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  3. Ich muss etwas verzweifelt lachen: Nachdem ich mich am 27.11.

Ich muss etwas verzweifelt lachen: Nachdem ich mich am 27.11.

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  • simonhain@social.tchncs.deS simonhain@social.tchncs.de

    @anders_von_hadern wenn man einen Antrag vor Ort einwirft, wird dieser per Post nach Berlin geschickt, um dort im Scanzentrum in die e-Akte eingetragen zu werden.
    Geht also keinesfalls schneller, als es direkt online zu machen.

    anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
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    anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
    schrieb am zuletzt editiert von
    #32

    @SimonHain Mein Problem ist nicht, daß ich das analog mache weil schneller 😉 Mein Problem ist, daß digital bei mir nicht funktioniert und ich es aus Datenschutzgründen auch nicht will.

    1 Antwort Letzte Antwort
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    • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

      Ich muss etwas verzweifelt lachen: Nachdem ich mich am 27.11. vor Ort arbeitslos gemeldet habe bekomme ich immer noch kein ALG.

      Nach 2 Wochen rief ich an, um den Bearbeitungsstand zu erfahren bzw ob ich denn für Dezember meine Miete würde zahlen können? Ja, na, da müssen Sie einen Antrag stellen. Nee, arbeitsuchend und arbeitslos melden reicht nicht, die Leistungsstelle braucht einen eigenen Antrag. Nee, Ihre Sachbearbeiterin ist nicht verpflichtet, Sie darüber zu informieren.

      Nie*mensch in diesem System ist dafür verantwortlich, darauf zu achten, daß Menschen, die kein Einkommen haben, ihre Miete zahlen können und was zu essen haben ... tja.

      Nächste Frage: wo kriege ich denn den Antrag? Also am besten machen Sie das online. Einen halben Tag ergebnislose Telefonate mit der Technik-Hotline und 5 Anrufe später: ja, Sie müssen das online machen. Wir können Ihnen den Antrag zuschicken, aber das dauert ... machen Sie das doch online.

      Anfang Dezember frage ich vor Ort nach einem Antrag, den ich dort gleich ausfüllen und abgeben will - nee, das ist nicht möglich, der kann Ihnen nur zugeschickt werden. Ja, das kann dauern. Aber machen Sie sich keine Sorgen, Sie haben ja den Anspruch. Wovon Sie zwischenzeitlich Miete und Essen zahlen ist ja nun nicht unser Problem, höhö.

      Zwei Hotline-Telefonate später stellt sich raus: das war gelogen. Vor Ort kann sehr wohl ein Antrag ausgedruckt werden. Danke für Nichts!

      Mitte Dezember schicke ich einen Antrag los und erfahre Anfang Januar, daß leider leider Nichts angekommen ist.

      Zwischenzeitlich habe ich 2 Stellenangebote bekommen, die in keinster Weise Etwas mit meinen Qualifikationen zu tun haben und ich musste eine Selbsterfahrungsgruppe besuchen bei Androhung von 1 Woche Sperrfrist. Sehr hilfreich, wenn sich gerade Mietschulden anhäufen und auch keine Krankenversicherung mehr besteht ... Prioritäten, so wichtig!

      Ausserdem bekomme ich einen weiteren Antrag und 5 einzelne Briefe mit Online-Freischaltcodes zugeschickt - leider kann ich mit den Freischaltcodes nicht meine Miete zahlen ... und sie funktionieren einfach nicht.

      Montag nun war ich persönlich da und habe meinen ausgefüllten Antrag eingeworfen. Heute habe ich erfahren, daß er eingegangen ist - Hallelujah!

      Die Hotline-Person war verständnisvoll, freundlich und solidarisch - und bestätigte: das Problem kommt von oben. Wir sollen Alles nur noch digital machen, Anderes wird erstmal nicht bearbeitet.

      Erzähle ihr, daß ich überlege, eine Petition zu starten, daß vor Ort Anträge verfügbar sein müssen, die auch direkt abgegeben werden können. Es gibt ja schließlich auch extra Papier-Telefonbücher, die weit weniger existenziell wichtig sind.

