Solche Gespräche: L ist siebzehn und hat beschlossen, daß der Schulabschluß schon irgendwie wird und daß jetzt Spaß dran ist.
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Solche Gespräche: L ist siebzehn und hat beschlossen, daß der Schulabschluß schon irgendwie wird und daß jetzt Spaß dran ist. Sie sagt das flapsig, wie einen witzigen Spruch; aber die Begründung: "Wir kriegen die Klimakatastrophe und die Rechten und die Kriege, da will ich wenigstens ein schönes Jahr haben."
Ich hab die ja auch nicht gewählt, sage ich und tue beleidigt und denke, es tut mir unendlich leid um deine, eure Unbeschwertheit. -
Solche Gespräche: L ist siebzehn und hat beschlossen, daß der Schulabschluß schon irgendwie wird und daß jetzt Spaß dran ist. Sie sagt das flapsig, wie einen witzigen Spruch; aber die Begründung: "Wir kriegen die Klimakatastrophe und die Rechten und die Kriege, da will ich wenigstens ein schönes Jahr haben."
Ich hab die ja auch nicht gewählt, sage ich und tue beleidigt und denke, es tut mir unendlich leid um deine, eure Unbeschwertheit.Dieser Beitrag wurde gelöscht! -
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@Aileen22 Uns hat man damals ins Gewissen reden können: was Anständiges lernen, ordentlich und pünktlich sein, Wehrdienst, Generationenvertag ... Aber das ist halt nur dann in Ordnung, wenn man eine gute Zukunft in Aussicht stellen kann. Ich denke oft darüber nach, was die Siebzehnjährigen /wirklich/ brauchen können.
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C crossgolf_rebel@moppels.bar shared this topic
N n8zug@social.tchncs.de shared this topic
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Solche Gespräche: L ist siebzehn und hat beschlossen, daß der Schulabschluß schon irgendwie wird und daß jetzt Spaß dran ist. Sie sagt das flapsig, wie einen witzigen Spruch; aber die Begründung: "Wir kriegen die Klimakatastrophe und die Rechten und die Kriege, da will ich wenigstens ein schönes Jahr haben."
Ich hab die ja auch nicht gewählt, sage ich und tue beleidigt und denke, es tut mir unendlich leid um deine, eure Unbeschwertheit.Ich kann den Standpunkt verstehen. Aus vielen Gründen ist der möglicherweise sogar nicht verkehrt – unter der Voraussetzung einer humanzentrierten Gesellschaft.
Hart formuliert: Jetzt Spaß haben, um auf Sicht später umgebracht zu werden, ist Nihilismus. Wer sich dafür entscheidet, darf dann auch nicht über die Konsequenzen jammern.Letztlich ist die junge Generation auch nicht anders als wir alten Säck*innen. Ein paar Kluge, viele Mittelmäßige. Nur haben früher mehr Kluge regiert.
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G geisseltierchen@troet.cafe shared this topic
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Ich kann den Standpunkt verstehen. Aus vielen Gründen ist der möglicherweise sogar nicht verkehrt – unter der Voraussetzung einer humanzentrierten Gesellschaft.
Hart formuliert: Jetzt Spaß haben, um auf Sicht später umgebracht zu werden, ist Nihilismus. Wer sich dafür entscheidet, darf dann auch nicht über die Konsequenzen jammern.Letztlich ist die junge Generation auch nicht anders als wir alten Säck*innen. Ein paar Kluge, viele Mittelmäßige. Nur haben früher mehr Kluge regiert.
@_RyekDarkener_ Was für Konsequenzen? Es ist absurd, sich für Zehntelnoten an den Schreibtisch zu setzen, während das Haus brennt. L ist sich wohl bewußt, daß ihre Generation hart an der Abfederung der Probleme wird arbeiten müssen -- und sie nun wohl mit einem Zweierabitur.
Mich hat die Bescheidenheit ihres Wunsches getroffen: /ein/ schönes Jahr ... -
@_RyekDarkener_ Was für Konsequenzen? Es ist absurd, sich für Zehntelnoten an den Schreibtisch zu setzen, während das Haus brennt. L ist sich wohl bewußt, daß ihre Generation hart an der Abfederung der Probleme wird arbeiten müssen -- und sie nun wohl mit einem Zweierabitur.
Mich hat die Bescheidenheit ihres Wunsches getroffen: /ein/ schönes Jahr ...Das klingt jetzt anders als im Start-Tröt.
Ich finde den Wunsch richtig und legitim. Aber ich bilde nicht die Mehrheit unserer Gesellschaft ab. Aus einer persönlichen Perspektive halte ich die Erfüllung solcher Wünsche wichtig und gesellschaftsfördernd, in jedem Alter (zeitlich konkretes Sabattical).
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Das klingt jetzt anders als im Start-Tröt.
Ich finde den Wunsch richtig und legitim. Aber ich bilde nicht die Mehrheit unserer Gesellschaft ab. Aus einer persönlichen Perspektive halte ich die Erfüllung solcher Wünsche wichtig und gesellschaftsfördernd, in jedem Alter (zeitlich konkretes Sabattical).
@_RyekDarkener_ Das denke ich auch. Sozialleben kann Leben/Verstand/Seele retten; gute Noten eher nicht.
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P purmelchen@embassy.social shared this topic