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  3. In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

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  • kassander@norden.socialK kassander@norden.social

    @isotopp Das Problem haben aber nicht nur AKWs, oder!? 😉

    Wodurch die Dampfturbine in einem Kraftwerk erwärmt wurde spielt dabei keine Rolle. Das gilt genauso für Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke. Die sind alle kaum zu rechtfertigen, außer es wird diese "Abwärme" auch genutzt als Fernwärme.

    Atomkraftwerke müssen leider immer irgendwie durchlaufen, unabhängig davon, ob der Strom auch benötigt wird.

    saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
    saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
    saupreiss@pfalz.social
    schrieb zuletzt editiert von
    #20

    @kassander

    Nein, das „müssen“ sie nicht. (Ich weise darauf hin, weil man mit dem „nicht müssen“ auch gerne aufs ideologisch-unwissende-Abstellgleis geschoben werden kann.)

    Nur: Die Kosten bleiben nahezu konstant bei Teillast; es ist also noch einmal im Größenordnungen unwirtschaftlicher, die groß regeln zu wollen.

    @isotopp

    patrikschoenfeldt@gruene.socialP echopapa@social.tchncs.deE 2 Antworten Letzte Antwort
    0
    • V vaui@mastodon.berlin

      @isotopp

      Fusionskraftwerke werden sich sicherlich niemals rechnen.

      Deine Argumentation hat aber einen kleinen Haken: Das Problem mit der Kühlung ließe sich mittels Kühltürme angehen. Das macht es noch teurer, ist aber technisch möglich.

      saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
      saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
      saupreiss@pfalz.social
      schrieb zuletzt editiert von
      #21

      @vaui

      Und wie funktionieren Kühltürme?

      @isotopp

      V urwumpe@hessen.socialU 2 Antworten Letzte Antwort
      0
      • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

        In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

        Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

        In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

        Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

        Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

        Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

        Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

        Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

        Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

        Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

        Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

        Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

        Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

        janhelms@rheinneckar.socialJ This user is from outside of this forum
        janhelms@rheinneckar.socialJ This user is from outside of this forum
        janhelms@rheinneckar.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #22

        @isotopp Ach, wenn Söder seine Klein-AKW baut, dann reicht auch das Wasser aus dem Gartenbrunnen zur Kühlung. Das ist dann wie so eine Spielzeug-Dampfmaschine, nur inklusive tödlicher Strahlung.

        eine_mel@chaos.socialE 1 Antwort Letzte Antwort
        0
        • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

          In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

          Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

          In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

          Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

          Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

          Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

          Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

          Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

          Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

          Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

          Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

          Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

          Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

          B This user is from outside of this forum
          B This user is from outside of this forum
          bluesky66@mastodon.social
          schrieb zuletzt editiert von
          #23

          @isotopp
          Fusionskraftwerk
          a) Kühlkonzept offen
          • Durchlaufkühlung im Fluss → eher unwahrscheinlich
          • Meerwasserkühlung → wahrscheinlich
          • Hochtemperaturprozesse (Brayton-Zyklen) → geplant
          b) Potenziell höherer Wirkungsgrad
          • Fusion → sehr hohe Primärtemperaturen
          • Realistisch langfristig:
          • 40–45 %, evtl. mehr
          • → weniger Abwärme pro kWh
          c) Standortwahl
          • Kein Mensch plant einen Gigawatt-Fusionsreaktor am Neckar
          • Erwartet:
          • Küste
          • Meer
          • industrielle Wärmesenken

          echopapa@social.tchncs.deE 1 Antwort Letzte Antwort
          0
          • saupreiss@pfalz.socialS saupreiss@pfalz.social

            @kassander

            Nein, das „müssen“ sie nicht. (Ich weise darauf hin, weil man mit dem „nicht müssen“ auch gerne aufs ideologisch-unwissende-Abstellgleis geschoben werden kann.)

            Nur: Die Kosten bleiben nahezu konstant bei Teillast; es ist also noch einmal im Größenordnungen unwirtschaftlicher, die groß regeln zu wollen.

            @isotopp

            patrikschoenfeldt@gruene.socialP This user is from outside of this forum
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            patrikschoenfeldt@gruene.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #24

            @Saupreiss @kassander @isotopp Teillast hätte ich hier als „Durchlaufen“ gesehen. Das Problem ist halt, dass Ab- und Anschalten lange dauern, wir aber oft nur ein paar Stunden am Tag zusätzlichen Strom brauchen. (Es gibt Lösungen mit Hochtemperatur-Wärmespeicher. Dadurch wird es dann noch teurer.)

            saupreiss@pfalz.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
            0
            • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe shared this topic
            • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

              In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

              Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

              In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

              Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

              Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

              Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

              Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

              Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

              Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

              Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

              Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

              Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

              Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

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              patrikschoenfeldt@gruene.social
              schrieb zuletzt editiert von
              #25

