Die Erkenntnis scheint ja noch nicht alle erreicht zu haben, wenn ich mir Jon Stewarts Einlassungen so anhöre, also muss das vielleicht noch einmal in Erinnerung gerufen werden:
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Ich sehe Maske tragen schon auch als politisches Statement; nämlich, dass wir alle Mitverantwortung füreinander tragen und daher Maske tragen das einzig vernünftige ist, was wir tun können, ungeachtet dessen, ob wir sie brauchen.
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass quasi alles politisch ist.
@oxytocinated @freval
Sehe ich auch so.
Ich gehöre nicht zu den Personen, die eine Covid-Infektion dringender vermeiden müssen als andere. Ich habe keine Erkrankung oder Behinderung, die Covid für mich gefährlicher macht, als es ohnehin für alle ist. Ich wohne auch nicht mit Personen, die ich aus solchen Gründen besonders schützen müsste.Ich trage Maske, weil ich das "normale" Risiko, das Covid-Infektionen auch für Menschen ohne Vorerkrankungen mit sich bringen, hoch genug finde, um es zu vermeiden.
Und weil ich bis 2019 für mich normal fand, praktisch immer den ganzen Winter lang so erkältet zu sein, dass sich nicht genau sagen lässt, wann eine Erkältung aufgehört und die nächste angefangen hat. Ich habe immer wieder Versuche gemacht, das zu verändern. Zink zur Stärkung des Immunsystems, jeden Morgen Vitaminsmoothie mit Ingwer und all sowas. Hat nie gut funktioniert. Aber seit ich Maske trage, ist es weg. Ich fände es total unsinnig, zur winterlichen Dauererkältung zurückzukehren.
Vor allem aber trage ich Maske, weil ich es richtig finde, aufeinander aufzupassen, sich gegenseitig zu schützen und sich möglichst so zu verhalten, dass Menschen, die Infektionsschutz besonders dringend brauchen, dabei sein können und nicht ausgeschlossen werden. Vor allem, wenn das so einfach machbar ist wie mit einer Maske. Das ist politisch.
Und es macht mich traurig und wütend, dass es nichtmal unter Linken Standard geworden ist, ein so einfaches Mittel zur Reduzierung von Barrieren zu benutzen. -
@oxytocinated @freval
Sehe ich auch so.
Ich gehöre nicht zu den Personen, die eine Covid-Infektion dringender vermeiden müssen als andere. Ich habe keine Erkrankung oder Behinderung, die Covid für mich gefährlicher macht, als es ohnehin für alle ist. Ich wohne auch nicht mit Personen, die ich aus solchen Gründen besonders schützen müsste.Ich trage Maske, weil ich das "normale" Risiko, das Covid-Infektionen auch für Menschen ohne Vorerkrankungen mit sich bringen, hoch genug finde, um es zu vermeiden.
Und weil ich bis 2019 für mich normal fand, praktisch immer den ganzen Winter lang so erkältet zu sein, dass sich nicht genau sagen lässt, wann eine Erkältung aufgehört und die nächste angefangen hat. Ich habe immer wieder Versuche gemacht, das zu verändern. Zink zur Stärkung des Immunsystems, jeden Morgen Vitaminsmoothie mit Ingwer und all sowas. Hat nie gut funktioniert. Aber seit ich Maske trage, ist es weg. Ich fände es total unsinnig, zur winterlichen Dauererkältung zurückzukehren.
Vor allem aber trage ich Maske, weil ich es richtig finde, aufeinander aufzupassen, sich gegenseitig zu schützen und sich möglichst so zu verhalten, dass Menschen, die Infektionsschutz besonders dringend brauchen, dabei sein können und nicht ausgeschlossen werden. Vor allem, wenn das so einfach machbar ist wie mit einer Maske. Das ist politisch.
Und es macht mich traurig und wütend, dass es nichtmal unter Linken Standard geworden ist, ein so einfaches Mittel zur Reduzierung von Barrieren zu benutzen.@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel
Also ich verstehe und respektiere diese Haltung natürlich. Ich würde hier gern nur eine andere Perspektive mitaufzeigen. Das ist nicht als Front gemeint, sondern als Anmerkung.
