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Interview mit Göring-Eckart in der taz als Reaktion auf das Interview mit #JulieZeh:

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juliezeh
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  • stefanmuelller@climatejustice.socialS This user is from outside of this forum
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    stefanmuelller@climatejustice.social
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    #1

    Interview mit Göring-Eckart in der taz als Reaktion auf das Interview mit #JulieZeh:

    „Göring-Eckardt: Nein. Ich würde aber auch nicht von der politischen Gesinnung abhängig machen wollen, welchen Handwerker ich bestelle.“

    Das mag auf dem Dorf anders sein, aber ich würde niemals bei dem Fliesenleger anfragen, dessen Firmendesign in schwarz-weiß-rot und Frakturschrift gestaltet ist.

    „Göring-Eckardt: Das stimmt. Ich verstehe auch, dass Leute wütend sind. Das ist doch aber kein Grund, eine Partei zu wählen, die rechtsradikal ist und menschenfeindliche Politik macht.“

    Ja eben doch. Das wird nicht anders dadurch, dass man es unglaublich findet, sondern dadurch, dass man andere Politik macht. Das ist eins der Hauptprobleme. Sah man auch bei den Leserbriefen zu Julie Zeh. Empörung. Und dann? Ist billig. Bringt aber nichts.

    „Wenn die Hälfte der Leute auf dem Land wohnt, gibt es genügend Gründe, sich das einmal umgekehrt anzuschauen.“

    Tut sie ja nicht. 77% wohnen in Städten. Also mehr als drei Viertel.

    Wenn man diese kleinen Gruppen vernachlässigt, kann einem das auf die Füße fallen. Der Osten ist übrigens auch eine kleine Gruppe. Und wenn man das kombiniert, wird es noch schlimmer: Der Osten ist überwiegend ländlich geprägt. Der Rechts-Links-Unterschied ist auch ein Stadt-Land-Unterschied. Siehe angepinnten Tröt.

    „Trotzdem sage ich: Auf dem Dorf bist du nicht mobil, wenn du kein Auto hast. Selbst wenn bis abends ein Mal in der Stunde ein Bus fährt. Wer meint, es gehe ohne Auto, überträgt die Städtersicht auf das Dorf.“

    Vielleicht nicht ganz repräsentativ, aber es gibt die eine Familie vom Dorf in der Nähe von Jena, die ohne Auto ausgekommen ist. Ein junger Mann ist mit dem Rollstuhl getrampt.

    Ansonsten muss man sich eben kümmern. Busse, Rufbusse, Fahrgemeinschaften, Mitnahmebänke, whatever. Diese Antwort von einer grünen Politikerin finde ich etwas lahm. Aber was weiß ich, ich bin ja ein Städter.

    Übrigens im Osten gab es bis Mitte der 90er mehr Bahnlienien und es gab einen Theaterbuss, der die Menschen zur Kultur gebracht hat und wieder zurück.

    Geht alles. Kostet nur Geld und wenn die Lobbies in die andere Richtung arbeiten, ist es halt schwierig.

    Vielleicht hilft dann mal autonomes Fahren.

    Trampen mit Rollstuhl.

    „Vor allem aber dürfen wir nicht aufhören, miteinander zu reden. Wir brauchen immer eine Brandmauer, wenn es um die politische Zusammenarbeit geht. Aber was es nicht geben darf, ist eine Brandmauer des Gesprächs.“

    Ganz genau. Sehr gut.

    https://www.taz.de/!6147031

    life_is@no-pony.farmL 1 Antwort Letzte Antwort
    0
    • stefanmuelller@climatejustice.socialS stefanmuelller@climatejustice.social

      Interview mit Göring-Eckart in der taz als Reaktion auf das Interview mit #JulieZeh:

      „Göring-Eckardt: Nein. Ich würde aber auch nicht von der politischen Gesinnung abhängig machen wollen, welchen Handwerker ich bestelle.“

      Das mag auf dem Dorf anders sein, aber ich würde niemals bei dem Fliesenleger anfragen, dessen Firmendesign in schwarz-weiß-rot und Frakturschrift gestaltet ist.

      „Göring-Eckardt: Das stimmt. Ich verstehe auch, dass Leute wütend sind. Das ist doch aber kein Grund, eine Partei zu wählen, die rechtsradikal ist und menschenfeindliche Politik macht.“

      Ja eben doch. Das wird nicht anders dadurch, dass man es unglaublich findet, sondern dadurch, dass man andere Politik macht. Das ist eins der Hauptprobleme. Sah man auch bei den Leserbriefen zu Julie Zeh. Empörung. Und dann? Ist billig. Bringt aber nichts.

