Im 2. NSU-Prozess wurden heute die NSU-Verbrechen thematisiert: Wie konnte man dem NSU diese zuordnen?
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Die bei den Banküberfällen genutzte Kleidung, die verwendeten Waffen sowie Teile der Beute habe man in der letzten Wohnung des NSU in der Frühlingsstraße in Zwickau und im Wohnmobil, das beim letzten Banküberfall genutzt wurde, gefunden. So wurden die Banküberfälle zugeordnet. Außerdem habe es Ausspähnotizen gegeben.
Die rassistischen Morde an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat, habe man aufgrund des Bekenner-Videos dem NSU zuordnen können.
Außerdem seien die für die Morde benutzten Waffen, Ausspähmaterial und Zeitungsartikel zu den meisten Morden in der Frühlingsstraße gefunden worden. Die Zeugin sagt, es habe an einigen Tatorten Hinweise auf Fahrradfahrer gegeben.
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Die rassistischen Morde an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat, habe man aufgrund des Bekenner-Videos dem NSU zuordnen können.
Außerdem seien die für die Morde benutzten Waffen, Ausspähmaterial und Zeitungsartikel zu den meisten Morden in der Frühlingsstraße gefunden worden. Die Zeugin sagt, es habe an einigen Tatorten Hinweise auf Fahrradfahrer gegeben.
A. sagte, zu Nürnberg, München und Dortmund habe es das meiste Ausspähmaterial gegeben. Auf einigen sei vermerkt worden "wie in Köln-Mühlheim". Es sei in den Ausspähnotizen um mögliche Opfer gegangen, aber auch um den Ort und ob man von dort gut wegkomme. Nicht alle späteren Mordopfer seien im Ausspähmaterial markiert. Die These des BKA sei gewesen, dass der NSU vielleicht nach der Besichtigung eines Tatorts auf einen anderen in der Nähe "umgeschwenkt" sei.
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A. sagte, zu Nürnberg, München und Dortmund habe es das meiste Ausspähmaterial gegeben. Auf einigen sei vermerkt worden "wie in Köln-Mühlheim". Es sei in den Ausspähnotizen um mögliche Opfer gegangen, aber auch um den Ort und ob man von dort gut wegkomme. Nicht alle späteren Mordopfer seien im Ausspähmaterial markiert. Die These des BKA sei gewesen, dass der NSU vielleicht nach der Besichtigung eines Tatorts auf einen anderen in der Nähe "umgeschwenkt" sei.
Den Mord an Michèle Kiesewetter und den Mordversuch an Martin A. habe man dem NSU ebenfalls aufgrund des Bekennervideos zugeordnet. Außerdem wurden u.a. die Waffen von Kiesewetter und A. im Wohnmobil gefunden.
Die Zeugin sagte, eine andere Szene im Video, in der auf einen Polizisten geschossen wurde, sei aber bereits 2006 eingefügt worden. Michèle Kiesewetter wurde 2007 ermordet.
https://www.nsu-watch.info/files/2013/05/NSU-Transkript.pdf -
Den Mord an Michèle Kiesewetter und den Mordversuch an Martin A. habe man dem NSU ebenfalls aufgrund des Bekennervideos zugeordnet. Außerdem wurden u.a. die Waffen von Kiesewetter und A. im Wohnmobil gefunden.
Die Zeugin sagte, eine andere Szene im Video, in der auf einen Polizisten geschossen wurde, sei aber bereits 2006 eingefügt worden. Michèle Kiesewetter wurde 2007 ermordet.
https://www.nsu-watch.info/files/2013/05/NSU-Transkript.pdfDie beiden 2012 bereits bekannten Sprengstoffanschläge des NSU in der Kölner Probsteigasse und auf die Kölner Keupstraße habe man aufgrund des Bekennervideos und des in der Frühlingsstraße gefundenen Schwarzpulvers zuordnen können. Der Anschlag auf Serkan Yildirim wurde erst 2013 bekannt.
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Die beiden 2012 bereits bekannten Sprengstoffanschläge des NSU in der Kölner Probsteigasse und auf die Kölner Keupstraße habe man aufgrund des Bekennervideos und des in der Frühlingsstraße gefundenen Schwarzpulvers zuordnen können. Der Anschlag auf Serkan Yildirim wurde erst 2013 bekannt.