Zunächst einmal: eine Maske schützt jetzt und heute die Tragenden und ihr unmittelbares Umfeld. Das Virus ist derart verbreitet, dass das Tragen der Maske darüber hinaus nur äußerst unwahrscheinliche Effekte hat.
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@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel
Also ich verstehe und respektiere diese Haltung natürlich. Ich würde hier gern nur eine andere Perspektive mitaufzeigen. Das ist nicht als Front gemeint, sondern als Anmerkung.
Zunächst einmal: eine Maske schützt jetzt und heute die Tragenden und ihr unmittelbares Umfeld. Das Virus ist derart verbreitet, dass das Tragen der Maske darüber hinaus nur äußerst unwahrscheinliche Effekte hat.
@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel (Etwas anderes sind natürlich konkrete Veranstaltungen: also Dein letztes Beispiel. Da können Masken durchaus Effekte haben. Aber die Maskenpflicht durchzusetzen ist für Veranstalter*innen riskant. Das kann man - wie wir - scheiße finden, klar.)
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@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel (Etwas anderes sind natürlich konkrete Veranstaltungen: also Dein letztes Beispiel. Da können Masken durchaus Effekte haben. Aber die Maskenpflicht durchzusetzen ist für Veranstalter*innen riskant. Das kann man - wie wir - scheiße finden, klar.)
@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel Dann ist es so, dass auch wenn einige die Maske mit aus politischen Gründen tragen (weil sie - den Zusatz von @oxytocinated fand ich sehr selbstreflektiert und gut und auch richtig - fast alles politisch finden), das die Maske nicht zu einem Politikum macht. Es ist natürlich so, dass Maskenträger*innen seltener angemacht werden, je mehr Masken es gibt. Es hat also schon soziale Effekte.
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@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel Dann ist es so, dass auch wenn einige die Maske mit aus politischen Gründen tragen (weil sie - den Zusatz von @oxytocinated fand ich sehr selbstreflektiert und gut und auch richtig - fast alles politisch finden), das die Maske nicht zu einem Politikum macht. Es ist natürlich so, dass Maskenträger*innen seltener angemacht werden, je mehr Masken es gibt. Es hat also schon soziale Effekte.
@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel Es hat aber auch den Effekt, dass nicht gerade wenige Leute denken, jede*r Maskentragende trage die MAske auch aus Überzeugung. Das ist aber icht der Fall. Es gibt auch unter Vorerkrankten - ich sag mal so - Liberalos. Oder schlimmeres. Oder apolitische Leute.
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@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel Es hat aber auch den Effekt, dass nicht gerade wenige Leute denken, jede*r Maskentragende trage die MAske auch aus Überzeugung. Das ist aber icht der Fall. Es gibt auch unter Vorerkrankten - ich sag mal so - Liberalos. Oder schlimmeres. Oder apolitische Leute.
@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel Ich würde sagen: ja, manche tragen die Maske mit aus politischen Gründen; das macht aber die Maske nicht politisch. Ich wehre mich deswegen dagegen, weil genau diese oben angesprochenen Leute eher keine Maske tragen (und sich damit selbst gefährden) als dass sie sich in ihrem weiteren Umfeld dafür rechtfertigen müssen, zu "denen" zu gehören.
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@kleines_z @oxytocinated @fraeuleinwusel Ich würde sagen: ja, manche tragen die Maske mit aus politischen Gründen; das macht aber die Maske nicht politisch. Ich wehre mich deswegen dagegen, weil genau diese oben angesprochenen Leute eher keine Maske tragen (und sich damit selbst gefährden) als dass sie sich in ihrem weiteren Umfeld dafür rechtfertigen müssen, zu "denen" zu gehören.
@freval @oxytocinated @fraeuleinwusel
Das trifft ziemlich das, was ich so zum Mäusemelken finde.
