Wir haben das Glück, ein wunderbares Kind zu haben.
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Wir haben das Glück, ein wunderbares Kind zu haben.
Ein Kind, nicht mehr. Das Kind wird dieses Jahr vier. (Vier!
)Wenig überraschend kriegen manche Leute mit ungefähr gleich alten (ersten) Kindern jetzt noch ein zweites. Wir gehen mal davon aus, dass sie das so wollten.
Ich fühle, dass sich dadurch mein Verhältnis zu diesen Eltern verändert. Bisher waren wir alle Eltern von je einem Kind. Demnächst bin ich immer noch Elter von einem Kind; die anderen sind dann Eltern von zwei Kindern.
Das verändert für mich etwas. Wenn wir nicht gerade Mehrlinge bekommen hätten, wären mehrere Kinder für uns kein Thema gewesen. Es hat viel damit zu tun, wie wir sind. Ich merke es auch jetzt beim Nachdenken über die zweiten Kinder der Leute, die wir kennen. Da ist ganz wenig bis nichts in mir, das sagt: Das will ich auch! Und ganz viel, das sagt: Das haben wir gehabt, es war toll anstrengend magisch furchtbar irgendwie, aber es ist durch.
Solange es bei uns und den anderen Eltern nur die ersten/einzigen Kinder gab, war offen, wie sich unsere Familien weiterentwickeln würden. Es war in der Schwebe. Durch die zweiten Kinder der anderen Eltern ist jetzt klar, dass sie anders abgebogen sind. Und ich fühle einen feinen Riss in unserem Kontakt. Wer zwei oder mehr Kinder haben möchte, steht anders im Leben, als wir das tun. Das ist okay. Ich freue mich für die Eltern, die jetzt ein zweites Kind bekommen. Aber ich bin auch traurig, damit Kontakt zu anderen Einzelkind-Eltern verloren zu haben.
Vielleicht können andere Eltern mit 'nur' einem Kind das Gefühl nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob ich es vor ein paar Jahren oder Monaten hätte nachvollziehen können – aber jetzt ist es da. Und ich dachte, ich teile es mal, falls da irgendwo wer ist und ähnlich fühlt und denkt: Ich bin bestimmt alleine damit! Nein, bist du nicht.
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Wir haben das Glück, ein wunderbares Kind zu haben.
Ein Kind, nicht mehr. Das Kind wird dieses Jahr vier. (Vier!
)Wenig überraschend kriegen manche Leute mit ungefähr gleich alten (ersten) Kindern jetzt noch ein zweites. Wir gehen mal davon aus, dass sie das so wollten.
Ich fühle, dass sich dadurch mein Verhältnis zu diesen Eltern verändert. Bisher waren wir alle Eltern von je einem Kind. Demnächst bin ich immer noch Elter von einem Kind; die anderen sind dann Eltern von zwei Kindern.
Das verändert für mich etwas. Wenn wir nicht gerade Mehrlinge bekommen hätten, wären mehrere Kinder für uns kein Thema gewesen. Es hat viel damit zu tun, wie wir sind. Ich merke es auch jetzt beim Nachdenken über die zweiten Kinder der Leute, die wir kennen. Da ist ganz wenig bis nichts in mir, das sagt: Das will ich auch! Und ganz viel, das sagt: Das haben wir gehabt, es war toll anstrengend magisch furchtbar irgendwie, aber es ist durch.
Solange es bei uns und den anderen Eltern nur die ersten/einzigen Kinder gab, war offen, wie sich unsere Familien weiterentwickeln würden. Es war in der Schwebe. Durch die zweiten Kinder der anderen Eltern ist jetzt klar, dass sie anders abgebogen sind. Und ich fühle einen feinen Riss in unserem Kontakt. Wer zwei oder mehr Kinder haben möchte, steht anders im Leben, als wir das tun. Das ist okay. Ich freue mich für die Eltern, die jetzt ein zweites Kind bekommen. Aber ich bin auch traurig, damit Kontakt zu anderen Einzelkind-Eltern verloren zu haben.
Vielleicht können andere Eltern mit 'nur' einem Kind das Gefühl nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob ich es vor ein paar Jahren oder Monaten hätte nachvollziehen können – aber jetzt ist es da. Und ich dachte, ich teile es mal, falls da irgendwo wer ist und ähnlich fühlt und denkt: Ich bin bestimmt alleine damit! Nein, bist du nicht.
