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  3. In den Kommentaren lass ich gestern sinngemäß: wen wundert es, alle wissen, dass #LLMs ständig Fehler machen.

In den Kommentaren lass ich gestern sinngemäß: wen wundert es, alle wissen, dass #LLMs ständig Fehler machen.

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llms
218 Beiträge 54 Kommentatoren 0 Aufrufe
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  • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

    @odrotbohm @marcuwekling

    "ausschließen" ist ein absoluter Begriff.

    Aber: wenn Deine Fehlerquote bei den Leistungsbescheiden bei 50% liegt (und die Bearbeitungszeit bei > 3 Monaten), dann scheint es mir berechtigt zu fragen:

    Wäre eine Fehlerquote on 20% bei einer Bearbeitungsdauer von 30 Minuten nicht das bessere System?

    reinald@nrw.socialR This user is from outside of this forum
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    reinald@nrw.social
    schrieb zuletzt editiert von
    #106

    @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling zumal: man könnte ja durchaus ein LLM auf Gesetzestexten trainieren. Dass dann "einfach" gesetzeskonforme Bescheide erlässt. Statt unzulässig Entscheidungen zu treffen, die dann per Gericht bereinigt werden müssen.

    awettesfaiesus@mastodon.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
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    • reinald@nrw.socialR reinald@nrw.social

      @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling zumal: man könnte ja durchaus ein LLM auf Gesetzestexten trainieren. Dass dann "einfach" gesetzeskonforme Bescheide erlässt. Statt unzulässig Entscheidungen zu treffen, die dann per Gericht bereinigt werden müssen.

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      schrieb zuletzt editiert von
      #107

      @Reinald @odrotbohm @marcuwekling age old dream

      reinald@nrw.socialR 1 Antwort Letzte Antwort
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      • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

        In den Kommentaren lass ich gestern sinngemäß: wen wundert es, alle wissen, dass #LLMs ständig Fehler machen. @marcuwekling sagte am Montag bei der Lesung Ähnliches.

        Dazu:
        1️⃣In der juristischen Ausbildung lernst du, dass 50-70% der Verwaltungsakt falsch sind. Default: falsch!
        2️⃣Dazu: in meiner Schulzeit waren Atlanten/Karten immer falsch (DDR drin, teils Saarland draußen, Jugoslawien komplett). Ich habe nicht gehört, dass über Schulen ähnlich gesprochen wird, wie über LLMs. #ki

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        anwagnerdreas@hcommons.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #108

        @AwetTesfaiesus Das ist interessant. Man weiß ja, dass ausgerechnet die Anthropomorphisierung - neben der vermuteten "Intelligenz" eines so teuren Systems - zur übermäßigen Vertrauensseligkeit ggü KI beiträgt. Einer der zentralen Aspekte dabei ist das eloquente und konfidente "Auftreten", welches man in KI-Ausgaben sieht. Demgegenüber bringt jede:r menschliche Gesprächspartner:in mit der eigenen Menschlichkeit/Positionalität/Unvollkommenheit immer schon Anlass zum Zweifel mit in die Interaktion.

        Ich bin also noch nicht überzeugt, dass wir KI ggü tatsächlich kritischer als Menschen ggü sind. Ich glaube, Laien neigen zu Vertrauen in konfidentes, eloquentes Auftreten - wie es in den Textsorten begegnet, die Du nennst - gleichermaßen.

        Spannend finde ich die (KI-unabhängigen) Fragen, ob es erstens eine empirisch höhere Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Unwahrheit eloquenter Aussagen und zweitens eine mit der Ausbildung zur Jurist:in eingeübte Immunität ggü Eloquenz und Konfidenz gibt.

        awettesfaiesus@mastodon.socialA 2 Antworten Letzte Antwort
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        • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

          @expertenkommision_cyberunfall @Chaotica @Lamal

          Erlaube mir eine Polemik zu früher Stunde zu replizieren, die hier kürzlich ein junges Familienmitglied vorbrachte:

          „Ihr immer mit eurem bequemen Tesla-Haß; wie oft fragt ihr euch eigentlich, wieviel KdF-Wagen in so einem supadupa p.c. ID.3 steckt?“

          Vielleicht anders gesagt: wieviel Kaiserreich steckt eigentlich jetzt noch (de lege lata) in unserem Staat.

          expertenkommision_cyberunfall@mastodon.socialE This user is from outside of this forum
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          expertenkommision_cyberunfall@mastodon.social
          schrieb zuletzt editiert von
          #109

          @AwetTesfaiesus

          Na, dann frag lieber nicht wieviel von den Menschenversuchen der Nazis in Medizin stecken.