Es gibt da etwas einfaches, was total sinnvoll wäre, wenn wir das als gesellschaftlichen Standard hätten und einfach alle machen würden. Und sei es nur wie in manchen ostasiatischen Ländern, wo es normal ist, wenigstens immer dann Maske zu tragen, wenn eins gerade krank ist. Aber selbst Menschen, die verstehen können, dass es sinnvoll wäre, machen es nicht, weil es diesen lauten politischen Diskurs von rechts gibt, der viel zu viel Raum bekommt, obwohl er faktenresistent und unvernünftig ist. Dieser markiert Leute, die das machen, was eigentlich für alle vernünftig wäre, als "die".Es ist so ähnlich wie mit Elektroautos und Wärmepumpen. Da entscheiden sich auch Leute, sich die vernünftigen Optionen gar nicht erst anzuschauen und lieber Geld für das Unsinnige auszugeben, was die Nachbar*innen aber auch alle haben. Denn wer einfach aus Vernunft ein E-Auto in der Einfahrt und so einen Kasten einer Wärmepumpe am Haus stehen hat, wo die anderen das nicht machen, wird "die".
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@NatureMC ich finde es schön dass dir das so gespiegelt wird. ich fürchte allerdings, das gilt nicht für ganz frankreich.
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@Newstrujew Marseille war immer eine Hochburg des unsäglichen Schwurbeldoktors Didier Raoult, der 2024 endlich zeitweises Berufsverbot bekam: https://fr.wikipedia.org/wiki/Didier_Raoult Der hat ne Menge kaputt gemacht.
Ich arbeite im Bas Rhin in einem Museum mit internationalen Besucher*innen und muss leider sagen: die Gruppen aus De kommen schniefend und hustend und schauen uns blöd an, wenn wir bei den Führungen Maske tragen, um uns vor ihnen zu schützen.
Bei uns ist es üblich, Maske zu tragen, wenn
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@Newstrujew Marseille war immer eine Hochburg des unsäglichen Schwurbeldoktors Didier Raoult, der 2024 endlich zeitweises Berufsverbot bekam: https://fr.wikipedia.org/wiki/Didier_Raoult Der hat ne Menge kaputt gemacht.
Ich arbeite im Bas Rhin in einem Museum mit internationalen Besucher*innen und muss leider sagen: die Gruppen aus De kommen schniefend und hustend und schauen uns blöd an, wenn wir bei den Führungen Maske tragen, um uns vor ihnen zu schützen.
Bei uns ist es üblich, Maske zu tragen, wenn
@Newstrujew wir krank sind, um andere zu schützen, auch bei Grippe. Und das machen auch die meisten Besucher*innen so, wobei die Rücksichtslosen, wie gesagt, eher ein Charakterproblem haben.
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@Newstrujew wir krank sind, um andere zu schützen, auch bei Grippe. Und das machen auch die meisten Besucher*innen so, wobei die Rücksichtslosen, wie gesagt, eher ein Charakterproblem haben.
@NatureMC @freval In Deutschland werde ich wahlweise gefragt "Ist Corona denn nicht vorbei?" oder "Corona ist doch jetzt harmlos?" Und wenn ich die Frage verneine, fragen die mich, warum in den Medien nichts dazu kommt. Was weiß ich, warum Deutschland sich kollektiv dazu entschlossen hat, das Problem totzuschweigen.
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@NatureMC @freval In Deutschland werde ich wahlweise gefragt "Ist Corona denn nicht vorbei?" oder "Corona ist doch jetzt harmlos?" Und wenn ich die Frage verneine, fragen die mich, warum in den Medien nichts dazu kommt. Was weiß ich, warum Deutschland sich kollektiv dazu entschlossen hat, das Problem totzuschweigen.
@Newstrujew Manchmal lesen die Leute nur die falschen Medien. An den Medien liegt's jedenfalls nicht, um nur willkürlich 2 Beispiele rauszugreifen: Oktober: https://www.tagesschau.de/wissen/corona-grippe-102.html und erst vor 3 Tagen https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/corona-varianten-zwischenstand-lockdown-virus-covid-100.html
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@Newstrujew Manchmal lesen die Leute nur die falschen Medien. An den Medien liegt's jedenfalls nicht, um nur willkürlich 2 Beispiele rauszugreifen: Oktober: https://www.tagesschau.de/wissen/corona-grippe-102.html und erst vor 3 Tagen https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/corona-varianten-zwischenstand-lockdown-virus-covid-100.html
Meine These wäre, dass da ein paar Faktoren zusammenkommen.
