All watched over by #MachinesOfLovingGrace?
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Ich wüsste gern von Euch:
️ Brauchen wir dasselbe für KI?Ich denke nämlich, es ist absehbar, dass KI sehr schnell in alle Lebensbereiche diffundieren wird.
Es sind sicher mehrere Modelle denkbar. Z.B. drängt sich m.E. auf:
1. Ein Recht auf Leben, das nicht strukturell von KI abhängt
2. Ein Recht auf Leben in dem eine Interaktion mit KI (Staat/Privat) nicht erzwungen wird
3. Ein Recht auf menschliche Überprüfung einer KI Entscheidung.
4. Sigel für KI-freie Produkte/Dienstleistungen?
2/3@AwetTesfaiesus 3) auf jeden Fall.
Das ist *elementar* und schon seit 1979 klar!
Die anderen Punkte sind komplexer: was ist "KI"? Wenn Machine Learning/AI zur Optimierung von Energienetzen eingesetzt wird? ÖPNV und Straßenverkehr dynamisch regelt? KI hat viele Chancen.
Stattdessen:
Ihr Einsatz darf *nicht* Lebensgrundlage gefährden. Energie limitieren. Transparenz schaffen. Menschliche Autor*innen beteiligen. Automatisierungsgewinne müssen abgeschöpft und umverteilt werden!
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Seh ich eher Gegenteilig, es gibt Bereiche wo "Ki" Sinn machen kann z.b. bei systemen mit Smartmetern zur kontrollierten beheizung.
Es ist eins der häufigsten Probleme dass politische Schnellschüße details übersehen und dann zu massiven konflikten führen können. Was bedeutet ein Recht auf keine KI z.b. am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, was bedeutet dass im bezug auf Algorythmen wie in Social media? Was in der Forschung?
Sure, we can talk about 'democracy', but when you say 'democracy', let's first define what you mean by 'democracy'!
(jeder Autokrat, immer)
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@WolGus Advocata Diaboli:
1. Man kann KI auch Lokal betreiben. Ich meinem Notebook läuft eine lokale KI;
2. Ja, wir sind ausgekommen, aber: da hatten wir auch weder 10+ Mrd. Menschen auf der Welt, noch Klimakatastrophe.
1.) Ich komme auch weiterhin ohne KI aus
2.) Auch zu den genannten Problemen wird "die Natur" eine Lösung finden - selbst wenn sie auf homo sapiens "verzichten" muss.
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Was meint Ihr: ist das abgedrehte „Technikfeindlichkeit“ und „Spinnerei“ oder sollte es einen Anspruch auf KI-Freie Gemeinden, KI-freie Schulen, KI-freie Ämter, KI-freies Leben geben (bzw. gibt es ihn bereits, z.B. wg der Würdegaratie, vgl https://de.wikipedia.org/wiki/Objektformel)?
Und sollte er (grundrechtlich?) garantiert sein?
3/3
@AwetTesfaiesus
Teils-teils. Wenn es nicht "KI" heißt, sondern sinnvoll detaillierter gefasst wird (idR läuft es dann wohl auf allgemeine GenAI hinaus), bin ich dabei.
Ansonsten landen wir einem analogen Problem, wie es bei der "Gentechnik" passiert ist: Ablehnen von bestimmten, gefährlichen oder schädlichen Ansätzen (Monopolbildung, Patente, "Designerbabys") vs. "Hilfe, da sind Gene drin!1!"-Fortschrittsfeindlichkeit (CRISPR/Cas böse, aber radioaktive Bestrahlung mit gleichem Ergebnis nicht? grüne Gentechnik böse, aber bei roter nehmen alle gern die Resultate entgegen?). -
@AwetTesfaiesus 3) auf jeden Fall.
Das ist *elementar* und schon seit 1979 klar!
Die anderen Punkte sind komplexer: was ist "KI"? Wenn Machine Learning/AI zur Optimierung von Energienetzen eingesetzt wird? ÖPNV und Straßenverkehr dynamisch regelt? KI hat viele Chancen.
Stattdessen:
Ihr Einsatz darf *nicht* Lebensgrundlage gefährden. Energie limitieren. Transparenz schaffen. Menschliche Autor*innen beteiligen. Automatisierungsgewinne müssen abgeschöpft und umverteilt werden!
Es scheint mir aber heute im real existierenden Kapitalismus auch so zu sein, dass "accountability" sowieso nur ein Konzept geworden ist, dass ausschließlich unterhalb einer bestimmten Einkommens- und Machtschwelle Anwendung findet.
Also überholt?
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Ich wüsste gern von Euch:
️ Brauchen wir dasselbe für KI?Ich denke nämlich, es ist absehbar, dass KI sehr schnell in alle Lebensbereiche diffundieren wird.
Es sind sicher mehrere Modelle denkbar. Z.B. drängt sich m.E. auf:
1. Ein Recht auf Leben, das nicht strukturell von KI abhängt
2. Ein Recht auf Leben in dem eine Interaktion mit KI (Staat/Privat) nicht erzwungen wird
3. Ein Recht auf menschliche Überprüfung einer KI Entscheidung.
4. Sigel für KI-freie Produkte/Dienstleistungen?
2/3@AwetTesfaiesus Spannende Fragen.