          Was aus dem Kaiserreich in unserem Staat steckt? Vieles was durch solidarische, linksgelesene Strukturen im Kaiserreich erkämpft wurde, aber auch vieles, was Konservative konservieren wollten.
          Die Bundesrepublik war eine Befreiung, keine Revolution.

          @Chaotica @Lamal

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          • G gormfull@mastodon.social

            @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling

            Wenn 50% falsch sind bei > 3Monaten bearbeitungszeit, wäre dann nicht ein System mit 50% Fehleranfälligkeit und 1 Minute Bearbeitung das bessere System? z.B. Münzwurf oder Würfel?
            Woher nimmst du die Annahme, dass das LLM nur 20% Fehleranfällig wäre? Es hat doch lediglich die bisherigen Daten als Grundlage. Und falls 50% falsch sind, dann sind ja auch (im Schnitt) 50% der Revisionen falsch. Es gibt also keine besseren Daten.

            G This user is from outside of this forum
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            gormfull@mastodon.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #110

            @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling

            Ausserdem gibt es da das Problem mit alpha und beta- Fehlern ( false-negative und false-positive).
            Da es sehr wenige Klagen gegen positive Bescheide geben wird, wissen wir über die false-positives gar nichts, bzw. Sind der Annahme, dass da kaum Fehler gemacht werden. Eine “vernünftige” KI oder Mitarbeiter*in würde schnell auf den Trichter kommen, dass alle positiv-Bescheide “richtig” sind.

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            • G gormfull@mastodon.social

              @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling

              Wenn 50% falsch sind bei > 3Monaten bearbeitungszeit, wäre dann nicht ein System mit 50% Fehleranfälligkeit und 1 Minute Bearbeitung das bessere System? z.B. Münzwurf oder Würfel?
              Woher nimmst du die Annahme, dass das LLM nur 20% Fehleranfällig wäre? Es hat doch lediglich die bisherigen Daten als Grundlage. Und falls 50% falsch sind, dann sind ja auch (im Schnitt) 50% der Revisionen falsch. Es gibt also keine besseren Daten.

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              gormfull@mastodon.social
              schrieb zuletzt editiert von
              #111

              @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling

              Ausserdem gibt es da das Problem mit alpha und beta- Fehlern ( false-negative und false-positive).
              Da es sehr wenige Klagen gegen positive Bescheide geben wird, wissen wir über die false-positives gar nichts, bzw. Sind der Annahme, dass da kaum Fehler gemacht werden. Eine “vernünftige” KI oder Mitarbeiter*in würde schnell auf den Trichter kommen, dass alle positiv-Bescheide “richtig” sind.

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              • anwagnerdreas@hcommons.socialA anwagnerdreas@hcommons.social

                @AwetTesfaiesus Das ist interessant. Man weiß ja, dass ausgerechnet die Anthropomorphisierung - neben der vermuteten "Intelligenz" eines so teuren Systems - zur übermäßigen Vertrauensseligkeit ggü KI beiträgt. Einer der zentralen Aspekte dabei ist das eloquente und konfidente "Auftreten", welches man in KI-Ausgaben sieht. Demgegenüber bringt jede:r menschliche Gesprächspartner:in mit der eigenen Menschlichkeit/Positionalität/Unvollkommenheit immer schon Anlass zum Zweifel mit in die Interaktion.

                Ich bin also noch nicht überzeugt, dass wir KI ggü tatsächlich kritischer als Menschen ggü sind. Ich glaube, Laien neigen zu Vertrauen in konfidentes, eloquentes Auftreten - wie es in den Textsorten begegnet, die Du nennst - gleichermaßen.

                Spannend finde ich die (KI-unabhängigen) Fragen, ob es erstens eine empirisch höhere Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Unwahrheit eloquenter Aussagen und zweitens eine mit der Ausbildung zur Jurist:in eingeübte Immunität ggü Eloquenz und Konfidenz gibt.

                awettesfaiesus@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                awettesfaiesus@mastodon.social
                schrieb zuletzt editiert von
                #112

                @anwagnerdreas

                Ich weiß ja gar nicht, ob es diesen Vertrauensvorschuss gegenüber KI wirklich so gibt.

