Seit ich aus Gründen gelegentlich Krimis ansehe, fällt mir auf, wie häufig darin Kommissar*innen geltendes (Dienst-) Recht wissentlich brechen.
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Seit ich aus Gründen gelegentlich Krimis ansehe, fällt mir auf, wie häufig darin Kommissar*innen geltendes (Dienst-) Recht wissentlich brechen. Oft wird das von Kollegys und/oder Vorgesetzten geduldet, nur selten mal sanktioniert. Manchmal ist es geradezu fester Charakterzug der Protagonistys. Fast immer wird es als sympathisch, legitim oder sogar ethisch vorbildlich dargestellt, weil der Gesetzesbruch am Ende zum Ziel führt.
Polizeibeamte, die Gesetze brechen, sind unsere Held*innen.
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Seit ich aus Gründen gelegentlich Krimis ansehe, fällt mir auf, wie häufig darin Kommissar*innen geltendes (Dienst-) Recht wissentlich brechen. Oft wird das von Kollegys und/oder Vorgesetzten geduldet, nur selten mal sanktioniert. Manchmal ist es geradezu fester Charakterzug der Protagonistys. Fast immer wird es als sympathisch, legitim oder sogar ethisch vorbildlich dargestellt, weil der Gesetzesbruch am Ende zum Ziel führt.
Polizeibeamte, die Gesetze brechen, sind unsere Held*innen.
@der_zaunfink das ist einer der Gründe warum ich Krimis in der in den Öffentlich Rechtlichen üblichen Menge für ein Problem halte. Ein anderer ist, dass sie Menschen Kriminalitätsraten vorspiegeln die weit über den echten liegen, die aber eine gute Basis für das Gefühl sind das dann von den Rechten in den sozialen und auch in anderen Medien ausgenutzt wird.
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Seit ich aus Gründen gelegentlich Krimis ansehe, fällt mir auf, wie häufig darin Kommissar*innen geltendes (Dienst-) Recht wissentlich brechen. Oft wird das von Kollegys und/oder Vorgesetzten geduldet, nur selten mal sanktioniert. Manchmal ist es geradezu fester Charakterzug der Protagonistys. Fast immer wird es als sympathisch, legitim oder sogar ethisch vorbildlich dargestellt, weil der Gesetzesbruch am Ende zum Ziel führt.
Polizeibeamte, die Gesetze brechen, sind unsere Held*innen.
Jap. Copaganda.
Es gibt einen sehr guten Artikel von Till Rather dazu, der das als Krimiautor reflektiert hat: https://54books.de/die-verantwortung-der-krimi-autorinnen-einige-forderungen-an-ein-obrigkeitshoeriges-genre/
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@der_zaunfink das ist einer der Gründe warum ich Krimis in der in den Öffentlich Rechtlichen üblichen Menge für ein Problem halte. Ein anderer ist, dass sie Menschen Kriminalitätsraten vorspiegeln die weit über den echten liegen, die aber eine gute Basis für das Gefühl sind das dann von den Rechten in den sozialen und auch in anderen Medien ausgenutzt wird.
@Zahlenzauberin Dis!
Ich erinnere mich an eine Grafik einer Faktencheckseite, die haben echte Morde und die gezeigten Morde im öffentlichrechtlichen verglichen und sind auf ein Verhältnis >1 gekommen. Also mehr im ÖRR als in der Realität insgesamt.
Schon bezeichnend und in meinen Augen, wie du auch sagst, ein Teil der "gefühlten Unsicherheit". -
Seit ich aus Gründen gelegentlich Krimis ansehe, fällt mir auf, wie häufig darin Kommissar*innen geltendes (Dienst-) Recht wissentlich brechen. Oft wird das von Kollegys und/oder Vorgesetzten geduldet, nur selten mal sanktioniert. Manchmal ist es geradezu fester Charakterzug der Protagonistys. Fast immer wird es als sympathisch, legitim oder sogar ethisch vorbildlich dargestellt, weil der Gesetzesbruch am Ende zum Ziel führt.
Polizeibeamte, die Gesetze brechen, sind unsere Held*innen.