      Ja, sagt sie, machen Sie das, ich zeichne sofort mit.

      Wir sind uns einig, daß das Alles großer ineffizienter Mist ist und nie*mensch in diesem Haus, das Verrückte produziert, glücklich wird. Weil keine*r Etwas wirklich lösen und sinnvoll bewirken kann. Stattdessen wird unnötiger Verwaltungs-Overhead produziert, der viel zu teuer ist und vermeidbar.

      In Kürze: meldet euch arbeitsuchend, arbeitslos und macht den Leistungsantrag digital oder lasst ihn euch vor Ort ausdrucken. Sobald ihr im System als arbeitslos erfasst seid ist das euer gutes Recht. Wahlweise lasst euch den Antrag zuschicken und werft ihn am besten vor Ort mit Zeug*innen ein (Ja, die Agenturen stellen KEINE Empfangsbestätigung aus!).

      *geht über einen Petitionstext grübelnd ab

      patrick@retro.socialP This user is from outside of this forum
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      patrick@retro.social
      schrieb am zuletzt editiert von
      #33

      @anders_von_hadern Sollte die Petition dann auch noch eine Informationspflicht beinhalten? Sowohl für "diese und jene Stelle muss noch informiert werden, damit hier alles anläuft" als auch "wir haben Formulare, die Sie vor Ort ausfüllen können."

      anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA 1 Antwort Letzte Antwort
      0
      • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

        @nachtet Das ❤

        Wurde mir so auch schon mehrfach gesagt. Hilft aber nicht, wenn du vor Ort einfach ausgelacht wirst und bei Insistieren der Security-Mann so langsam näher kommt.

        nachtet@norden.socialN This user is from outside of this forum
        nachtet@norden.socialN This user is from outside of this forum
        nachtet@norden.social
        schrieb am zuletzt editiert von
        #34

        @anders_von_hadern Ja, furchtbar. 🫂

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • patrick@retro.socialP patrick@retro.social

          @anders_von_hadern Sollte die Petition dann auch noch eine Informationspflicht beinhalten? Sowohl für "diese und jene Stelle muss noch informiert werden, damit hier alles anläuft" als auch "wir haben Formulare, die Sie vor Ort ausfüllen können."

          anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
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          anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
          schrieb am zuletzt editiert von
          #35

          @patrick Ich bin mir noch nicht sicher. Meiner Erfahrung nach funktionieren Petitionen am besten, wenn sie möglichst wenig komplex sind.

          Der Punkt, bei dem ich immer wieder lande ist: "Anträge müssen analog vor Ort verfügbar sein, ausgefüllt und abgegeben werden können."

          Alles Weitere ist vllt wichtig, aber lässt sich auch sehr schwer nachprüfen in der Umsetzung. Das bringt dann wieder Diskussionen mit sich und verzögert den Erfolg der Petition.

          patrick@retro.socialP 1 Antwort Letzte Antwort
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          • why_not@mastodon.socialW why_not@mastodon.social

            @anders_von_hadern

            Ich mache schon sehr lange Armutsaktivismus, das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Von daher ist eigentlich alles gut, was wir tun.

            anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
            anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
            anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
            schrieb am zuletzt editiert von
            #36

            @why_not Mehr Don Quixotte wagen ❤

            why_not@mastodon.socialW 1 Antwort Letzte Antwort
            0
            • linhead@d-64.socialL linhead@d-64.social

              @anders_von_hadern Petitionstext wäre dann der geregelte Anspruch auf Beratung über alle bestehenden Ansprüche, die automatische Prüfung von Ansprüchen?
              Konkrete Änderungen der SGB an der Stelle wäre ein Weg, oder?

              anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
              anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
              anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
              schrieb am zuletzt editiert von
              #37

              @LinHead Ich bin mir nicht sicher über den konkreten Umfang. Erfahrungsgemäß ist es effizient, das Anliegen einer Petition so schmal wie möglich zu halten, um Verzögerungen durch Überkomplexität und Diskussionsbedarf zu vermeiden.

              linhead@d-64.socialL 1 Antwort Letzte Antwort
              0
              • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

                @HLunke Danke - auch dir viel Erfolg im Kontakt mit diesem Haus, das Verrückte produziert ... es ist nicht mehr aushaltbar.