                Was sind eigentlich die Konturen des Unterschieds zu Vertrauensankern, wie:

                -Wappen
                -Roben
                -Gerichtssäle
                -Urteilsstil

                Alle Jurist:innen lernen doch den Satz „Es ist so und kann nicht anders sein“ im Hinterkopf zu haben, wenn man Urteilsstil schreibt.

                kraemer_hb@mastodon.socialK anwagnerdreas@hcommons.socialA 2 Antworten Letzte Antwort
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                • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                  @Gormfull @odrotbohm @marcuwekling trainierst du mit den Bescheiden oder mit den Urteilen, die sie aufheben?

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                  gormfull@mastodon.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #113

                  @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling
                  Offene Frage. Bestenfalls mit dem Wissen, ob die Entscheidung “richtig” war. Das dürfte der Bescheid sein, wenn es keine Revision gab, oder das Revisionsurteil, wenn es eines gab.
                  Und hier liegt das Problem: Durch die KI wird lediglich der Filter automatisiert, mit dem ich die Leute ablehne, die keine Verbindungen und Mittel haben. Also wahrscheinlich die Bedürftigeren.

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                    @Gormfull @odrotbohm @marcuwekling trainierst du mit den Bescheiden oder mit den Urteilen, die sie aufheben?

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                    gormfull@mastodon.social
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #114

                    @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling
                    Offene Frage. Bestenfalls mit dem Wissen, ob die Entscheidung “richtig” war. Das dürfte der Bescheid sein, wenn es keine Revision gab, oder das Revisionsurteil, wenn es eines gab.
                    Und hier liegt das Problem: Durch die KI wird lediglich der Filter automatisiert, mit dem ich die Leute ablehne, die keine Verbindungen und Mittel haben. Also wahrscheinlich die Bedürftigeren.

                    awettesfaiesus@mastodon.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                      @Reinald @odrotbohm @marcuwekling age old dream

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                      reinald@nrw.social
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #115

                      @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling I know. Trotzdem sind wir der Vision möglicherweise näher denn jehmals, die Textproduktionsautomaten aka LLMs sind da schon ziemlich gut geworden. Man darf natürlich keine offen trainiertes Modell mit all dem Mist aus dem Internet darauf ansetzen. Und mancher Amtsleiter wird seinen gesetzeswidrigen Anordnungen nachtrauern. Für die 95% der Fälle mit klaren Vorraussetzungen sollten auch die Ergebnisse klar sein.

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • anwagnerdreas@hcommons.socialA anwagnerdreas@hcommons.social

                        @AwetTesfaiesus Das ist interessant. Man weiß ja, dass ausgerechnet die Anthropomorphisierung - neben der vermuteten "Intelligenz" eines so teuren Systems - zur übermäßigen Vertrauensseligkeit ggü KI beiträgt. Einer der zentralen Aspekte dabei ist das eloquente und konfidente "Auftreten", welches man in KI-Ausgaben sieht. Demgegenüber bringt jede:r menschliche Gesprächspartner:in mit der eigenen Menschlichkeit/Positionalität/Unvollkommenheit immer schon Anlass zum Zweifel mit in die Interaktion.

                        Ich bin also noch nicht überzeugt, dass wir KI ggü tatsächlich kritischer als Menschen ggü sind. Ich glaube, Laien neigen zu Vertrauen in konfidentes, eloquentes Auftreten - wie es in den Textsorten begegnet, die Du nennst - gleichermaßen.

                        Spannend finde ich die (KI-unabhängigen) Fragen, ob es erstens eine empirisch höhere Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Unwahrheit eloquenter Aussagen und zweitens eine mit der Ausbildung zur Jurist:in eingeübte Immunität ggü Eloquenz und Konfidenz gibt.

                        awettesfaiesus@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                        awettesfaiesus@mastodon.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #116

                        @anwagnerdreas 1x1 der Zeugenaussage:
                        "Frau Richterin, ich bin mir ganz sicher, dass sie das war. Da habe ich keinen Zweifel. Das weiß ich deshalb noch so genau, weil zur gleichen Zeit..."

                        In meiner Ausbildung hieß es "lügt wie gedruckt" kommt nicht von ungefähr.