2). in Bezug auf den Staat und Monopolisten 3.) halte ich für selbstverständlich. inklusive der Haftung des KI Betreibers für Fehler der KI.
Übrigens auch darf es KI oder nicht-KI keinen "App" Zwang von Staats wegen geben, der die Nutzung von Apples oder Googles App Stores (und damit deren Nutzungsbedingungen) vorraussetzt.
1.) und 4.) wird schwer zu definieren sein - und ob man von KI oder regulären Programmen abhängig ist, macht am Ende wenig Unterschied -
@WolGus Advocata Diaboli:
1. Man kann KI auch Lokal betreiben. Ich meinem Notebook läuft eine lokale KI;
2. Ja, wir sind ausgekommen, aber: da hatten wir auch weder 10+ Mrd. Menschen auf der Welt, noch Klimakatastrophe.
Die Klimaprobleme und entsprechende Lösungsansätze sind bekannt - welchen Nutzen soll da KI entfalten?! Trumps Hirn auf Erdnussgröße aufpumpen?
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Was meint Ihr: ist das abgedrehte „Technikfeindlichkeit“ und „Spinnerei“ oder sollte es einen Anspruch auf KI-Freie Gemeinden, KI-freie Schulen, KI-freie Ämter, KI-freies Leben geben (bzw. gibt es ihn bereits, z.B. wg der Würdegaratie, vgl https://de.wikipedia.org/wiki/Objektformel)?
Und sollte er (grundrechtlich?) garantiert sein?
3/3
Definiere KI, dann könnte ich die Frage beantworten.
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Es scheint mir aber heute im real existierenden Kapitalismus auch so zu sein, dass "accountability" sowieso nur ein Konzept geworden ist, dass ausschließlich unterhalb einer bestimmten Einkommens- und Machtschwelle Anwendung findet.
Also überholt?
@AwetTesfaiesus Seit es Managerversicherungen gibt ist die Kontrollfunktion und die Verantwortung z.B. von Aufsichtsräten praktisch irrelevant geworden. @larsmb
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Sure, we can talk about 'democracy', but when you say 'democracy', let's first define what you mean by 'democracy'!
(jeder Autokrat, immer)
ja, wäre ich auch dafür. Gibt z.b. nen Demokratieindex und da ist DE im Ranking nicht weit vorn dabei. Die Maga Bewegung hatte ein fertiges Buch "Project 2025" in dem sie ihre konzepte vorstellen. Die meisten andern Parteien wirken da nach meinem Empfinden eher planlos gegenüber.
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Die Klimaprobleme und entsprechende Lösungsansätze sind bekannt - welchen Nutzen soll da KI entfalten?! Trumps Hirn auf Erdnussgröße aufpumpen?
@WolGus nochmal advocata diaboli: Kernfusion steuern, Ernten, Wasserverbrauch, Verkehrsströme optimieren. Deine Steuererklärung optimieren. Deinen verstorbenen Partner simulieren.
An Verheißungen ist ja wahrlich kein Mangel.
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Was meint Ihr: ist das abgedrehte „Technikfeindlichkeit“ und „Spinnerei“ oder sollte es einen Anspruch auf KI-Freie Gemeinden, KI-freie Schulen, KI-freie Ämter, KI-freies Leben geben (bzw. gibt es ihn bereits, z.B. wg der Würdegaratie, vgl https://de.wikipedia.org/wiki/Objektformel)?
Und sollte er (grundrechtlich?) garantiert sein?
3/3
@AwetTesfaiesus Uff, gute Frage.
Ich komm auf die Schnelle zu keiner eindeutigen Meinung aber mal ein paar Gedanken:Wo ich auf jeden Fall mitgehe ist das Recht mit einem Menschen zu kommunizieren und auch, dass ein "offline" Leben möglich sein muss. Es muss ja schließlich auch für nicht alphabetisierte Menschen möglich sein Amtsgeschäfte zu erledigen. Das folgt für mich aus dem Inklusionsgedanken und hier hätte ich gern besseren Schutz für vulnerable Menschen
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Es scheint mir aber heute im real existierenden Kapitalismus auch so zu sein, dass "accountability" sowieso nur ein Konzept geworden ist, dass ausschließlich unterhalb einer bestimmten Einkommens- und Machtschwelle Anwendung findet.
Also überholt?
@AwetTesfaiesus Die menschliche Überprüfung/Erklärung (auf niedrigschwelligen Antrag & in einer sinnvollen Zeit) muss genau deswegen durch ein Gesetz reguliert und eingefordert werden.
Mit entsprechenden Sanktionen.
Für staatliche Stellen & Behörden, aber auch für die Wirtschaft.
Probabilistische/algorithmische Entscheidungen sind nicht per se schlecht - bedeuten sie doch auch schnellere Antworten. Die gesteigerte Effizienz darf aber nicht zulasten gerade auch marginalisierter Gruppen gehen.
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Definiere KI, dann könnte ich die Frage beantworten.
