nächstem Schultag“ im Kopf, dann auch wie bei Dir entsprechend formuliert. Der Thread zeigt aber auch, wie verschieden die einzelnen Schularten doch sind. Optimist, der ich bin, gehe ich davon aus, dass „how to write a message“ irgendwann mal Teil des Unterrichts ist. (gleich nach „wie zitiere ich in einer email und warum ist das nach der Schule wichtig“
). -
@DePaelzerBu @herr_rau Ah, BBS. Dort, wo Realität und Schule zusammenfließen.
Ja, sowas hatte ich mit „nächstem Schultag“ im Kopf, dann auch wie bei Dir entsprechend formuliert. Der Thread zeigt aber auch, wie verschieden die einzelnen Schularten doch sind. Optimist, der ich bin, gehe ich davon aus, dass „how to write a message“ irgendwann mal Teil des Unterrichts ist. (gleich nach „wie zitiere ich in einer email und warum ist das nach der Schule wichtig“
).@Linkshaender
Ach, aber den kompletten Inhalt einer Mail in der Betreffzeile möchte ich nicht missen.
@herr_rau -
So, ich sag's mal laut: Ich halte den Messenger für die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern/Schülerinnen am Gymnasium für ein Unding. Ja, das haben sich viele Lehrkräfte so gewünscht in der Schulschließungszeit. Und sie finden es auch jetzt so praktisch, weil man schnell alle erreichen kann. Das heißt aber auch, dass wir schon SuS daran gewöhnen, ständig erreichbar zu sein. Ich möchte das nicht und halte es für schädlich. #FediLZ
@herr_rau Eine andere Facette des Themas ist aber, dass die wilden, oft von Eltern in der fünften Klasse initiierten, WhatsApp-Chats regelmäßig eskalieren und zu schlimmen Situationen führen. Kinder, die da nicht mitmachen wollen, sind von Informationen ausgeschlossen.
Bei uns ist jedenfalls die Grundidee, dass wir einen sicheren Raum bereitstellen, in dem Hausaufgaben und Material zum Beispiel an kranke weitergeben werden können. Natürlich nicht von Lehrkräften.
So eine Art betreutes Chatten.
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@herr_rau Eine andere Facette des Themas ist aber, dass die wilden, oft von Eltern in der fünften Klasse initiierten, WhatsApp-Chats regelmäßig eskalieren und zu schlimmen Situationen führen. Kinder, die da nicht mitmachen wollen, sind von Informationen ausgeschlossen.
Bei uns ist jedenfalls die Grundidee, dass wir einen sicheren Raum bereitstellen, in dem Hausaufgaben und Material zum Beispiel an kranke weitergeben werden können. Natürlich nicht von Lehrkräften.
So eine Art betreutes Chatten.
@herr_rau ich finde regelmäßige Kommunikation über den Unterricht hinaus von Seiten der Lehrkräfte unangemessen, dafür sollte man das nicht nutzen. Aber die Jugendlichen machen das doch überhaupt nicht mit, das ist denen doch viel zu uncool.
Wahlkurse, Fahrten – da ist der Messenger wirklich nützlich. In Klassen mit Tablets nutzen manche Kolleginnen das für unkomplizierte Weitergabe von Material.
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@herr_rau ich finde regelmäßige Kommunikation über den Unterricht hinaus von Seiten der Lehrkräfte unangemessen, dafür sollte man das nicht nutzen. Aber die Jugendlichen machen das doch überhaupt nicht mit, das ist denen doch viel zu uncool.
Wahlkurse, Fahrten – da ist der Messenger wirklich nützlich. In Klassen mit Tablets nutzen manche Kolleginnen das für unkomplizierte Weitergabe von Material.
@daszeiserl "In Klassen mit Tablets nutzen manche Kolleginnen das für unkomplizierte Weitergabe von Material." Ja, schon. Dennoch wäre mir die Auseinandersetzung mit Lernplattform oder Drive lieber.
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@daszeiserl "In Klassen mit Tablets nutzen manche Kolleginnen das für unkomplizierte Weitergabe von Material." Ja, schon. Dennoch wäre mir die Auseinandersetzung mit Lernplattform oder Drive lieber.
@herr_rau So mache ich das selber auch (lieber mebis), aber ich fand die Lösung nicht unoriginell.
Gibt es denn bei euch Kollegen, die wirklich außerhalb der Unterrichtszeit den Kindern dauernd schreiben?
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@herr_rau Eine andere Facette des Themas ist aber, dass die wilden, oft von Eltern in der fünften Klasse initiierten, WhatsApp-Chats regelmäßig eskalieren und zu schlimmen Situationen führen. Kinder, die da nicht mitmachen wollen, sind von Informationen ausgeschlossen.
Bei uns ist jedenfalls die Grundidee, dass wir einen sicheren Raum bereitstellen, in dem Hausaufgaben und Material zum Beispiel an kranke weitergeben werden können. Natürlich nicht von Lehrkräften.
So eine Art betreutes Chatten.
@daszeiserl @herr_rau
Als Vater würde ich mir diese Nutzung (also Klassenchat) sehr wünschen, dann wäre das noch ein Argument mehr gegen WA. Aber ob man den Wildwuchs damit ganz verhindert, ist fraglich.