                        anwagnerdreas@hcommons.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
                        0
                        • G gormfull@mastodon.social

                          @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling
                          Offene Frage. Bestenfalls mit dem Wissen, ob die Entscheidung “richtig” war. Das dürfte der Bescheid sein, wenn es keine Revision gab, oder das Revisionsurteil, wenn es eines gab.
                          Und hier liegt das Problem: Durch die KI wird lediglich der Filter automatisiert, mit dem ich die Leute ablehne, die keine Verbindungen und Mittel haben. Also wahrscheinlich die Bedürftigeren.

                          awettesfaiesus@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                          awettesfaiesus@mastodon.social
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #117

                          @Gormfull @odrotbohm @marcuwekling Da bin ich mir halt nicht sicher.

                          G 2 Antworten Letzte Antwort
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                          • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                            Konkret: Ich könnte mir vorstellen, dass in dieser (!) konkreten Herangehensweisen an KI viel Coping steckt. Lügen wir uns hier kollektiv in die eigene (intellektuelle) Tasche?

                            Oder pfeifen wir hier sogar schon verzweifelt im Walde?

                            Liege ich komplett falsch?

                            gabe@mendeddrum.orgG This user is from outside of this forum
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                            gabe@mendeddrum.org
                            schrieb zuletzt editiert von
                            #118

                            @AwetTesfaiesus die Frage, ob wir insgesamt genug hinterfragen, was von (echten oder vermeintlichen) Autoritäten kommt, ist erstens wichtig und zweitens klar mit "nein" zu beantworten.

                            So weit, so uninteressant.

                            Was macht man damit? Deine Frage, wie hier gestellt und beschrieben, wirkt auf mich wie "whataboutism", als solle gesagt werden, "das mit der KI kann so bleiben, weil wir Menschen ja auch sehr fehlbar sind". Stattdessen könnte man sagen, "wir Menschen machen schon so viel falsch, absichtlich oder nicht, da wird eine weitere unglaublich fehleranfällige 'Autorität' sicherlich keine positive Wirkung haben".

                            (Es gibt keine "neutrale" Fragestellung, es gibt keine "neutrale" Position. Bestenfalls eine instrumentierbare, häufiger eine absichtlich oder versehentlich suggestive.)

                            Alles das geht aber an der wichtigen Realität vorbei: es ist tatsächlich völlig egal, ob Sprachmodelle uns richtige Antworten geben, ob sie unsere E-Mails und Artikel schöner schreiben oder akkurat zusammenfassen, ob sie funktionierenden Code schreiben oder diesen korrekt pflegen, ob sie uns für Glückwunsch oder Trauer die "richtigen Worte" geben. Es ist egal.

                            Der Energieverbrauch (von der Chip-Produktion bis zum Betrieb), das ungefragte und unbezahlte Aufsaugen und Verwerten der Kreativen Leistung und Arbeit der (online-)Menschheit, die versteckte, unterbezahlte, zermürbende Arbeit für Tagging/Labelling und Tuning, das Abschieben jeder Verantwortung für das Produkt auf die Nutzer... Es gibt keine ethisch akzeptable Nutzung. Es gibt kein Kalkül, kein vertretbares Modell, kein humanes Weltbild nach dem sich die Kosten überhaupt einem Nutzen gegenüberstellen ließen, geschweige denn irgendwie akzeptabel sein könnten.

                            Leuchtzifferblätter, die mit Radium bemalt sind, sind im Dunkeln gut lesbar, und sehen auch hübsch aus. Aber egal, wie schön sie sind, egal, wie viele Sammler es gibt, egal, was für schöne Umsätze damit gemacht werden, egal, ob für die Käufer die Strahlung am Arm akzeptabel oder gefahrlos ist - die Belastung der Umwelt und der Menschen durch die Produktion (und am Ende die Entsorgung) war es nie Wert, konnte es nie Wert sein. "Der Nachtwächter kann die Uhr ablesen, ohne seine Augen umzugewöhnen" mag auch noch so nützlich sein, "Arbeiterinnen bekommen vermehrt Krebs" kann nicht aufgewogen werden. Nicht "wird nicht aufgewogen von den paar Nachtwächtern", sondern es ist nicht möglich.

                            awettesfaiesus@mastodon.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
                            0
                            • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                              @anwagnerdreas

                              Ich weiß ja gar nicht, ob es diesen Vertrauensvorschuss gegenüber KI wirklich so gibt.

                              Was sind eigentlich die Konturen des Unterschieds zu Vertrauensankern, wie:

                              -Wappen
                              -Roben
                              -Gerichtssäle
                              -Urteilsstil

                              Alle Jurist:innen lernen doch den Satz „Es ist so und kann nicht anders sein“ im Hinterkopf zu haben, wenn man Urteilsstil schreibt.