              @isotopp Vielleicht platziert man Fusionsreaktoren am besten Im Weltall, wo sie dann sämtliche Energie einfach abstrahlen. Wir müssten auf der Erde dann nur Fusionsenergieempfänger bauen. Der photoelektrische Effekt sollte sich da nutzen lassen.

              heiglandreas@phpc.socialH unionwhore@ni.hil.istU 2 Antworten Letzte Antwort
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              • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

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                energisch_@troet.cafe
                schrieb zuletzt editiert von
                #26
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                itdude@hachyderm.ioI saupreiss@pfalz.socialS aeble@mastodon.eble.nameA 3 Antworten Letzte Antwort
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                • patrikschoenfeldt@gruene.socialP patrikschoenfeldt@gruene.social

                  @Saupreiss @kassander @isotopp Teillast hätte ich hier als „Durchlaufen“ gesehen. Das Problem ist halt, dass Ab- und Anschalten lange dauern, wir aber oft nur ein paar Stunden am Tag zusätzlichen Strom brauchen. (Es gibt Lösungen mit Hochtemperatur-Wärmespeicher. Dadurch wird es dann noch teurer.)

                  saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
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                  saupreiss@pfalz.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #27

                  @PatrikSchoenfeldt

                  So oder so, Regelbarkeit ist da eine sehr theoretische Größe ohne praktische Relevanz. Natürlich kann man auch mit Atomstrom Speicher verschiedenster Art befüllen und somit die Vollaststunden speichern. Ist aber halt auch extrem unwirtschaftlich.

                  @kassander @isotopp

                  1 Antwort Letzte Antwort
                  0
                  • crazy2bike@fediworld.deC crazy2bike@fediworld.de

                    @isotopp@infosec.exchange

                    Ich frage mich angesichts deines super Posts mal wieder, wie man das in der
                    #Politik schönreden kann - was man sich von den Lügenmärchen verspricht 🤷🤦🤡🤮

                    energisch_@troet.cafeE This user is from outside of this forum
                    energisch_@troet.cafeE This user is from outside of this forum
                    energisch_@troet.cafe
                    schrieb zuletzt editiert von energisch_@troet.cafe
                    #28
                    Dieser Beitrag wurde gelöscht!
                    frank@moessingen.socialF 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                      In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                      Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                      In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                      Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                      Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                      Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                      Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                      Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                      Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                      Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                      Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                      Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                      Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                      frank@moessingen.socialF This user is from outside of this forum
                      frank@moessingen.socialF This user is from outside of this forum
                      frank@moessingen.social
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #29

                      @isotopp "Sogar trotz Jurastudium" - sehr schön.

                      ovrim@wien.rocksO 1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                        In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                        Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                        In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                        Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                        Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                        Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                        Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                        Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                        Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                        Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                        Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                        Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                        Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

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                        pantarhei@freiburg.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #30

                        @isotopp 👆 @sbamueller evtl. ist das als Ergänzung zum Infostand für den „Vortrag“ von Hr. Heindl am 24.01.2026 in Günterstal interessant?

                        Sowas wie „klimaschonendes heizen dank Reaktorle“. 🤔😁

                        @prowindjetzt
                        https://freiburg.social/@sbamueller/115890124673083754

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                        • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

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                          frank@moessingen.socialF This user is from outside of this forum
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                          frank@moessingen.social
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #31

                          @energisch_ Ihr geht davon aus, dass die eine Lösung für das technische Problem "Energieversorgung" suchen, das tun sie aber IMHO nicht.

                          Sie suchen eine Lösung für "wie kann ich möglichst viele (dumme) Leute dazu bringen, das Kreuz bei der nächsten Wahl (wieder) dort zu machen, wo ich maximal profitiere".

                          Und wie man sieht, wählen die Deppen in großen Zahlen immer noch die CxU oder Schlimmeres, also geht die Rechnung ja auf.

                          Und solange das so ist, muss man sich mit der Realität nicht auseinander setzen, schon gar nicht als Jurist in irgendeinem Parlament wenn man die Plenarsitzung schwänzt.

                          @crazy2bike @isotopp

                          crazy2bike@fediworld.deC lucy_idk@mastodon.worldL 2 Antworten Letzte Antwort
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                          • frank@moessingen.socialF frank@moessingen.social

                            @energisch_ Ihr geht davon aus, dass die eine Lösung für das technische Problem "Energieversorgung" suchen, das tun sie aber IMHO nicht.

                            Sie suchen eine Lösung für "wie kann ich möglichst viele (dumme) Leute dazu bringen, das Kreuz bei der nächsten Wahl (wieder) dort zu machen, wo ich maximal profitiere".

                            Und wie man sieht, wählen die Deppen in großen Zahlen immer noch die CxU oder Schlimmeres, also geht die Rechnung ja auf.