@der_zaunfink ja. - ist aber glaube ich auch etabliertes Stilmittel um mit etwas "underdog". und "Macher" Attitüde Zielgruppennähe zu generieren.
Schimanski damals war die plakative Prollvariante, aber Grenzüberschreitendes aus einem emotional geladenen Gerechtigkeitsimpuls heraus, auch bei den sonst artigen Protagonistinnen, mögen die Leute. -
@Zahlenzauberin Dis!
Ich erinnere mich an eine Grafik einer Faktencheckseite, die haben echte Morde und die gezeigten Morde im öffentlichrechtlichen verglichen und sind auf ein Verhältnis >1 gekommen. Also mehr im ÖRR als in der Realität insgesamt.
Schon bezeichnend und in meinen Augen, wie du auch sagst, ein Teil der "gefühlten Unsicherheit".@pitch @der_zaunfink danke die Formulierung "gefühlte Unsicherheit" wollte mir einfach nicht einfallen.
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Seit ich aus Gründen gelegentlich Krimis ansehe, fällt mir auf, wie häufig darin Kommissar*innen geltendes (Dienst-) Recht wissentlich brechen. Oft wird das von Kollegys und/oder Vorgesetzten geduldet, nur selten mal sanktioniert. Manchmal ist es geradezu fester Charakterzug der Protagonistys. Fast immer wird es als sympathisch, legitim oder sogar ethisch vorbildlich dargestellt, weil der Gesetzesbruch am Ende zum Ziel führt.
Polizeibeamte, die Gesetze brechen, sind unsere Held*innen.
@der_zaunfink Gerade, wenn der Charakter eine integre Figur sein soll. Beim Münsteraner Tatort, wo die Figuren bewusst überzeichnet sind, kann ich noch darüber hinwegsehen. Beim Hannoveraner konnte ich es irgendwann nicht mehr.
Da finde ich es viel ehrlicher, die Beamten in einem Gewissenskonflikt zwischen Gesetz und ihren eigenen Wertvorstellungen zu zeigen, die auch wir als einfache Bürger teilen würden, als Rechtsbruch als Selbstverständlichkeit darzustellen. -
@der_zaunfink Gerade, wenn der Charakter eine integre Figur sein soll. Beim Münsteraner Tatort, wo die Figuren bewusst überzeichnet sind, kann ich noch darüber hinwegsehen. Beim Hannoveraner konnte ich es irgendwann nicht mehr.
Da finde ich es viel ehrlicher, die Beamten in einem Gewissenskonflikt zwischen Gesetz und ihren eigenen Wertvorstellungen zu zeigen, die auch wir als einfache Bürger teilen würden, als Rechtsbruch als Selbstverständlichkeit darzustellen.@der_zaunfink Klar, man kann offensichtlich Recht brechende Polizeibeamte mit vollem Ernst als Selbstverständlichkeit präsentieren. Das fördert aber nicht gerade mein Vertrauen in die *gesamte* Institution – auch wenn es nur Fiktion ist.
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Jap. Copaganda.
Es gibt einen sehr guten Artikel von Till Rather dazu, der das als Krimiautor reflektiert hat: https://54books.de/die-verantwortung-der-krimi-autorinnen-einige-forderungen-an-ein-obrigkeitshoeriges-genre/
@catrinity Danke! Ich hatte mir bisher kaum Gedanken über Krimis gemacht, aber der Artikel zeigt, wie tief man da einsteigen kann. Spannend!
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@catrinity Danke! Ich hatte mir bisher kaum Gedanken über Krimis gemacht, aber der Artikel zeigt, wie tief man da einsteigen kann. Spannend!
Ja, voll! Es ist tatsächlich ein Text, den ich schon mehrfach komplett gelesen habe, weil ich ihn sehr, sehr gut finde.
Und ich bin dann umso dankbarer für z. B. die Sachen von Rian Johnson (Knives Out-Reihe, Pokerface), weil er quasi Krimis/Murder Mysterys ohne Polizeifiguren macht.
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B bjoerne@norden.social shared this topic