                Und gut zu wissen, daß der Online-Zugang so gar nicht hilft.

                hlunke@darmstadt.socialH This user is from outside of this forum
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                hlunke@darmstadt.social
                schrieb am zuletzt editiert von
                #38

                @anders_von_hadern doch, danach ging das recht schnell. Nach 1 Tag Bestätigung des Eingangs, nach ca 1 Woche hatten Arbeitgeber, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung einen Fragebogen. Jetzt warte ich auf die Entscheidung aber da war klar dass das 3-4 Wochen dauern kann.

                anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA 1 Antwort Letzte Antwort
                0
                • hlunke@darmstadt.socialH hlunke@darmstadt.social

                  @anders_von_hadern doch, danach ging das recht schnell. Nach 1 Tag Bestätigung des Eingangs, nach ca 1 Woche hatten Arbeitgeber, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung einen Fragebogen. Jetzt warte ich auf die Entscheidung aber da war klar dass das 3-4 Wochen dauern kann.

                  anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
                  anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
                  anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #39

                  @HLunke Ich drücke die Daumen.

                  1 Antwort Letzte Antwort
                  0
                  • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

                    @why_not Mehr Don Quixotte wagen ❤

                    why_not@mastodon.socialW This user is from outside of this forum
                    why_not@mastodon.socialW This user is from outside of this forum
                    why_not@mastodon.social
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #40

                    @anders_von_hadern

                    Mein Pferd ist gesattelt!

                    anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA 1 Antwort Letzte Antwort
                    0
                    • why_not@mastodon.socialW why_not@mastodon.social

                      @anders_von_hadern

                      Mein Pferd ist gesattelt!

                      anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
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                      anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #41

                      @why_not Da, hinter dir, eine dreiköpfige Windmühle! ❤

                      1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

                        @why_not Es geht mir auch weniger um mich - ich stehe insgesamt mit meinem Umfeld noch ganz gut da.

                        Ich frage mich eher, was zu tun sei und wie wir uns gemeinsam dagegen wirkungsvoll wehren können.

                        Daher überlege ich, was für eine Petition es geben müsste.

                        nachtet@norden.socialN This user is from outside of this forum
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                        nachtet@norden.social
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #42

                        @anders_von_hadern @why_not

                        Für mich ist das definitiv #bedingungslosesGrundeinkommen, weil die Bedürfnisprüfung, wie ich gerade am eigenen Leib wieder festsellen musste, nicht funktioniert, viel zu lange dauert, oft von Leuten geführt sind, die überall Verbecher(n) sehen.

                        Aber natürlich muss bis dahin auch das jetzige System irgendwie verschlimmbessert werden, um Leid zu beenden / vermeiden.

                        1 Antwort Letzte Antwort
                        0
                        • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

                          @patrick Ich bin mir noch nicht sicher. Meiner Erfahrung nach funktionieren Petitionen am besten, wenn sie möglichst wenig komplex sind.

                          Der Punkt, bei dem ich immer wieder lande ist: "Anträge müssen analog vor Ort verfügbar sein, ausgefüllt und abgegeben werden können."

                          Alles Weitere ist vllt wichtig, aber lässt sich auch sehr schwer nachprüfen in der Umsetzung. Das bringt dann wieder Diskussionen mit sich und verzögert den Erfolg der Petition.

                          patrick@retro.socialP This user is from outside of this forum
                          patrick@retro.socialP This user is from outside of this forum
                          patrick@retro.social
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #43

                          @anders_von_hadern Guter Punkt, es einfach zu halten, um die Chancen zu erhöhen.