1) Dltd ist vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Szenen wie in Bologna, dem Grand Est oder Madrid gab es hier nicht. Die existenzielle Bedroung blieb immer etwas abstrakt und wurde daher schneller vergessen.
2) Viele Menschen vertrauen dem dt. Gesundheitssystem. Es funktioniert zwar nicht gut, aber besser als anderswo.
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Meine These wäre, dass da ein paar Faktoren zusammenkommen.
1) Dltd ist vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Szenen wie in Bologna, dem Grand Est oder Madrid gab es hier nicht. Die existenzielle Bedroung blieb immer etwas abstrakt und wurde daher schneller vergessen.
2) Viele Menschen vertrauen dem dt. Gesundheitssystem. Es funktioniert zwar nicht gut, aber besser als anderswo.
@freval @NatureMC Ja, das Präventionsparadox, Deutschland ist echt ein Lehrbeispiel. Die diskutieren allen ernstes darüber, ob man im Frühjahr 2020 die Schulen hätte schließen müssen (nein, musste man nicht, wenn man stattdessen die Büros geschlossen hätte).
Ich habe zufällig eine Datei auf dem Computer wiedergefunden, wo ich 2020 die Infektionszahlen eingetragen habe, weil man es hier nicht hinbekommen hat, sie vernünftig aufzubereiten. Bis ca Juni 2020 war Deutschland extrem gut darin, diese Seuche im Zaum zu halten. Von den Infektionszahlen von Anfang April war im Juni nicht einmal ein Zehntel übrig.
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P pearl22@troet.cafe shared this topic
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@freval @oxytocinated @fraeuleinwusel
Das trifft ziemlich das, was ich so zum Mäusemelken finde.
Es gibt da etwas einfaches, was total sinnvoll wäre, wenn wir das als gesellschaftlichen Standard hätten und einfach alle machen würden. Und sei es nur wie in manchen ostasiatischen Ländern, wo es normal ist, wenigstens immer dann Maske zu tragen, wenn eins gerade krank ist. Aber selbst Menschen, die verstehen können, dass es sinnvoll wäre, machen es nicht, weil es diesen lauten politischen Diskurs von rechts gibt, der viel zu viel Raum bekommt, obwohl er faktenresistent und unvernünftig ist. Dieser markiert Leute, die das machen, was eigentlich für alle vernünftig wäre, als "die".Es ist so ähnlich wie mit Elektroautos und Wärmepumpen. Da entscheiden sich auch Leute, sich die vernünftigen Optionen gar nicht erst anzuschauen und lieber Geld für das Unsinnige auszugeben, was die Nachbar*innen aber auch alle haben. Denn wer einfach aus Vernunft ein E-Auto in der Einfahrt und so einen Kasten einer Wärmepumpe am Haus stehen hat, wo die anderen das nicht machen, wird "die".
@kleines_z Mal aus der Ecke des Kulturerbes und der Traditionen gesprochen (schräge Perspektive vielleicht): Gesellschaftliche Standards entwickeln sich über meist extrem lange Zeiten, entweder, weil sie von oben diktiert werden, oder weil "Bräuche" von immer mehr Menschen emotional als gut adoptiert und gern weitergegeben werden.
Mit Vernunft und Statistiken änderst du keine gesellschaftlichen Gewohnheiten - das geht sehr stark über Gefühle. -
@kleines_z Mal aus der Ecke des Kulturerbes und der Traditionen gesprochen (schräge Perspektive vielleicht): Gesellschaftliche Standards entwickeln sich über meist extrem lange Zeiten, entweder, weil sie von oben diktiert werden, oder weil "Bräuche" von immer mehr Menschen emotional als gut adoptiert und gern weitergegeben werden.
Mit Vernunft und Statistiken änderst du keine gesellschaftlichen Gewohnheiten - das geht sehr stark über Gefühle.@NatureMC @kleines_z @freval @oxytocinated @fraeuleinwusel
ich glaube, da liegst Du recht richtig mit den Traditionen
Ganz anderes Beispiel: Vor 30-40 Jahren haben auf dem Münchener Oktoberfest
nur Leute vom Personal Tracht getragen.Und ein paar Leute vom Land, die sich damit sofort geoutet haben, wo sie herkommen.