                              kraemer_hb@mastodon.socialK This user is from outside of this forum
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                              kraemer_hb@mastodon.social
                              schrieb zuletzt editiert von
                              #119

                              @AwetTesfaiesus @anwagnerdreas Ein interessanter Vergleich von Vertrauenskulturen!
                              Ich denke, wenn wir die Aussagen von Menschen kritisch reflektieren (was Journalisten, Juristen u.a. beruflich tun sollten), nutzen wir unser Bild von deren "Positionalität" zur Frage nach ihrer möglichen Interessiertheit in der Sache.
                              KI hebelt dies aber aus, sie hat das nicht, sie wirkt fälschlich neutral.
                              Gerichte haben instit.Interessen, etwa Fälle erledigen, oder nicht von höheren Gerichten korrigiert werden.

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                                @anwagnerdreas

                                Ich weiß ja gar nicht, ob es diesen Vertrauensvorschuss gegenüber KI wirklich so gibt.

                                Was sind eigentlich die Konturen des Unterschieds zu Vertrauensankern, wie:

                                -Wappen
                                -Roben
                                -Gerichtssäle
                                -Urteilsstil

                                Alle Jurist:innen lernen doch den Satz „Es ist so und kann nicht anders sein“ im Hinterkopf zu haben, wenn man Urteilsstil schreibt.

                                anwagnerdreas@hcommons.socialA This user is from outside of this forum
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #120

                                @AwetTesfaiesus

                                Tatsächlich habe ich vielleicht den Mund etwas voll genommen: Ich weiß von Untersuchungen über die vertrauenerweckende Wirkung von Eloquenz und konfidentem Auftreten (und Geschlechterrollen usw.), Merkmalen also, die den Chatsystemen effektiv antrainiert werden (und sei es weil die Humans in the Loop im RLHF das gut finden). Diese Studien stammen allerdings zumeist noch aus der Zeit *vor* den erfolgreichen Chatsystemen, sie untersuchen es also nicht anhand solcher Systeme...

                                Ich weiß noch von keinen Studien, die die "deference" gegenüber einem identischen Auftreten hinsichtlich dessen vergleichen, ob es von einem Computer oder einer natürlichen Person (mit variierenden Rollen und Attributen), oder vielleicht auch einem journalistischen Medium entgegen tritt. Müsste man mal machen...

                                Oder weiß jemand was in der Richtung?

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • gabe@mendeddrum.orgG gabe@mendeddrum.org

                                  @AwetTesfaiesus die Frage, ob wir insgesamt genug hinterfragen, was von (echten oder vermeintlichen) Autoritäten kommt, ist erstens wichtig und zweitens klar mit "nein" zu beantworten.

                                  So weit, so uninteressant.

                                  Was macht man damit? Deine Frage, wie hier gestellt und beschrieben, wirkt auf mich wie "whataboutism", als solle gesagt werden, "das mit der KI kann so bleiben, weil wir Menschen ja auch sehr fehlbar sind". Stattdessen könnte man sagen, "wir Menschen machen schon so viel falsch, absichtlich oder nicht, da wird eine weitere unglaublich fehleranfällige 'Autorität' sicherlich keine positive Wirkung haben".

                                  (Es gibt keine "neutrale" Fragestellung, es gibt keine "neutrale" Position. Bestenfalls eine instrumentierbare, häufiger eine absichtlich oder versehentlich suggestive.)

                                  Alles das geht aber an der wichtigen Realität vorbei: es ist tatsächlich völlig egal, ob Sprachmodelle uns richtige Antworten geben, ob sie unsere E-Mails und Artikel schöner schreiben oder akkurat zusammenfassen, ob sie funktionierenden Code schreiben oder diesen korrekt pflegen, ob sie uns für Glückwunsch oder Trauer die "richtigen Worte" geben. Es ist egal.

                                  Der Energieverbrauch (von der Chip-Produktion bis zum Betrieb), das ungefragte und unbezahlte Aufsaugen und Verwerten der Kreativen Leistung und Arbeit der (online-)Menschheit, die versteckte, unterbezahlte, zermürbende Arbeit für Tagging/Labelling und Tuning, das Abschieben jeder Verantwortung für das Produkt auf die Nutzer... Es gibt keine ethisch akzeptable Nutzung. Es gibt kein Kalkül, kein vertretbares Modell, kein humanes Weltbild nach dem sich die Kosten überhaupt einem Nutzen gegenüberstellen ließen, geschweige denn irgendwie akzeptabel sein könnten.