                          Was die Nachprüfbarkeit angeht, daran kommst du nicht vorbei: Ein Amt kann auch jeden Morgen genau ein Blatt auslegen, dass sich der Amtsleiter dann bei Öffnung direkt abgreift, weil er "was prüfen muss": "Leider leider alle vergriffen…"

                          "Es muss möglich sein, vor Ort abzugeben (egal wie, zB mit nem amtseitig bereitgestellen Terminal)" kann ebenso mit "kaputt? also eben lief es noch?" unterlaufen werden. Beweis mal das Gegenteil…

                          anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA 1 Antwort Letzte Antwort
                          0
                          • patrick@retro.socialP patrick@retro.social

                            @anders_von_hadern Guter Punkt, es einfach zu halten, um die Chancen zu erhöhen.

                            Was die Nachprüfbarkeit angeht, daran kommst du nicht vorbei: Ein Amt kann auch jeden Morgen genau ein Blatt auslegen, dass sich der Amtsleiter dann bei Öffnung direkt abgreift, weil er "was prüfen muss": "Leider leider alle vergriffen…"

                            "Es muss möglich sein, vor Ort abzugeben (egal wie, zB mit nem amtseitig bereitgestellen Terminal)" kann ebenso mit "kaputt? also eben lief es noch?" unterlaufen werden. Beweis mal das Gegenteil…

                            anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
                            anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
                            anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #44

                            @patrick Ich habe keine Ahnung davon, wie Behörden funktionieren, aber darum müssen sich auch Andere einen Kopf machen - vor Allem, wenn die Petition erfolgreich ist.

                            1 Antwort Letzte Antwort
                            0
                            • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

                              @LinHead Ich bin mir nicht sicher über den konkreten Umfang. Erfahrungsgemäß ist es effizient, das Anliegen einer Petition so schmal wie möglich zu halten, um Verzögerungen durch Überkomplexität und Diskussionsbedarf zu vermeiden.

                              linhead@d-64.socialL This user is from outside of this forum
                              linhead@d-64.socialL This user is from outside of this forum
                              linhead@d-64.social
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #45

                              @anders_von_hadern Ich glaube, gut sind konkrete Vorschläge, wie Dinge zu ändern sind. Ich sehe immer wieder ausurfernde Texte ohne, dass der Kern des Anliegens richtig rüberkommt. Und da, wo es auch ankommt, bei der Plattform des Bundestages, nicht bei irgendwelchen (teils obskuren) anderen Anbietern.

                              anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA 1 Antwort Letzte Antwort
                              0
                              • linhead@d-64.socialL linhead@d-64.social

                                @anders_von_hadern Ich glaube, gut sind konkrete Vorschläge, wie Dinge zu ändern sind. Ich sehe immer wieder ausurfernde Texte ohne, dass der Kern des Anliegens richtig rüberkommt. Und da, wo es auch ankommt, bei der Plattform des Bundestages, nicht bei irgendwelchen (teils obskuren) anderen Anbietern.

                                anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
                                anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
                                anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #46

                                @LinHead Das ❤

                                Habe mal bei openPetition gearbeitet - ein toxisch-willkürlicher Haufen. Ich frage mich, ob Menschen dafür noch spenden würden, wenn sie wüssten, wie es innendrin aussieht ...

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                0
                                • anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de

                                  Ich muss etwas verzweifelt lachen: Nachdem ich mich am 27.11. vor Ort arbeitslos gemeldet habe bekomme ich immer noch kein ALG.

                                  Nach 2 Wochen rief ich an, um den Bearbeitungsstand zu erfahren bzw ob ich denn für Dezember meine Miete würde zahlen können? Ja, na, da müssen Sie einen Antrag stellen. Nee, arbeitsuchend und arbeitslos melden reicht nicht, die Leistungsstelle braucht einen eigenen Antrag. Nee, Ihre Sachbearbeiterin ist nicht verpflichtet, Sie darüber zu informieren.

                                  Nie*mensch in diesem System ist dafür verantwortlich, darauf zu achten, daß Menschen, die kein Einkommen haben, ihre Miete zahlen können und was zu essen haben ... tja.

                                  Nächste Frage: wo kriege ich denn den Antrag? Also am besten machen Sie das online. Einen halben Tag ergebnislose Telefonate mit der Technik-Hotline und 5 Anrufe später: ja, Sie müssen das online machen. Wir können Ihnen den Antrag zuschicken, aber das dauert ... machen Sie das doch online.

