Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
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Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda Während meine Freunde Drogen immer gern genommen und dann Scheisse gebaut haben, konnte ich mich nie dafür erwärmen. Ich hab dann immer eher interessiert Sozialstudien betrieben.
Einen Tipp, warum das bei mir so war und ich dir an die Hand geben kann, hab ich leider auch nicht

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@MagicMutti ich hab auch oft Langeweile im Verdacht.
@dieKadda
Ja, und dieses grenzenlose Selbstbewusstsein "ohne Hirn" -
Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda Definiere "Jungs". Meinst Du 7-12jährige oder eher Jugendliche ab 13? Ich bekomme beim Lesen der Comments den Eindruck, hier versuchen gerade "Helikoptereltern" sowas wie "Kindheit" zu reglementieren.
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@dieKadda Definiere "Jungs". Meinst Du 7-12jährige oder eher Jugendliche ab 13? Ich bekomme beim Lesen der Comments den Eindruck, hier versuchen gerade "Helikoptereltern" sowas wie "Kindheit" zu reglementieren.
@TheTomas nein, geht schon eher um 13-14, also nicht mehr Kinder.
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@dieKadda Definiere "Jungs". Meinst Du 7-12jährige oder eher Jugendliche ab 13? Ich bekomme beim Lesen der Comments den Eindruck, hier versuchen gerade "Helikoptereltern" sowas wie "Kindheit" zu reglementieren.
@TheTomas und auch schon härtere Verhaltensweisen wie Sachbeschädigung, Waffenbesitz, das Umfeld tyrannisieren (ob in der Klasse oder in der Nachbarschaft)…
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Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda vor allem ja auch Sachen, die direkt hart lebensgefährlich für sie selbst sind (auf güterbahnwägen steigen und dann bildet sich ein Lichtbogen von der Oberleitung z.B.). Da setzt wirklich irgendwas ganz grundlegendes aus im Hirn… eigentlich nur mit viel zu viel Testosteron im Hirn erklärbar, oder?
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@dieKadda Definiere "Jungs". Meinst Du 7-12jährige oder eher Jugendliche ab 13? Ich bekomme beim Lesen der Comments den Eindruck, hier versuchen gerade "Helikoptereltern" sowas wie "Kindheit" zu reglementieren.
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@TheTomas und auch schon härtere Verhaltensweisen wie Sachbeschädigung, Waffenbesitz, das Umfeld tyrannisieren (ob in der Klasse oder in der Nachbarschaft)…
@dieKadda okay das ist eindeutig keine "Kindheit" mehr und das geht auch über das "Normalmaß" hinaus.
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Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda
Interessante Frage - bzw interessante Beobachtung, denn meiner nicht maßgeblichen Erinnerung nach schaltete in einer - zum Glück bereits einige Zeit überwunden Lebensphase - das Gehirn auf Mist bauen vor allem sobald Nicht-Jungs den Dunstkreis des Geschehens betraten. Dann genügte bereits normale mitteleuropäische Luftfeuchtigkeit um einen Kurzschluss im Hohlraum zwischen den Ohren zu erzeugen.
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Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda Das ist nicht "normal" und man sollte auch Gegensteuern. Das Thema ist zB. in Schulen ein großes Problem, welches zu wenig Aufmerksamkeit findet. Meine stark verkürzten Schlüsse aus meiner Beobachtung: Jungen aus stabilen Verhältnissen, also finanziell, Intellektuell, und vor allem auf sozialer, familiärer Ebene, haben deutlich weniger Probleme mit der Selbstfindung und können sich besser zu den "Scheißebauern" abgrenzen. Sie müssen denen nicht hinterher hecheln, sind rundum souveräner. Das kann so weit gehen das sich z.B. die Jungs einer Klasse dieser Souveränität anschließen und den Bully alleine stehen lassen. Erzieher:innen können diese Bewegungen unterstützen, dazu müssen sie allerdings ihren Job können und den richtigen Rahmen haben. Letzteres ist schwierig wenn Unternehmen die Erziehung gestalten, das passt nicht, so etwas gehört in die öffentliche Hand.
Dazu: Eltern kümmern sich zu wenig und/oder wissen kaum was sie tun. Aus vielen Gründen. Fazit: Unsere Gesellschaft vernachlässigt elementare Dinge schon sehr lange. Unser Bildungssystem ist müßte komplett hinterfragt und neu aufgesetzt werden. Das ist ein politisch, gesellschaftliches Problem. Die Verrohung der Jugend ein Symptom. -
@dieKadda Das ist nicht "normal" und man sollte auch Gegensteuern. Das Thema ist zB. in Schulen ein großes Problem, welches zu wenig Aufmerksamkeit findet. Meine stark verkürzten Schlüsse aus meiner Beobachtung: Jungen aus stabilen Verhältnissen, also finanziell, Intellektuell, und vor allem auf sozialer, familiärer Ebene, haben deutlich weniger Probleme mit der Selbstfindung und können sich besser zu den "Scheißebauern" abgrenzen. Sie müssen denen nicht hinterher hecheln, sind rundum souveräner. Das kann so weit gehen das sich z.B. die Jungs einer Klasse dieser Souveränität anschließen und den Bully alleine stehen lassen. Erzieher:innen können diese Bewegungen unterstützen, dazu müssen sie allerdings ihren Job können und den richtigen Rahmen haben. Letzteres ist schwierig wenn Unternehmen die Erziehung gestalten, das passt nicht, so etwas gehört in die öffentliche Hand.