Der zweite und letzte Zeuge des Tages war Rocco R., der nach einem Wasserschaden Ende 2006 in der Polenzstraße ermittelte und Anfang 2007 Beate Zschäpe (unter dem Namen Susann Eminger) in Begleitung von André Eminger dazu befragte.
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Der zweite und letzte Zeuge des Tages war Rocco R., der nach einem Wasserschaden Ende 2006 in der Polenzstraße ermittelte und Anfang 2007 Beate Zschäpe (unter dem Namen Susann Eminger) in Begleitung von André Eminger dazu befragte.
Ende 2006 gab es in der Wohnung über dem NSU-Kerntrio in der Polenzstraße einen Wasserschaden, der absichtlich herbeigeführt wurde. Seine Abteilung bekam den Fall übertragen. R. befragte die Hausbewohner*innen. Die im Haus als "Lisa Dienelt" bekannte Beate Zschäpe erschien nicht nach der schriftlichen Ladung.
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Ende 2006 gab es in der Wohnung über dem NSU-Kerntrio in der Polenzstraße einen Wasserschaden, der absichtlich herbeigeführt wurde. Seine Abteilung bekam den Fall übertragen. R. befragte die Hausbewohner*innen. Die im Haus als "Lisa Dienelt" bekannte Beate Zschäpe erschien nicht nach der schriftlichen Ladung.
R. klingelte noch einmal persönlich an der Wohnungstür mit dem Klingelschild Dienelt. Ihm öffnete eine Frau, die sich als Susann Eminger vorstellte und ihm "schlüssig" erklärte, dass sie als Katzensitterin öfter in der Wohnung sei, weil Herr Dienelt viel weg sei.
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R. klingelte noch einmal persönlich an der Wohnungstür mit dem Klingelschild Dienelt. Ihm öffnete eine Frau, die sich als Susann Eminger vorstellte und ihm "schlüssig" erklärte, dass sie als Katzensitterin öfter in der Wohnung sei, weil Herr Dienelt viel weg sei.
Beate Zschäpe (unter dem Namen Susann Eminger) und André Eminger erschienen auf diese erneute Ladung bei der Polizei und wurden getrennt voneinander befragt. Ihm sei dabei nichts aufgefallen. R. konnte sich allerdings schon bei seiner ersten Befragung 2011 nicht erinnern. Er sagte auch im Münchener Prozess aus.
https://www.nsu-watch.info/2013/12/protokoll-66-verhandlungstag-9-dezember-2013/ -
Beate Zschäpe (unter dem Namen Susann Eminger) und André Eminger erschienen auf diese erneute Ladung bei der Polizei und wurden getrennt voneinander befragt. Ihm sei dabei nichts aufgefallen. R. konnte sich allerdings schon bei seiner ersten Befragung 2011 nicht erinnern. Er sagte auch im Münchener Prozess aus.
https://www.nsu-watch.info/2013/12/protokoll-66-verhandlungstag-9-dezember-2013/Im Anschluss an die Befragung kündigte die Richterin an, man wolle André Eminger, Holger Gerlach, Max-Florian Bu., Matthias Dienelt als Zeugen laden. Zunächst wird die Verhandlung aber am 29.1. mit der weiteren Befragung von Beate Zschäpe fortgesetzt.
Aktuelle Terminübersicht: https://www.nsu-watch.info/2-nsu-prozess/
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Im Anschluss an die Befragung kündigte die Richterin an, man wolle André Eminger, Holger Gerlach, Max-Florian Bu., Matthias Dienelt als Zeugen laden. Zunächst wird die Verhandlung aber am 29.1. mit der weiteren Befragung von Beate Zschäpe fortgesetzt.
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NSU-Watch ist an jedem Verhandlungstag des 2. NSU-Prozesses im Saal.
Wir beobachten und dokumentieren den Prozess.Dafür brauchen wir eure Unterstützung.
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Jetzt für NSU-Watch spenden!@nsuwatch Danke für die Zusammenfassung und das konsequente Berichten seit Jahr(zehnt)en!

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