      „Wenn die Hälfte der Leute auf dem Land wohnt, gibt es genügend Gründe, sich das einmal umgekehrt anzuschauen.“

      Tut sie ja nicht. 77% wohnen in Städten. Also mehr als drei Viertel.

      Wenn man diese kleinen Gruppen vernachlässigt, kann einem das auf die Füße fallen. Der Osten ist übrigens auch eine kleine Gruppe. Und wenn man das kombiniert, wird es noch schlimmer: Der Osten ist überwiegend ländlich geprägt. Der Rechts-Links-Unterschied ist auch ein Stadt-Land-Unterschied. Siehe angepinnten Tröt.

      „Trotzdem sage ich: Auf dem Dorf bist du nicht mobil, wenn du kein Auto hast. Selbst wenn bis abends ein Mal in der Stunde ein Bus fährt. Wer meint, es gehe ohne Auto, überträgt die Städtersicht auf das Dorf.“

      Vielleicht nicht ganz repräsentativ, aber es gibt die eine Familie vom Dorf in der Nähe von Jena, die ohne Auto ausgekommen ist. Ein junger Mann ist mit dem Rollstuhl getrampt.

      Ansonsten muss man sich eben kümmern. Busse, Rufbusse, Fahrgemeinschaften, Mitnahmebänke, whatever. Diese Antwort von einer grünen Politikerin finde ich etwas lahm. Aber was weiß ich, ich bin ja ein Städter.

      Übrigens im Osten gab es bis Mitte der 90er mehr Bahnlienien und es gab einen Theaterbuss, der die Menschen zur Kultur gebracht hat und wieder zurück.

      Geht alles. Kostet nur Geld und wenn die Lobbies in die andere Richtung arbeiten, ist es halt schwierig.

      Vielleicht hilft dann mal autonomes Fahren.

      Trampen mit Rollstuhl.

      „Vor allem aber dürfen wir nicht aufhören, miteinander zu reden. Wir brauchen immer eine Brandmauer, wenn es um die politische Zusammenarbeit geht. Aber was es nicht geben darf, ist eine Brandmauer des Gesprächs.“

      Ganz genau. Sehr gut.

      https://www.taz.de/!6147031

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      life_is@no-pony.farm
      schrieb zuletzt editiert von
      #2
      @stefanmuelller@climatejustice.social schwarzweissrot und Fraktur sind aber gegenteilige Zeichen. Vielleicht ist es ja gar keine Fraktur (erkennbar an den elefantenrüsselchen, dem A, S und G) sondern Schaftstiefelgrotesk (Textur oder Gotik, ohne Rüsselchen~SansSerif) oder der Handwerker kennt den normalschrifterlass nicht. Ansonsten wurde ja in der DDR Sütterlin gelehrt und Fraktur in Gedichtbänden gesetzt.
      stefanmuelller@climatejustice.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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      • life_is@no-pony.farmL life_is@no-pony.farm
        @stefanmuelller@climatejustice.social schwarzweissrot und Fraktur sind aber gegenteilige Zeichen. Vielleicht ist es ja gar keine Fraktur (erkennbar an den elefantenrüsselchen, dem A, S und G) sondern Schaftstiefelgrotesk (Textur oder Gotik, ohne Rüsselchen~SansSerif) oder der Handwerker kennt den normalschrifterlass nicht. Ansonsten wurde ja in der DDR Sütterlin gelehrt und Fraktur in Gedichtbänden gesetzt.
        stefanmuelller@climatejustice.socialS This user is from outside of this forum
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        stefanmuelller@climatejustice.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #3

        @Life_is Das mit den Schriften wird mir von meiner Designbeauftragten auch immer wieder gesagt. Nur wissen das die Wenigsten. Und nehmen dann eben Schriften, von denen sie glauben, dass sie national konnotiert seien und dadurch werden sie es dann letztendlich auch.

        life_is@no-pony.farmL 1 Antwort Letzte Antwort
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        • stefanmuelller@climatejustice.socialS stefanmuelller@climatejustice.social

          @Life_is Das mit den Schriften wird mir von meiner Designbeauftragten auch immer wieder gesagt. Nur wissen das die Wenigsten. Und nehmen dann eben Schriften, von denen sie glauben, dass sie national konnotiert seien und dadurch werden sie es dann letztendlich auch.

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          life_is@no-pony.farm
          schrieb zuletzt editiert von
          #4
          @stefanmuelller@climatejustice.social mit der einstellung wird es nie e-autos und öpnv geben.
          stefanmuelller@climatejustice.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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          • life_is@no-pony.farmL life_is@no-pony.farm
            @stefanmuelller@climatejustice.social mit der einstellung wird es nie e-autos und öpnv geben.
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            stefanmuelller@climatejustice.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #5

            @Life_is Äh?

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