Dazu: Eltern kümmern sich zu wenig und/oder wissen kaum was sie tun. Aus vielen Gründen. Fazit: Unsere Gesellschaft vernachlässigt elementare Dinge schon sehr lange. Unser Bildungssystem ist müßte komplett hinterfragt und neu aufgesetzt werden. Das ist ein politisch, gesellschaftliches Problem. Die Verrohung der Jugend ein Symptom.@JimPansen danke für deine langen Gedanken! Das ist sehr hilfreich. Ich erlebe es tatsächlich auch so, dass die Erwachsenen hilflos sind – selbst wenn es zum Beispiel auch Sozialarbeiter gibt. Dass trotzdem am Ende die gesamte Klasse bestraft wird und alle darunter leiden, anstatt gezielt die Wurzeln der Probleme zu behandeln. wo tatsächlich aber auch die Eltern mitmachen müssten.
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@AngelaCarstensen "Zu spät" hieße doch aber, dass man sein Kind aufgibt, nur weil man in der Vergangenheit etwas verpaßt hat. Nein, ich denke, zu spät ist es nie. Aber es wird bestimmt schwerer, in der Pubertät noch zu seinem Kind durchzudringen, wenn man den Kanal nicht schon vorher aufgebaut hat. Aber versuchen sollte man es doch immer. Dafür ist man doch Elter.
Okay, also ich meinte nicht, dass es komplett zu spät ist, überhaupt noch was zu machen. Aber zu spät um vorsorglich zu verhindern, dass jemand überhaupt in so ein Verhalten rein eskaliert.
Das eine ist Vorsorge, dass andere ist Umgehen mit der schon verkorksten Situation.
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Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda Selbstunsichere Persönlichkeiten, die aus fehlender Anerkennung, Ablehnung oder Mobbing entstehen, sind ideales Futter für Gruppen, in denen toxische Männlichkeit positiv bewertet wird, z.B. Nazis. Da erfahren ihre negativen Reaktionen auf soziale Standards dann Akzeptanz, nach dem Muster: je devianter, desto höher der Status. Bis zur kollektiven Enthemmung als Zugehörigkeitsritual
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Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda
Eltern haben wahrscheinlich nur sehr geringe Chancen so eine Gruppensolidarität nachträglich aufzubrechen oder auch nur nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Sie sind explizit außerhalb der Gruppe. Dieses 'Scheiße bauen' ist der Stresstest für den Zusammenhalt der Gruppe, oftmals aufbauend auf der Ablehnung der elterlichen Werte: Wie weit gehst du mit uns?
Wir haben bestimmt noch ein, zwei Jahre Zeit. Aber mir graut es jetzt schon davor. -
@dieKadda
Eltern haben wahrscheinlich nur sehr geringe Chancen so eine Gruppensolidarität nachträglich aufzubrechen oder auch nur nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Sie sind explizit außerhalb der Gruppe. Dieses 'Scheiße bauen' ist der Stresstest für den Zusammenhalt der Gruppe, oftmals aufbauend auf der Ablehnung der elterlichen Werte: Wie weit gehst du mit uns?
Wir haben bestimmt noch ein, zwei Jahre Zeit. Aber mir graut es jetzt schon davor.@dieKadda
(Theweleit empfiehlt Fußball, glaube ich.) -
Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda
Was hat Holgi getan? -
Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda Als ehemaliger Junge mit "Praxis": Es ist ne Art sich Zusammenhalt & Dazugehörigkeit zu demonstrieren, gemischt mit Wettkampf.
Was dagegen tun? Mitgeben, dass er ein toller liebenswerter Typ ist (in der Pubertät kurz, unaufdringlich aber oft) & trotzdem kritisch fragen, willst du wirklich so sein? Spiegeln kurz sehr klar, wie Opfer empfinden. Verhalten klar ablehnen, Jungen nicht. Mit Rückfällen rechnen. Empathie für Wunsch nach Cliquenakzeptanz zeigen. Schwierig für Jungs & Eltern -
Was ist mit Jungs, die sobald sie in der Gesellschaft anderer Jungs sind, wirklich zwanghaft Scheiße bauen?
@dieKadda würde gerne aus meiner Passion was beitragen/
Gewalt entsteht fast immer aus gewaltvollen Erfahrungen. In einer solchen Gruppe ist fast immer einer, der Gewalt erlebt (hat).
Das beste gegen “dumme Taten” sind positive Ziele, Wertschätzung, Respekt. Besser als der Kampf dagegen. Aber ist anstrengend. Echt!Das blöde ist, Aggression schaukelt sich hoch. Der unbeteiligte macht mit ohne, dass er es wirklich will.
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@dieKadda würde gerne aus meiner Passion was beitragen/
Gewalt entsteht fast immer aus gewaltvollen Erfahrungen. In einer solchen Gruppe ist fast immer einer, der Gewalt erlebt (hat).
Das beste gegen “dumme Taten” sind positive Ziele, Wertschätzung, Respekt. Besser als der Kampf dagegen. Aber ist anstrengend. Echt!Das blöde ist, Aggression schaukelt sich hoch. Der unbeteiligte macht mit ohne, dass er es wirklich will.
@Kidz_pod ich glaube auch, man hat immer zwei Ebenen, auf denen man ansetzen kann: das eine ist die Beziehung und das andere sind die Bedürfnisse.
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@Kidz_pod ich glaube auch, man hat immer zwei Ebenen, auf denen man ansetzen kann: das eine ist die Beziehung und das andere sind die Bedürfnisse.
@dieKadda jepp.
Wobei die Beziehung da sein muss, um ũber Bedũrfniase űberhaupt was zu erfahren. Was ich außerdem oft erlebe, ist dass die Jugendlichen Bedũrfnisse nicht ernst genommen oder abgetan werden.
Macht es fũr die Jugendlichen nicht einfach.Eines hatte ich vorhin vergessen: Es gibt immer einen guten Grund fũr das Verhalten
Gilt fũr mich inzwischen fũr jedes Verhalten nicht nur fũr traumatische Reaktionen