Dann irgendwann in den 90ern ist Tracht "in" geworden und heutzutage wirst Du oft angequatscht, wenn Du nicht mit irgendeiner Verkleidung auf diese Veranstaltung gehst.
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@NatureMC @kleines_z @freval @oxytocinated @fraeuleinwusel
ich glaube, da liegst Du recht richtig mit den Traditionen
Ganz anderes Beispiel: Vor 30-40 Jahren haben auf dem Münchener Oktoberfest
nur Leute vom Personal Tracht getragen.Und ein paar Leute vom Land, die sich damit sofort geoutet haben, wo sie herkommen.
Dann irgendwann in den 90ern ist Tracht "in" geworden und heutzutage wirst Du oft angequatscht, wenn Du nicht mit irgendeiner Verkleidung auf diese Veranstaltung gehst.
@echopapa Ja, weil's durch Social Media plötzlich positiv besetzt war und den Trieb des Verkleidens, den wir alle haben, befriedigte.
Geht auch mit EVs im Beispiel oben. Ziemliches Nazidorf, der Lehrer kauft sich nen schicken EV. Alle glotzen, laufen absichtlich an seinem Haus vorbei, tratschen. Einige können nicht leugnen, dass das Teil schick aussieht. Die ersten neugierigen Fragen. Der Lehrer teilt seine Begeisterung selbst mit den fiesesten
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@echopapa Ja, weil's durch Social Media plötzlich positiv besetzt war und den Trieb des Verkleidens, den wir alle haben, befriedigte.
Geht auch mit EVs im Beispiel oben. Ziemliches Nazidorf, der Lehrer kauft sich nen schicken EV. Alle glotzen, laufen absichtlich an seinem Haus vorbei, tratschen. Einige können nicht leugnen, dass das Teil schick aussieht. Die ersten neugierigen Fragen. Der Lehrer teilt seine Begeisterung selbst mit den fiesesten
@echopapa Typen. Da kauft sich der Therapeut das gleiche Auto, gleiche Farbe. Nachahmungseffekt: Was der hat, will ich auch haben. Noch mehr Tratsch. Der Inhaber kauft sich das gleiche Teil in anderer Farbe: Oh geil, das ist ja mal ne Farbe!
Es ist immer noch ein Nazidorf, aber 2 Jahre später fahren verdammt viele Leute einen EV. -
@echopapa Typen. Da kauft sich der Therapeut das gleiche Auto, gleiche Farbe. Nachahmungseffekt: Was der hat, will ich auch haben. Noch mehr Tratsch. Der Inhaber kauft sich das gleiche Teil in anderer Farbe: Oh geil, das ist ja mal ne Farbe!
Es ist immer noch ein Nazidorf, aber 2 Jahre später fahren verdammt viele Leute einen EV.Das funktioniert so aber eher in Orten wie Wunsiedel. Da sind die wenigen CSUler, die nicht von Wolkenkuckucksheimen träumen (Kernfusion und jetzt wieder Kernfission), sondern Pragmatiker sind und was bewegen. Aber die sind wirklich eine Minderheit in Ihrer Partei.
Ich habe hier genügend Fans von der Partei in meinem Umfeld, die eher tot umfallen wollen, als ein E-Auto kaufen. Petrolheads wie aus dem Bilderbuch. Je mehr es stinkt und kracht, desto besser.
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Das funktioniert so aber eher in Orten wie Wunsiedel. Da sind die wenigen CSUler, die nicht von Wolkenkuckucksheimen träumen (Kernfusion und jetzt wieder Kernfission), sondern Pragmatiker sind und was bewegen. Aber die sind wirklich eine Minderheit in Ihrer Partei.
Ich habe hier genügend Fans von der Partei in meinem Umfeld, die eher tot umfallen wollen, als ein E-Auto kaufen. Petrolheads wie aus dem Bilderbuch. Je mehr es stinkt und kracht, desto besser.
@echopapa Ich rede von einem Le-Pen-Wähler*innen-Dorf. Wäre so ungefähr wie ein AfD-Dorf bei euch.