                                  Anfang Dezember frage ich vor Ort nach einem Antrag, den ich dort gleich ausfüllen und abgeben will - nee, das ist nicht möglich, der kann Ihnen nur zugeschickt werden. Ja, das kann dauern. Aber machen Sie sich keine Sorgen, Sie haben ja den Anspruch. Wovon Sie zwischenzeitlich Miete und Essen zahlen ist ja nun nicht unser Problem, höhö.

                                  Zwei Hotline-Telefonate später stellt sich raus: das war gelogen. Vor Ort kann sehr wohl ein Antrag ausgedruckt werden. Danke für Nichts!

                                  Mitte Dezember schicke ich einen Antrag los und erfahre Anfang Januar, daß leider leider Nichts angekommen ist.

                                  Zwischenzeitlich habe ich 2 Stellenangebote bekommen, die in keinster Weise Etwas mit meinen Qualifikationen zu tun haben und ich musste eine Selbsterfahrungsgruppe besuchen bei Androhung von 1 Woche Sperrfrist. Sehr hilfreich, wenn sich gerade Mietschulden anhäufen und auch keine Krankenversicherung mehr besteht ... Prioritäten, so wichtig!

                                  Ausserdem bekomme ich einen weiteren Antrag und 5 einzelne Briefe mit Online-Freischaltcodes zugeschickt - leider kann ich mit den Freischaltcodes nicht meine Miete zahlen ... und sie funktionieren einfach nicht.

                                  Montag nun war ich persönlich da und habe meinen ausgefüllten Antrag eingeworfen. Heute habe ich erfahren, daß er eingegangen ist - Hallelujah!

                                  Die Hotline-Person war verständnisvoll, freundlich und solidarisch - und bestätigte: das Problem kommt von oben. Wir sollen Alles nur noch digital machen, Anderes wird erstmal nicht bearbeitet.

                                  Erzähle ihr, daß ich überlege, eine Petition zu starten, daß vor Ort Anträge verfügbar sein müssen, die auch direkt abgegeben werden können. Es gibt ja schließlich auch extra Papier-Telefonbücher, die weit weniger existenziell wichtig sind.

                                  Ja, sagt sie, machen Sie das, ich zeichne sofort mit.

                                  Wir sind uns einig, daß das Alles großer ineffizienter Mist ist und nie*mensch in diesem Haus, das Verrückte produziert, glücklich wird. Weil keine*r Etwas wirklich lösen und sinnvoll bewirken kann. Stattdessen wird unnötiger Verwaltungs-Overhead produziert, der viel zu teuer ist und vermeidbar.

                                  In Kürze: meldet euch arbeitsuchend, arbeitslos und macht den Leistungsantrag digital oder lasst ihn euch vor Ort ausdrucken. Sobald ihr im System als arbeitslos erfasst seid ist das euer gutes Recht. Wahlweise lasst euch den Antrag zuschicken und werft ihn am besten vor Ort mit Zeug*innen ein (Ja, die Agenturen stellen KEINE Empfangsbestätigung aus!).

                                  *geht über einen Petitionstext grübelnd ab

                                  michaelimodenwald@hessen.socialM This user is from outside of this forum
                                  michaelimodenwald@hessen.socialM This user is from outside of this forum
                                  michaelimodenwald@hessen.social
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #47

                                  @anders_von_hadern Schick das mal an die Redaktion von #dieAnstaIt (#ZDF).

                                  Es ist alles so unfassbar schlecht geworden in diesem Schland.
                                  Außer für die da oben natürlich.

                                  anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA 1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • michaelimodenwald@hessen.socialM michaelimodenwald@hessen.social

                                    @anders_von_hadern Schick das mal an die Redaktion von #dieAnstaIt (#ZDF).

                                    Es ist alles so unfassbar schlecht geworden in diesem Schland.
                                    Außer für die da oben natürlich.

                                    anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.deA This user is from outside of this forum
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                                    anders_von_hadern@meerjungfrauengrotte.de
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #48

                                    @MichaelimOdenwald (Den Like gibt es von mir nicht für das "die da oben".)

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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