@byggvir Die Definition wird ggf. im Gesetzgebungsverfahren ohnehin von den Stakeholdern "geformt"
.Politik ist (leider), Entscheidungen zu treffen, ohne das ganze Bild zu kennen.
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@AwetTesfaiesus Die menschliche Überprüfung/Erklärung (auf niedrigschwelligen Antrag & in einer sinnvollen Zeit) muss genau deswegen durch ein Gesetz reguliert und eingefordert werden.
Mit entsprechenden Sanktionen.
Für staatliche Stellen & Behörden, aber auch für die Wirtschaft.
Probabilistische/algorithmische Entscheidungen sind nicht per se schlecht - bedeuten sie doch auch schnellere Antworten. Die gesteigerte Effizienz darf aber nicht zulasten gerade auch marginalisierter Gruppen gehen.
@larsmb Das ist m.E. nicht ganz der Punkt. Es geht m.E. eben nicht um "schlecht". Vielleicht ist es ja auch schätzenswert, wenn ich aus falschen Gründen etwas gutes ablehne, oder? Sonst wäre ich ja am Ende jeder Wahlfreiheit angekommen, oder?
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@larsmb Das ist m.E. nicht ganz der Punkt. Es geht m.E. eben nicht um "schlecht". Vielleicht ist es ja auch schätzenswert, wenn ich aus falschen Gründen etwas gutes ablehne, oder? Sonst wäre ich ja am Ende jeder Wahlfreiheit angekommen, oder?
@larsmb konkreter: muss Mensch den Entschluss, frei von Technik (und in der Folge auch: KI) leben zu wollen eigentlich begründen?
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Ich wüsste gern von Euch:
️ Brauchen wir dasselbe für KI?Ich denke nämlich, es ist absehbar, dass KI sehr schnell in alle Lebensbereiche diffundieren wird.
Es sind sicher mehrere Modelle denkbar. Z.B. drängt sich m.E. auf:
1. Ein Recht auf Leben, das nicht strukturell von KI abhängt
2. Ein Recht auf Leben in dem eine Interaktion mit KI (Staat/Privat) nicht erzwungen wird
3. Ein Recht auf menschliche Überprüfung einer KI Entscheidung.
4. Sigel für KI-freie Produkte/Dienstleistungen?
2/3@AwetTesfaiesus ich fürchte: ja. Zumindest würde uns die Diskussion gut tun.
Allerdings weiß ich nicht, ob es der Partei gut täte, die ohnehin unter Verbotsframing leidet.
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@AwetTesfaiesus Uff, gute Frage.
Ich komm auf die Schnelle zu keiner eindeutigen Meinung aber mal ein paar Gedanken:Wo ich auf jeden Fall mitgehe ist das Recht mit einem Menschen zu kommunizieren und auch, dass ein "offline" Leben möglich sein muss. Es muss ja schließlich auch für nicht alphabetisierte Menschen möglich sein Amtsgeschäfte zu erledigen. Das folgt für mich aus dem Inklusionsgedanken und hier hätte ich gern besseren Schutz für vulnerable Menschen
Ein von "KI strukturell unabhängiges Leben" finde ich hingegen eine unrealistische bzw. undurchdachte Forderung. Das liegt für mich an der Schwammigkeit des "KI" Begriffs. Wenn man das breit auslegt, klassisches ML und spezialisierte NN, ist es unrealistisch oder schädlich. Wenn man es eng auslegen würde und nur LLMs damit meint ist es nutzlos da schon vom Recht oben abgedeckt.
Das Recht auf Überprüfung durch einen Menschen fühlt sich ebenfalls nach einem grundlegenden Recht an
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@larsmb konkreter: muss Mensch den Entschluss, frei von Technik (und in der Folge auch: KI) leben zu wollen eigentlich begründen?
@AwetTesfaiesus Muss Mensch nicht; die Frage, bis wohin dass von der Gesellschaft mitgetragen auf deren Kosten werden muss, ist aber halt schon relevant.
Ich stehe beim "KI" Einsatz vielem sehr kritisch gegenüber (gerade aus dem Bereich Sicherheitstheater und Datenschutz). Aber Technik generell eher positiv.
Was definitiv zu regulieren wäre sind Dinge wie Kosten und Inklusion. Hier scheitert D ja leider regelmäßig. Wenn Technik, dann muss die auch für alle zugänglich sein.
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@WolGus nochmal advocata diaboli: Kernfusion steuern, Ernten, Wasserverbrauch, Verkehrsströme optimieren. Deine Steuererklärung optimieren. Deinen verstorbenen Partner simulieren.
An Verheißungen ist ja wahrlich kein Mangel.
Aber BRAUCHEN WIR diese Verheißungen wirklich?!
Wir haben ja Erfahrung mit allerlei Verheißungen religiöser und weltlicher Art. Wann sind diese dann tatsächlich eingetreten und wem haben sie GRUNDSÄTZLICH genutzt?!
Genutzt: nur denjenigen, die diese Verheißungen verbreitet haben.
Und wenn die Verheißung nicht eintritt: ja, dann waren die ANDEREN schuld.