                            Und solange das so ist, muss man sich mit der Realität nicht auseinander setzen, schon gar nicht als Jurist in irgendeinem Parlament wenn man die Plenarsitzung schwänzt.

                            @crazy2bike @isotopp

                            crazy2bike@fediworld.deC This user is from outside of this forum
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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #32

                            @frank@moessingen.social @isotopp@infosec.exchange @energisch_@troet.cafe

                            Stimmt absolut. Aber irgendwie weiß ich trotzdem nicht, welche Fehlzündungen in den Synapsen verhindern, dass die erkennen, dass sie am Ende des Tages im selben Boot sitzen. Auch für die gibt es weder eine neue Erde. Allenfalls ein Paralleluniversum, von dem wir nichts wissen.

                            🤷🤦🤡🤮

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • kassander@norden.socialK kassander@norden.social

                              @isotopp Das Problem haben aber nicht nur AKWs, oder!? 😉

                              Wodurch die Dampfturbine in einem Kraftwerk erwärmt wurde spielt dabei keine Rolle. Das gilt genauso für Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke. Die sind alle kaum zu rechtfertigen, außer es wird diese "Abwärme" auch genutzt als Fernwärme.

                              Atomkraftwerke müssen leider immer irgendwie durchlaufen, unabhängig davon, ob der Strom auch benötigt wird.

                              holgermbgl@troet.cafeH This user is from outside of this forum
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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #33

                              @kassander @isotopp Gaskraftwerke nutzen Gasturbinen, die kochen kein Wasser. Die sind schön laut und der höhere Verschleiß treibt die Betriebskosten hoch.

                              urwumpe@hessen.socialU 1 Antwort Letzte Antwort
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                              • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

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                                itdude@hachyderm.ioI This user is from outside of this forum
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #34

                                @energisch_ @isotopp
                                Ich wage zu behaupten, dass er das sehr wohl tut. Aber dass er weiß, dass es bei seiner Zielgruppe einfach toll ankommt 🙁

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                  In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                  Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                  In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                  Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                  Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                  Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                  Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                  Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                  Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                  Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                  Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                  Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                  Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                  B This user is from outside of this forum
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                                  brewbart@troet.cafe
                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #35

                                  @isotopp Die Grundannahme der Juristerei ist: alles ist verhandelbar. Ähnlich wie in der Softwareentwicklung hat man hier das Problem durch noch weniger harte Gesetze begrenzt zu sein. Während ich für Software lediglich die Grenzen der Syntax und meines Rechners habe (die sind sehr weit) habe ich die in der Welt des "Regeln machens und überprüfens" nicht. Da gilt nur das Wort der angeseheneren Person (bspw. Richter) und bis vor ein paar Jahren der "gesunde Menschenverstand"

                                  starkimarm@23.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                    In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                    Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                    In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                    Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                    Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                    Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                    Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                    Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                    Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                    Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                    Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                    Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                    Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                    reemt@woof.groupR This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #36

                                    @isotopp Wie sieht es denn mit Kühltürmen aus? Sind auch so ähnlich begrenzt oder können die wetterunabhängig 2 GW wegkühlen?

                                    saupreiss@pfalz.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                      In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                      Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                      In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                      Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                      Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                      Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                      Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                      Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                      Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                      Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                      Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                      Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                      Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                      lebochequirit@social.tchncs.deL This user is from outside of this forum
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                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #37

                                      @isotopp
                                      Bring sie nicht auf Ideen, wenn es da noch irgendeine juristische Stellschraube gibt, drehen sie die und kippen das Wasser 80° heiß in den Fluss.

                                      saupreiss@pfalz.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • lebochequirit@social.tchncs.deL lebochequirit@social.tchncs.de

                                        @isotopp
                                        Bring sie nicht auf Ideen, wenn es da noch irgendeine juristische Stellschraube gibt, drehen sie die und kippen das Wasser 80° heiß in den Fluss.

                                        saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
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                                        saupreiss@pfalz.social
                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #38

                                        @lebochequirit

                                        Die Schraube heißt „Entbürokratisierung“ und an der wird längst gedreht.

                                        @isotopp

                                        energisch_@troet.cafeE 1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • reemt@woof.groupR reemt@woof.group

                                          @isotopp Wie sieht es denn mit Kühltürmen aus? Sind auch so ähnlich begrenzt oder können die wetterunabhängig 2 GW wegkühlen?

                                          saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
                                          saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
                                          saupreiss@pfalz.social
                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #39

                                          @Reemt

                                          Wenn es besonders trocken ist, verdampfen die Kühltürme Sand, um die Hitze abzuführen. Das ist schon sehr ausgeklügelt.

                                          /zyn

                                          @isotopp

                                          reemt@woof.groupR 1 Antwort Letzte Antwort
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