                                  Leuchtzifferblätter, die mit Radium bemalt sind, sind im Dunkeln gut lesbar, und sehen auch hübsch aus. Aber egal, wie schön sie sind, egal, wie viele Sammler es gibt, egal, was für schöne Umsätze damit gemacht werden, egal, ob für die Käufer die Strahlung am Arm akzeptabel oder gefahrlos ist - die Belastung der Umwelt und der Menschen durch die Produktion (und am Ende die Entsorgung) war es nie Wert, konnte es nie Wert sein. "Der Nachtwächter kann die Uhr ablesen, ohne seine Augen umzugewöhnen" mag auch noch so nützlich sein, "Arbeiterinnen bekommen vermehrt Krebs" kann nicht aufgewogen werden. Nicht "wird nicht aufgewogen von den paar Nachtwächtern", sondern es ist nicht möglich.

                                  awettesfaiesus@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #121

                                  @gabe
                                  “…even the Abbot is concerned about the arrival of steam-engines when it isn’t yet steam-engine time.”
                                  – Terry Pratchett (Raising Steam, aus dem Kopf zitiert)

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                                    @Gormfull @odrotbohm @marcuwekling Da bin ich mir halt nicht sicher.

                                    G This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #122

                                    @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling

                                    Sicher bin ich mir offensichtlich auch nicht, sonst hätte ich ja nicht meiner “all-positive” Aussage selbst widersprochen 😉
                                    Ein systematischer Fehler, den die KI wahrscheinlich nicht machen würde ist vor dem Mittagessen negativere Bescheide auszustellen, als kurz nach dem Frühstück.
                                    Beschrieben in diesem auch sonst lesenswerten Buch über fehlerhafte menschliche Heuristiken.

                                    https://www.genialokal.de/Produkt/Daniel-Kahneman/Schnelles-Denken-langsames-Denken_lid_55264914.html

                                    awettesfaiesus@mastodon.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                                      @anwagnerdreas 1x1 der Zeugenaussage:
                                      "Frau Richterin, ich bin mir ganz sicher, dass sie das war. Da habe ich keinen Zweifel. Das weiß ich deshalb noch so genau, weil zur gleichen Zeit..."

                                      In meiner Ausbildung hieß es "lügt wie gedruckt" kommt nicht von ungefähr.

                                      anwagnerdreas@hcommons.socialA This user is from outside of this forum
                                      anwagnerdreas@hcommons.socialA This user is from outside of this forum
                                      anwagnerdreas@hcommons.social
                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #123

                                      @AwetTesfaiesus das ist mal eine vorteilhafte déformation professionelle. 😁 Oder nicht?

                                      awettesfaiesus@mastodon.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • anwagnerdreas@hcommons.socialA anwagnerdreas@hcommons.social

                                        @AwetTesfaiesus das ist mal eine vorteilhafte déformation professionelle. 😁 Oder nicht?

                                        awettesfaiesus@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
                                        awettesfaiesus@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
                                        awettesfaiesus@mastodon.social
                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #124

                                        @anwagnerdreas

                                        Weiiiiiiiss ich nicht! Weiiiiiiiiss ich nicht!

                                        Sollten nur Volljuristen LLMs benutzen dürfen? Vielleicht! Würde die Welt dadurch besser? Ich habe erhebliche Zweifel!

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • awettesfaiesus@mastodon.socialA awettesfaiesus@mastodon.social

                                          @Gormfull @odrotbohm @marcuwekling Da bin ich mir halt nicht sicher.

                                          G This user is from outside of this forum
                                          G This user is from outside of this forum
                                          gormfull@mastodon.social
                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #125

                                          @AwetTesfaiesus @odrotbohm @marcuwekling

                                          Was eine richtige Entscheidung ist, ist ja irgendwie auch Verhandlungssache. Und da ist es dann schwer in ein LLM reinzuschauen. Es wird dir einen Text generieren, warum es eine Entscheidung getroffen hat, aber dieser Text wird nicht der Begründung entsprechen, warum es die Entscheidung getroffen hat. Die wäre nämlich schlicht, weil sie in einem 100000 dimensionalen Vektorraum “nahe lag”.

                                          awettesfaiesus@mastodon.socialA 1 Antwort Letzte Antwort
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