@SaySimonSay
Was ändert sich denn (für dich) von einem zu zwei? Verstehe total was du sagst, allerdings nur für den Schritt von 0 zu 1. -
@SaySimonSay
Was ändert sich denn (für dich) von einem zu zwei? Verstehe total was du sagst, allerdings nur für den Schritt von 0 zu 1.@danielneumann Ich weiß nicht, ob man das Gefühl, wie viele Kinder man haben möchte, wirklich gut begründen kann – also, unabhängig davon, ob das null, eins oder fünf sind.
Ich bin schlecht im Multitasking/Taskswitching. Es macht mir großen Spaß, auf unser Kind so eingehen zu können, dass es sich für mich befriedigend anfühlt. (Ich bin sicher, dass die meisten Eltern von mehreren Kindern in ausreichendem Maße auf ihre Kinder eingehen, aber es geht darum, wie ich mich dabei fühlen würde, die Bedürfnisse zweier Kinder jonglieren zu müssen.)
Und wenn ich mir vorstelle, alles, was wir mit unserem Kind schon durchlaufen haben und was dadurch, dass es das allererste Mal war, ein völliger Blindflug aber auch etwas ganz Besonderes war, noch mal durchlaufen zu müssen (und das alles mit einem Kleinkind im Schlepptau), dann befällt mich eine immense Müdigkeit und Unlust.
Wer ein zweites Kind bekommt, empfindet in solchen Punkten anders. Die anderen Eltern wissen Stand jetzt genauso viel über das Leben mit zwei Kindern wie wir (die meisten erwarten das Kind noch), aber sie haben das Gefühl, dass sie es noch mal angehen wollen. Und das ist eben der Unterschied zwischen uns, der das Verhältnis verändert.
Ich glaube manchmal, dass die Kinderzahl, die ich mir gewünscht habe, 0,75 Kind war oder so. Aber da es nur ganze Kinder gibt, rundet das eben zu 1 auf. Und jetzt haben wir ein Kind und es ist wunderschön (und anstrengend und alles). Aber mir fällt es manchmal leichter, Leute mit null Kindern zu verstehen – weil ich im Herzen (und mathematisch) eben näher an ihnen dran bin als an den Leuten mit 2+ Kindern.
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@danielneumann Ich weiß nicht, ob man das Gefühl, wie viele Kinder man haben möchte, wirklich gut begründen kann – also, unabhängig davon, ob das null, eins oder fünf sind.
Ich bin schlecht im Multitasking/Taskswitching. Es macht mir großen Spaß, auf unser Kind so eingehen zu können, dass es sich für mich befriedigend anfühlt. (Ich bin sicher, dass die meisten Eltern von mehreren Kindern in ausreichendem Maße auf ihre Kinder eingehen, aber es geht darum, wie ich mich dabei fühlen würde, die Bedürfnisse zweier Kinder jonglieren zu müssen.)
Und wenn ich mir vorstelle, alles, was wir mit unserem Kind schon durchlaufen haben und was dadurch, dass es das allererste Mal war, ein völliger Blindflug aber auch etwas ganz Besonderes war, noch mal durchlaufen zu müssen (und das alles mit einem Kleinkind im Schlepptau), dann befällt mich eine immense Müdigkeit und Unlust.
Wer ein zweites Kind bekommt, empfindet in solchen Punkten anders. Die anderen Eltern wissen Stand jetzt genauso viel über das Leben mit zwei Kindern wie wir (die meisten erwarten das Kind noch), aber sie haben das Gefühl, dass sie es noch mal angehen wollen. Und das ist eben der Unterschied zwischen uns, der das Verhältnis verändert.
Ich glaube manchmal, dass die Kinderzahl, die ich mir gewünscht habe, 0,75 Kind war oder so. Aber da es nur ganze Kinder gibt, rundet das eben zu 1 auf. Und jetzt haben wir ein Kind und es ist wunderschön (und anstrengend und alles). Aber mir fällt es manchmal leichter, Leute mit null Kindern zu verstehen – weil ich im Herzen (und mathematisch) eben näher an ihnen dran bin als an den Leuten mit 2+ Kindern.
@SaySimonSay
Das meinte ich nicht. Wie viele Kinder man möchte ist natürlich die eigene Entscheidung und da hat auch keiner was mitzureden. Aber dein Ursprungspost klingt, als würde sich der Blick der anderen Eltern auf dich/euch durch mehr Kinder ändern. -
@SaySimonSay
Das meinte ich nicht. Wie viele Kinder man möchte ist natürlich die eigene Entscheidung und da hat auch keiner was mitzureden. Aber dein Ursprungspost klingt, als würde sich der Blick der anderen Eltern auf dich/euch durch mehr Kinder ändern.@danielneumann Das weiß ich nicht! Es ging mir darum, dass sich *mein* Blick auf die anderen Eltern (wir sind jetzt nicht mehr gemeinsam Einzelkind-Eltern) und unser Verhältnis verändert. Ob das Gefühl von beiden Seiten kommt? Keine Ahnung!
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@danielneumann Das weiß ich nicht! Es ging mir darum, dass sich *mein* Blick auf die anderen Eltern (wir sind jetzt nicht mehr gemeinsam Einzelkind-Eltern) und unser Verhältnis verändert. Ob das Gefühl von beiden Seiten kommt? Keine Ahnung!
@SaySimonSay
Für mich macht es keinen Unterschied, wie viele Kinder jemand hat. Also von meiner Seite aus kann ich Entwarnung für dich geben
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@SaySimonSay
Für mich macht es keinen Unterschied, wie viele Kinder jemand hat. Also von meiner Seite aus kann ich Entwarnung für dich geben
@danielneumann Danke
Aber darum mache ich mir weniger Sorgen. Die anderen haben ja die Veränderung initiiert. Dann müssen sie auch mit der Veränderung leben. -
Wir haben das Glück, ein wunderbares Kind zu haben.
Ein Kind, nicht mehr. Das Kind wird dieses Jahr vier. (Vier!
)Wenig überraschend kriegen manche Leute mit ungefähr gleich alten (ersten) Kindern jetzt noch ein zweites. Wir gehen mal davon aus, dass sie das so wollten.
Ich fühle, dass sich dadurch mein Verhältnis zu diesen Eltern verändert. Bisher waren wir alle Eltern von je einem Kind. Demnächst bin ich immer noch Elter von einem Kind; die anderen sind dann Eltern von zwei Kindern.
Das verändert für mich etwas. Wenn wir nicht gerade Mehrlinge bekommen hätten, wären mehrere Kinder für uns kein Thema gewesen. Es hat viel damit zu tun, wie wir sind. Ich merke es auch jetzt beim Nachdenken über die zweiten Kinder der Leute, die wir kennen. Da ist ganz wenig bis nichts in mir, das sagt: Das will ich auch! Und ganz viel, das sagt: Das haben wir gehabt, es war toll anstrengend magisch furchtbar irgendwie, aber es ist durch.
Solange es bei uns und den anderen Eltern nur die ersten/einzigen Kinder gab, war offen, wie sich unsere Familien weiterentwickeln würden. Es war in der Schwebe. Durch die zweiten Kinder der anderen Eltern ist jetzt klar, dass sie anders abgebogen sind. Und ich fühle einen feinen Riss in unserem Kontakt. Wer zwei oder mehr Kinder haben möchte, steht anders im Leben, als wir das tun. Das ist okay. Ich freue mich für die Eltern, die jetzt ein zweites Kind bekommen. Aber ich bin auch traurig, damit Kontakt zu anderen Einzelkind-Eltern verloren zu haben.
Vielleicht können andere Eltern mit 'nur' einem Kind das Gefühl nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob ich es vor ein paar Jahren oder Monaten hätte nachvollziehen können – aber jetzt ist es da. Und ich dachte, ich teile es mal, falls da irgendwo wer ist und ähnlich fühlt und denkt: Ich bin bestimmt alleine damit! Nein, bist du nicht.
@SaySimonSay Ich kann das, was du schreibst (auch das, was du erklärend im weiteren Verlauf schreibst) 100% aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Sowohl das eigene Gefühl und die eigene Sicherheit von "genug" als auch den feinen Riss, der in der Beziehung zu Eltern mehrerer Kinder entsteht.
